header


  

Philosophen/innen

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Druckversion  |  Schrift: vergrößern verkleinern 

Ro

RÖMER, INGA

Studium der Philosophie, Neueren Deutschen Literatur und Volkswirtschaftslehre in Hamburg und Bordeaux, Promotion in Philosophie an der Universität Wuppertal, zunächst Wissenschaftliche Mitarbeiterin, dann Akademische Rätin auf Zeit am Lehrstuhl für Phänomenologie der Universität Wuppertal. Professorin für Philosophie an der Universität Grenoble.
Forschungsschwerpunkt: Phänomenologie und Hermeneutik.
Inga.Roemer@univ-grenoble-alpes.fr

Positionen:
Begründungen ethischer Verbindlichkeit unterscheiden sich in Diskurs und Phänomenologie gründlich voneinander. Für die Phänomenologie steht die Auffindung und Auslegung ethischer Grunderfahrung im Vordergrund, und solche Phänomenauslegungen können die besseren Argumente sein, weil eine Überpriorisierung der Argumente Gefahr laufen kann, dass anvisierte Phänomen nicht angemessen in den Blick zu bekommen.


ROESNER, MARTINA

Studium der Philosophie in Rom, Paris, Tübingen und Salzburg, 2001 Promotion an der Universität Paris, verschiedene Forschungsaufenthalte, Habilitandin über Husserl an
der Sorbonne.
Arbeitsgebiete: Phänomenologie, Neukantianismus
martina.roesner@laposte.net

ROESSNER, CHRISTIAN

Dr. phil, studierte Philosophie, Latinistik und Romanistik an der Universität Bamberg und der Université Paris-Sorbonne.
Arbeitsgebiet: Lévinas.

ROHMER, STEFAN

Geb. 1966, promivierte nach einem Studium der Philosophie und Hispanistik an der TU Berlin mit einer Arbeit zur Metaphysik Whiteheads. Von 1999 bis 2010 war er Research Fellow am "Insituto di Filosofia" des Forschungszentrums CSIC in Madrid und unterrichtete ferner Philosophie am Philosophischen Seminar der Humboldt-Universität Berlin. Seit Februar 2015 ist er Professor für Philosophie an der Falkultät für Rechtswissenschaften an der Universidad de Medellín.

ROLF, BERND

StD a.D. Dr., war Gymnasiallehrer, Fachleiter für Philosophie, Fachberater bei der Bezirksregierung Düsseldorf und Mitglied für den NRW-Kenlehrplan Philosophie.


ROMIZI, DONATA

Studium der Philosophie an der Universität Bologna, seit 2006 Forschung und Lehre an der Universität Wien (Institut für Philosophie und Institut Wiener Kreis).
AG: Wiener Kreis

ROSE, CHRISTIANE

Christine Rose studierte von 1996 bis 2001 an der RWTH Aachen Philosophie, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Anglistische Sprachwissenschaft.

Ihre philosophische Dissertation "Das Problem der Anwendbarkeit der Diskursethik" hat sie als als DFG-Stipendiatin an der Eberhardt Karls Universität Tübingen verfasst. Im Anschluss an die Promotion arbeitete Christina Rose als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Referenzzentrum für Ethik in der Biowissenschaften (DRZE) an der Universität Bonn. Parallel ist sie seit vielen Jahren als freie Referentin in der Erwachsenenbildung tätig, schwerpunktmäßig zu Themen der interkulturellen Verständigung und der angewandten Ethik.
Weitere Informationen auf http://christinarose.de/lebenswert.html.


ROSEFELDT, TOBIAS


Als Nachfolger von Jürgen Mittelstraß wurde der 1970 geborene Tobias Rosefeldt auf die W3Professur für „Philosophie und Wissenschaftstheorie mit besonderer Berücksichtigung der Sprachphilosophie, Philosophie des Geistes und der Wissenschaftstheorie der verstehenden Wissenschaften“ an die Universität Konstanz berufen.

Tobias Rosefeldt studierte als Stipendiat der Bayerischen Hochbegabtenförderung an der Universität München Philosophie, Germanistik und Griechische Philologie. Unter Dieter Henrich (in dessen JenaForschungs¬projekt er von 19941996 Mitarbeiter war) beschäftigte er sich intensiv mit Kant und promovierte im Jahr 2000 in München über „Das logische Ich. Kant über den Gehalt des Begriffes von sich selbst“. Während der Promotionszeit begann er, von Henrich dazu ermutigt, sich mit zeitgenössischer analytischer Philosophie zu befassen. Henrich empfahl ihm für seine Themenstellung Andreas Kem¬merling; Rosefeldt wurde nach der Promotion Kemmerlings Assistent in Heidelberg. Hier habilitierte er sich im Januar 2006 mit der noch unveröffentlichten Arbeit „Was es nicht gibt. Eine Untersuchung des Begriffes der Existenz“. Er vertritt darin die Position, man könne der These zustimmen, dass es Dinge gibt, die nicht existieren, und man könne trotzdem eine fregeanische Auffassung von Existenz haben.
Der bescheiden wirkende Rosefeldt will in Konstanz zum einen auf dem Gebiet der Philosophiegeschichte traditionell philologisch mit Textexegese arbeiten, wobei die theoretische Philosophie Kants das Schwerpunktthema sein wird (er ist auch Mitarbeiter des sich in Vorbereitung befindlichen großangelegten KantLexikons). In systematischer Hinsicht will er in der Tradition der analytischen Philosophie auf den Gebieten der Sprachphilosophie und der Metaphysik forschen. Insbesondere in der bislang vernachlässigten Metaphysik sieht er interessante Ansätze, die zu verfolgen sich lohnen. Es sind denn auch Kant und Frege, deren Art des Philosophierens Rosefeldt besonders schätzt. Aufsätze, die Kant mit den Methoden der analytischen Philosophie untersuchen, sind schon in Vorbereitung („Kant’s Notion of Existence“, „Why Kant Can’t Doubt to be Free“).

Philosophie bedeutet für Rosefeldt weniger Antworten zu finden als Fragen besser zu verstehen. In diesem Sinn versteht er sich als analytischer Philosoph, ihm geht es dabei um Argumente und Begriffserklärungen. Er liebt es auch, sich mit schwierigen Autoren zu beschäftigen und Positionen, die abwegig erscheinen, mit Hilfe der analytischen Philosophie (und dabei auch mit formalen Hilfsmitteln) zu rekonstruieren und verständlich zu machen. Dabei kommt er gelegentlich zu überraschenden Ergebnissen. So arbeitete er eine gewisse Nähe von Heideggers „ontologischer Differenz“ zu Freges Unterscheidung zwischen Begriff und Gegenstand heraus. Und er versuchte im Jahr 2000, die Debatte zwischen Henrich und Tugendhat über Selbstbewusstsein mit Rückgriff auf John Perry, den Mitbegründer der SituationsSemantik, zu klären.

Rosefeldt plant einen alljährlichen „Konstanzer KantKurs“, der für Studierende aller Universitäten offen ist und für den er jeweils einen KantSpezialisten einlädt. Der erste Kurs findet vom 26.29. Juni 2008 mit Quassim Cassam statt.

ROSSINI, MANUEL

1998-2003: Studium der Philosophie an der Università degli Studi di Bologna.
2004-2008: Promotionsstudium „Philosophie und Anthropologie“ an der Università degli Studi di Parma (Dissertation: Karl Löwith, crisi del fondamento e antropologia filosofica).
Seit Oktober 2005: Forschungsaufenthalt an der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg i.Br.
Von September 2006 bis Februar 2007: DAAD Forschungsstipendium.
Von September 2009 bis Januar 2010: Postdoc-Stipendium der Fritz Thyssen Stiftung.
Von April 2011 bis April 2012: Postdoc-Stipendium beim IEG (Institut für Europäische Geschichte - Mainz), Projekt: Die Gleichung „Europa-Abendland“ und die Idee des Untergangs bei Jünger, Spengler und Evola.

Arbeitsgebiet: Löwith, Anthropologie, Konservatives Denken.

ROUGHLEY, NEIL

Neil Roughley ist seit September 2009 als Nachfolger von Dieter Sturma  Professor für Anthropologie und Ethik an der Universität Duisburg-Essen. Neil Roughley hat in Bristol Philosophie, Deutsch und Französisch studiert und kam 1987 aus, wie er sagt, „persönlichen Gründen“ nach Zürich. Hier schloss er auch seine englischsprachige Doktorarbeit über Adorno und Barthes ab, mit der er 1990 an der Universität Bristol promovierte. 1993 wechselte er an die Universität Konstanz, wo er erst im Graduiertenkolleg „Theorie der Literatur“, dann im Projekt „Anthropolo­gische Elemente moralischer und ästhetischer Geltungsansprüche“ mitarbeitete und schließlich  im Rahmen des Konstanzer Zentrums „Intentionalität“ einen DFG-Projekt zur Willensschwäche  durchführte. Ebenfalls in Konstanz hat er sich 2003 mit der Arbeit Wanting and Intending. Elements of a Philosophy of Practical Mind (erscheint 2010 bei Springer) habilitiert, eine Arbeit, die zwischen der Philosophie des Geistes, Handlungstheorie und dem Thema „praktisches Überlegen“ angesiedelt ist. Im  ersten Teil geht es um den Begriff des Wünschens, und Roughley stellt dabei ein Verfahren vor, mit dem man Zugang zu Wünschen erhält, dass er „expressive  Explikation“ nennt. Im zweiten Teil geht es um den Begriff des Beabsichtigens. „Was es heißt, eine Absicht zu haben“ muss Roughley zufolge entweder vom Phänomen des Entscheidens aus oder motivational analysiert werden. Auch DFG-Arbeit über die Willensschwäche baut auf diesem Konzept auf. Die traditionelle philosophische Bestimmung der Willensschwäche, die den Willen mit einem Werturteil identifiziert, hält er für falsch. Andere Themen seiner Arbeiten, die er auch weiter verfolgen will, liegen im Bereich von Handlungstheorie, Ethik (in Zürich hat er auch über Gerechtigkeit im Gesundheitswesen gearbeitet)  und Anthropologie. In Duisburg-Essen will er das Projekt einer Anthropologie unter heutigen Bedingungen (d. h. in engem Kontakt mit den Naturwissenschaften) ins Zentrum seiner Arbeit stellen.

 Von den klassischen Philosophen schätzt Roughley insbesondere David Hume (weniger wegen dessen inhaltlicher Positionen, sondern seiner experimentellen und undogmatischen Haltung wegen – ganz im Unterschied zu dem für Roughley doch sehr dogmatischen und einseitigen Adorno). Gute Philosophie ist für Roughley klares Denken in begrifflichen Fragen und in Begründungsfragen. Es sind dies die beiden Fragentypen, die ein Philosoph vor Augen haben muss. Dabei darf jedoch auch der Sinn für Wichtiges nicht verlorengehen. „Schlechte“ Philosophie zeigt sich demgegenüber dadurch aus, dass sie unklar ist (im deutschsprachigen Raum der häufigere Fall) oder dass sie die Genauigkeit übertreibt und sich in Spitzfindigkeiten verliert. Gute Philosophie nimmt auch die Wissenschaften zu Kenntnis, aber ordnet sich ihnen nicht methodisch unter.

 







© Information Philosophie     Impressum     Kontakt