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Kassel: Studiengang "Philosophie der Wissensformen"

Der neue Studiengang
„Philosophie der Wissensformen“
an der Universität Kassel


Ab dem Wintersemester 2008/2009 bietet das Institut für Philosophie der Universität Kassel den neuen MasterStudiengang "Philosophie der Wissensformen" an. Im Vordergrund des Studienganges steht die Auseinandersetzung mit den Grundlegungsfragen des Wissens. Besonderer Wert wird darauf gelegt, die fächerübergreifende Dimension des Wissens zu berücksichtigen. So werden neben der Philosophie die Soziologie, die Theologie, die Kunstgeschichte, die Psychoanalyse und die Musikwissenschaft in das Lehrangebot mit eingebunden. Mit der Betonung des interdisziplinären Klimas des neuen Studiengangs will man deutlich machen, dass sich die drängenden Probleme der heutigen Wissensgesellschaft nur in enger Zusammenarbeit unterschiedlicher Wissenschaften und Fachkulturen angemessen lösen lassen.

Der Studiengang besteht aus sechs Pflichtmodulen: einem Einführungsmodul, vier thematisch ausgerichteten Modulen und einem Interpretationskurs:

Das Einführungsmodul macht mit den philosophiegeschichtlichen, systematischen und interdisziplinären Perspektiven vertraut und stellt Wissenschaftstheorie, Formen praktischen Wissens, narrative und nichtdiskursi¬ve sowie historische Wissensformen einleitend und exemplarisch dar.

Modul 2 beinhaltet die Wissenschaftstheorie. Die Studierenden werden mit den grundlegenden Positionen und Fragen vertraut gemacht, wobei auch wissenschafts historische und wissenschaftssoziologische Ansätze in das Programm eingebunden sind.

Modul 3 beinhaltet die Formen praktischen Wissens, d. h. die Überzeugungen darüber, wie der Mensch handeln und wie er sein soll. Dabei soll nachvollziehbar werden, wie und warum sich sowohl die Inhalte wie auch die Begründungsformen der praktischen Diskurse geändert haben. Es geht hier um Fragen wie „Wie gewinnen wir ein Wissen von dem, was für uns gut ist?“, „Wie ist eine das Handeln leitende Überzeugung begründbar?“ oder „Wie verhält sich das moralisch Gute zum Guten eines Lebens im Ganzen?“.

Im Modul 4 geht es um die Theorie narrativer und nichtdiskursiver Wissensformen, also um die Darstellungsformen der Geschichts, Literatur, Religions und Kunstwissenschaft. Dazu gehören aber auch Re¬präsentationsformen wie Mythen und religiöse Überlieferungen, deren Wissensstatus zwar umstritten, jedoch in ihrer Relevanz für die kulturelle Identitätsbildung des Menschen von Bedeutung ist.

Modul 5 trägt den Titel „Historische Wissensformen“. Dessen Aufgabe ist es, den Wandel der Wissensformen in Auseinandersetzung mit exemplarischen Positionen der Philosophie und Wissenschaftsgeschichte nachvollziehbar zu machen und vertiefte Kenntnisse über relevante Bereiche der Philosophie und Wissenschaftsgeschichte zu vermitteln.

Modul 6 beinhaltet einen Interpretationskurs klassischer Texte der Philosophie, der Wissenschaften und der Ideengeschichte. Dabei sollen die im bisherigen Studium erarbeiteten Textkenntnisse durch eine sorgfältige, zusammenhängende Lektüre zusammengeführt und vertieft werden. Auftretende Interpretationsprobleme werden samt eingängiger Forschungsliteratur exemplarisch aufgearbeitet.

Zugelassen zu diesem MasterProgramm sind BachelorAbsolventen unterschiedlicher Fachrichtungen. Studierende, deren Studienhintergrund für diesen Studiengang nicht reicht, können in einem zusätzlichen Modul „Fachliche Ergänzung“ in den Lehrveranstaltungen der kooperierenden Fachgebiete die fehlenden Kenntnisse nachträglich erwerben.
Anschrift: Universität Kassel, Institut für Philosophie, Wissensformen, NoraPlatielStr. 1, D34109 Kassel, detaillierte Informationen unter www.wissensformen.de



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