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Philosophen/innen

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V

VEDDER, BJÖRN

geb. 1976, Dr. phil., lebt als Publizist und Kurator in München. Seine Arbeiten befassen sich mit Philosophie, Literatur und zeitgenössischer Kunst. Er ist Beiträger des "Kritischen Lexikons zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur" sowie von "Kindlers Literaturlexikon".

VIETTA, SILVIO

Silvio Vietta (* 1941 in Berlin) ist Literaturwissenschaftler und Professor em. an der Universität Hildesheim. Seine Forschungen konzentrieren sich auf deutsche Literatur, Philosophie und Europäische Kulturgeschichte. Hauptforschungsfelder in der Literatur sind der Expressionismus, Frühromantik, die Moderne. Vietta publizierte zu Heidegger und Hans-Georg Gadamer.

Er widerspricht der These von der fundamental antisemitischen Struktur von Heideggers Seinsphilosophie. Heidegger habe nirgends eine Zuschreibung der „Machenschaft“ der Neuzeit an die Juden als deren „prima causa“ vorgenommen und er nenne die von Trawny angeführten Protokolle der Weisen von Zion auf den 35‘000 publizierten Stellen nirgendwo. Heideggers antisemitische Nebentöne ständen innerhalb zivilisationskritischer Zusammenhänge seiner Seinsgeschichte und habe mit dem Vernichtungsprogramm der Nazis und ihrem Rassismus nichts gemein. (AZfP 1/2015)


VILLIEZ, CAROLA FREIIN VON

Carola Freiin von Villiez (geboren am 13.11.1962) wurde als Nachfolgerin von Michael Quante auf die Professur für Philosophie/Praktische Philosophie mit dem Schwerpunkt Rechts und Sozialphilosophie, Geschichte der Philosophie an der Univer¬sität DuisburgEssen berufen.

Sie stammt aus einer ursprünglich franzö¬sischen Adelsfamilie, die aber schon an die 250 Jahre in Deutschland ansässig ist. Daher die auffallende Bezeichnung „Freiin“, was „Tochter des Freiherrn“ bedeutet. Bereits mit 17 Jahren verließ die Freiin Deutschland mit einem Stipendium, sie studierte in den USA Philosophie und hat sich anschließend über zehn Jahre insbesondere mit Musik beschäftigt. 19ß9 kehrte sie nach Deutsch¬land zurück, setzte 1997 ihr Studium (Philosophie und Politikwissenschaft) an der Universität Bremen fort und schloss dieses im Jahr 2000 ab. Im folgenden Jahr promovierte sie bei Georg Mohr über „Grenzen der Recht¬fertigung. Internationale Gerechtigkeit durch transnationale Legitimation“ (als Buch bei Mentis erschienen). 2006 erfolgte, ebenfalls in Bremen, die Habilitation mit einer Arbeit über „Dimensionen der Unparteilichkeit – Adam Smith auf der Suche nach dem moralischen Standpunkt“ (wird ebenfalls bei Mentis erscheinen). Bereits im Jahr darauf erfolgte die Berufung nach Essen – eine Blitzkarriere. Wenn sie etwas mache, dann gleich richtig, ist ihr Kommentar dazu.

Ihr Arbeitsgebiet ist die praktische Philosophie, insbesondere Rechts und Moralphilosophie sowie politische Philosophie der Neuzeit und der Gegenwart. Die Stellendenomination ist denn auch haargenau auf die selbstbewusst auftretende Philosophin zugeschnitten. Duisburg/ Essen und ist eine von wenigen Universität in Deutschland, an der Rechtsphilosophie bei den Philosophen und nicht bei den Juristen angesiedelt ist. Was Carola Freiin von Villiez interessiert und woran sie arbeiten will, ist die Schnittstelle zwischen normativer politischer Philosophie und empirischer Forschung, die „studies of the normativeempirical inter¬face“. Zum einen die philosophische Grund¬lagenfor¬schung, zum anderen das Völker¬recht und die internationalen Institu¬tionen.

Hier sind denn auch ihre drei Projekte angesiedelt: Sie arbeitet an einem Projekt zur Reform des Weltsicherheitsrates, das Fragen von dessen Legitimität, dessen Legalität, aber auch Fragen der Effizienz beinhaltet. Sie ist dabei Kooperationspartnerin des an der Universität Oslo angesiedelten Exzellenz¬zentrums „Center for the Study of the Mind in Nature (CSMN)“. Diese von fünf Philosophen ins Leben gerufene Institution hatte im Jahre 2007 ihre Arbeit offiziell aufgenommen und arbeitet an der Schnittstelle von rationalem, linguistischen und moralischen Handeln. Im letzten Sommer war Carola Freiin von Villiez dort für zwei Monate Gastprofessorin. Das zweite Projekt hat die Entscheidungsfindung in EthikKommissio¬nen zum Thema, und beim dritten geht es um die Rolle von Gefühlen in der Normenbegründung und moralischen Motivation. Dabei spielt Adam Smith eine wichtige Rolle, dessen Theorie der ethischen Gefühle hält sie entgegen der landläufigen Meinung keinesfalls für von Kant überwunden.

VOELMICKE, ELKE

PD für Philosophie an der Universität Bonn, Geschäftsführerin von "Bildung & Begabung!, einer Tochtergesellschaft des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft.

VOIGT, UWE

Uwe.Voigt@phil.uni-augsburg.de

Lebenslauf:

1985 legte Voigt das Abitur  am Meranier-Gymnasium Lichtenfels ab. Er studierte die Fächer Philosophie, Psychologie und katholische Theologie an der Universität Bamberg (1985 bis 1992) sowie an der Universität Innsbruck(1988/1989). Von 1993 bis 2008 sowie 2010 war Voigt am Lehrstuhl für Philosophie I der Otto-Friedrich-Universität Bamberg als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent tätig. Dort promovierte er 1996 mit einer Untersuchung zum Geschichtsverständnis des  Comenius sowie einer kommentierten Übersetzung von dessen Schrift Via lucis.

2007 habilitierte sich Voigt in Bamberg mit einer Arbeit über den Seelenbegriff des Aristoteles im Zusammenhang mit der modernen Informationsterminologie. Für seine Dissertation erhielt Voigt den Förderpreis des Universitätsbundes Bamberg; seine Habilitationsschrift wurde mit dem „Hans Löwel“-Habilitationspreis der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ausgezeichnet.

Nach verschiedenen Lehrstuhlvertretungen sowie Gastdozenturen im Ausland übernahm Voigt zum Sommersemester 2011 als Nachfolger von Klaus Mainzer den Lehrstuhl Philosophie mit Schwerpunkt analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg.

neuere Veröffentlichungen:

John Amos Comenius’ Cultura universalis – A Challenge for the 21st Century? In: Wouter Goris / Meinert A. Meyer / Vladimír Urbánek (Hg.), Gewalt sei ferne den Dingen! Contemporary Perspectives on the Works of John Amos Comenius. Wiesbaden 2016, 199-207

 







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