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Philosophen/innen

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Detel - Dreier

DETEL, WOLFGANG

Geb. 1942, Studierte klassische Philologie, Mathematik und Philosophie an den Universitäten Tübingen, Mannheim und Hamburg. Promotion über Platon, Habilitation über Gassendi, 1980 Inhaber einer C3-Professor in Hamburg, ab 1991 Inhaber des Lehrstuhls für antike Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Frankfurt, emeritiert.
http://web.uni-frankfurt.de/fb08/PHIL/Detel/

DEUBER-MANKOWSKY, ASTRID

wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kulturwissenschaftlichen Institut der Humboldt Universität Berlin, Mitherausgeberin der "Philosophin". Dann Professur für Medienwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum.
AG: Geschlecht, feministische Philosophie, Agambien, Benjamin, Nietzsche, Cohen, Haraway
Astrid.Deuber-Mankowsky@rub-de

DEUSER, HERMANN

Dr. theol., geboren 1946, ab 1981 Professor für evangelische Theologie an der Universität Wuppertal und Privatdozent für Systematische Theologie an der Universität Bochum, seit 1997 Universitätsprofessor für Evangelische Theologie an der Universität Frankfurt.
Philosophische Arbeitsgebiete: Kierkegaard und Peirce.
http://www.evtheol.uni-frankfurt.de/st/personen/deuser/

DE VOS, LU

Katholische Universität Leuven, Centrum voor Duits Idealism.
Verschiedene Publikationen über die klassische Deutsche Philosophie.

DHOUIB, SARHAN

Studium der Philosophie in Sfax (Tunesien) und Paris, 2008 Dissertation über Schellings Identitätsphilosophie an der Universität Bremen. Arbeitet seit 1910 am Institut für Philosophie der Universität Kassel. 2011 Nachwuchspreis für Philosophie des Goethe-Institutss
Arbeitsgebiete: Deutscher Idealismus, arabische Philosophie, Interkulturelle Philosophie

DI BLASI, LUCA

Geb. 1967, Studierte in Wien Germanistik und Philosophie bei Peter Sloterdijk, war dann sechs Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Philosophie in Hnnover bei Peter Koslowski und Vittorio Hösle. Promovierte in der kathol. Universität Eichstätt, arbeitete dann bei Gianni Vattimo in Brüssel. 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Projektes „Mystik und Moderne“ an der Universität Siegen, dann Direktionsassistent bei ICI Berlin, Berlin Institute for Cultural Inquiry. Ab Februar 2014 Universitätsdozent für Philosophie an der Universität Bern.
http://www.ici-berlin.org/people/diblasi.htm
diblasi@ici-berlin.org

DI CESARE, DONATELLA

Geb. 1956 in Rom, Studium der Philosopie, Altphilologie und Sprachwissenschaft an der Universität Rom, Promotion in Tübingen über „Semantik in der griechischen Philosophie“,
seit 2001 Professor für Philosophie an der Universität „La Sapienza“ in Rom und Professorin für Jüdische Philosophie am Collegio Rabbinico Italiana in Rom.
Donatella.dicesare@uniromal.it


DIACONU, MADALINA

geb. 1970,  Studium der Philosophie an den Universitäten Bukarest und Wien, Universitätsassistentin 1983.2000 an der Universität Bukarest, 2001-2004 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der bildenden Künste in Wien, 2003-2005 Lektorin an der Universität für Angewandte Kunst in Wien (2005-2007),  Habilitation 2006 an der Universität Wien mit einer "Ästhetik des anästhesierten Sinne", 2005-2010 Projektleiterin des interuniversitären Forshungsprojektes "Tast und Duftdesign".
Arbeitsgebiet:  Sinne, Ästhetik, Phänomenologie. Vertritt eine Phänomenologie des Riechens.

DIEDERICH, WERNER

geb. 1941, studierte Mathematik, Physik und Philosophie in Hamburg, Göttingen und Tübingen; promovierte 1971 in Göttingen zum Dr. phil. mit einer Arbeit zum Konventioalismus. Nach Assistentenjahren in Heidelberg und Bielefeld habilitierte er sich 1981 in Bielefeld für Philosophie mit einer interdisziplinären Studie zur strukturalistischen Wissenschaftsphilosophie, danach apl. Professor für Philosophie an der Universität Biele¬feld, dann Professur in Hamburg.
Arbeitsgebiete:Wissenschaftsphilosophie, -geschichte und Naturphilo¬sophie.
Publikationsliste: http://www.phil-gesch.uni-hamburg.de/bibl/publdiederich.html

DIEHL, ULRICHDr. phil., Studium der Philosophie, Ev. Theologie, Religionswissenschaft und Wissenschaftsgeschichte an den Universitäten Heidelberg, Bloomingtion (Indiana) und Würzburg. Ab 2012 Arbeit an der Karl-Jaspers-Edition bei der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
E-Mail: uwdiehl@web.de
Homepage: http://uwdiehl.jimdo.com/

DIEKHANS, JONANS
Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft an der TU Dresden, anschliessend Psychologiestudium in Hamburg.

DIERIG, SIMON

2003 Promotion über Substanzendualismus, 2012 Habilitation über Externalismus und Selbsterkenntnis, Privatdozent für Philosophie an der Universität Heidelberg, ab 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am University College Freiburg.
Arbeitsgebiete: Erkenntnistheorie, Philosophie des Geistes, Sprachphilosophie, Handlungstheorie. Autoren: Descartes, Berkeley, Hume, Kant, Frege, Wittgenstein, Gettier, Putnam, Kripke, Davidson, D. Lewis, Dretske, Goldman, Burge, C. Wright
simon_dierig@yahoo.de

DIERKEN, JÖRG
Geboren 1959, seit 1995 Professor für systematische Theologie an der Universität Hamburg mit den Schwerpunkten Ethik und Religionsphilosophie
Philosophische Arbeitsgebiete: Schelling, Schleiermacher
Joerg.Dierken@theologie.uni-hamburg.de
http://www.theologie.uni-hamburg.de/ist/dierken.html


DIERKSMEIER, CLAUS

Promotion 1997 in Hamburg mit einer Arbeit über Kant, Habilitation in Jena über Krause, Associate Professor for Philosophy am Stonehill College in Easton (Mass.), Direktor des Weltethos-Instituts an der Universität Tübingen (2016). Vertritt einen politischen Liberalismus.
Arbeitsgebiete: Krause, C.F.G.; Fichte; Politische Philosophie (Liberalismus). 

DIEßELMANN, ANNA-LENA

Promoviert an der Universität Siegen in Sozialphilosophie und Politischer Kommunikation zu Ausnahmephänomenen und -zuständen. Schreibt über Politische Philosophie und Ethik und streitet als Aktivistin der Interventionistischen Linken.
annalenadi(at)yahoo.de

DIEBITZ, STEFAN

geboren 1957, freier Autor. Feuilletonistische und wissenschaftliche Arbeiten (Literaturwissenschaft, Philosophie, Kunst- und Kulturgeschichte), dazu vier Bücher: Seelenkleid. Beiträge zur Phänomenologie und Theorie von Angst und Scham (LIT-Verlag 2005); Glanz und Elend der Philosophie (Verlag der blaue Reiter 2007); Spiel und Widerspiel. Der Mensch in seiner Natur (Verlag der blaue Reiter 2009); Leonardos Entdeckung. Eine Philosophie des Ausdrucks (Graue Edition 2012).

DIETRICH, FRANK

Geb. 1967, 1988-1994 Studium der Fächer Politikwissenschaft, Philosophie und Recht an der Universität Duisburg, 1997-2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sozialwissenschaftlichen Institut der Universität Düsseldorf, 2000 Promotion im Fach Philosophie, wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Praktische Philosophie der Universität Leipzig, 
Arbeitsgebiet:  Rechtfertigung der Staatensezession

DIETRICH, JULIA

M.A. seit 2001 Koordination des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums am IntLeiterin des Arbeitsbereiches Ethik und Bildung am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen.
Arbeitsgebiet: Theorie ethischer Urteilsbildung und Argumentation, Angewandte Ethik, Didaktik der Ethik
julia.dietrich[at]uni-tuebingen.de


DIETTRICH, OLAF

Arbeitet bei der Generaldirektion für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft. Physiker. Vertritt eine evolutionäe Entwicklung wissenschaftlicher Theorien.
Arbeitsgebiet: Evolutionäre Erkenntnistheorie. Vertritt eine konstruktivistische Erweiterung der evolutionären Erkenntnistheorie. Der entscheidende Schritt besteht darin zu verlangen, daß nicht nur theoretische, sondern auch Beobachtungstereme sowie mathematische und logische Terme durch Handlungen im weiteren Sinn zu definieren sind.
http://www.vub.ac.be/CLEA/people/diettrich/
olaf.diettrich@skynet.be


DIETZ, SIMONE

geb. 1959, Schülerin von Herbert Schnädelbach, Studium der Philosophie, Politischen Wissenschaft und Informatik in Hamburg. 1985-1888 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Philosophischen Seminar der Universität Hamburg. 1991-92 Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft. Seit 1992 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Philosophie der Universität Rostock. Ab 2003 Professorin für Philosophie an der Universität Düsseldorf.

DIETZSCH, STEFFEN

geb. 1943, Studium der Philosophie Leipzig 1965-193, Diss. 1973, 1975-1991 Abt. phil.-hist. Editionen der Akademie der Wissenschaften Berlin, Habil. 1986, Prof. 1989, 1992/93 Institut für Philosophie Univ. Marburg, 1993-1998 Professor für praktische Philosophie an der Fernuniversität Hagen, seit 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Praktische Philosophie, Rechts- und Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 2006 stellvertretender geschäftlicher Direktor des Kondylis-Instituts für Kulturanalyse und Alterationsforschung, Hagen
Arbeitsgebiet: Deutscher Idealismus, Romantik, Gegenwartsphilosophie, philosophische Editionen.
http://www.iablis.de/vt/steffen_dietzsch.html

DISSE, JÖRG

Geboren 1959, Dr. phil., Dr. theol. habil., 1993-1996 Gastdozent für Philosophie an der Gregoriana in Rom, seit 2002 Professor für Religionsphilosophie und Fundamentaltheologie an der Philosophisch-Theologischen Fakultät Fulda.
Tritt auf der Grundlage eines kritischen Realismus für die  Unverzichtbarkeit der Metaphysik in der Philosophie ein
Arbeitsgebiete im Bereich der Philosophie: Metaphysik, phil.  Anthropologie, Religionsphilosophie, Philosophie des 19./20. Jahrhunderts
http://www.theologischefakultaetfulda.de/

DISSELBECK, KLAUS

Lehrer am Erasmus-Widmann-Gymnasium in Schwäbisch Hall, ist in der Lehrerfortbildung tätig, Fachleiter für Philosophie und Ethik in der Lehrerfortbildung und Lehrbeauftragter in der Lehrerausbildung am Studienseminar Stuttgart. Autor von Unterrichtsmaterial.

DISTLER, ANTON

geb. 1973, Studium der Philosophie an den Universitäten Zürich und Freiburg.
Arbeitsgebiet: Sartre

DODD, JAMES

Ass. Prof., Institute for Philosophy, New School University, New York, USA
Arbeitsgebiet: Husserl, Politische Philosophie des 20. Jahrhunderts

DÖLLING, EVELYN

Studium von Philosophie, Soziologie und Logik, Promotion und Habilitation in Logik an der Humboldt-Universität zu Berlin, Assistentim am Zentralinstitut für Philosophie an der Akademie der Wissenschaften, gegenwärtig Professorin für Semiotik an der Arbeitsstelle für Semiotik an der TU Berlin,
Vertritt eine analytische Philosophie, die - im Anschluss an Frege - an einer Analyse der Gedanken interessiert ist und vertritt - wie Searle - ein Primat der Philosophie des Geistes gegenüber der Philosophie der Sprache, eine "Philosophie des Gedankens" (Dt. Ztsch. für Phlilosophie, 8/1990)
Arbeitsgebiete: Semiotik, österreichische Philosophie- und Logikgeschichte.

DOERFLINGER, BERND

Geb. 1953, Staatsexamen 1980, ab 1983 wissen¬schaftlicher Angestellter und Lehrbeauftragter am Philosophischen Seminar Mainz, 1986 Promotion über Kant bei Gerhard Funke in Mainz, Habilitation, Professor für Philosophie in Trier und Leiter der dortigen Kant-Forschungsstelle.

DÖRING, DETMAR

Geboren 1957, stellvertretender Leiter des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung, Potsdam, radikalliberaler Publizist, gehört dem Redaktionsbeirat der Zeitschrift „ef. Eigentlich frei“ an.

DOERING, EBERHARD

Jahrgang 1954, studierte Philosophie, Germanistik und Pädagogik an den Universitäten Tübingen und Bonn. Promotion in Philosophie, Wissenschaftsjournalist. Freier Mitarbeiter am Feuiletton der NZZ, Aufsätze über Kant, He¬gel, Popper u.a. Schrieb eine leichtverständliche Einführung zu Popper.
1999 Gastprofessur für Philosophie und Politische Theorie an der Universität Riga.
Sein Zwillingsbruder ist der FDP-Vorsitzende von Baden-Württemberg, Walter Döring.

DOERING, SABINE

Sabine Döring hat in Göttingen studiert und dort auch 1997 promoviert. Ihre philosophischen Lehrer in Göttingen waren Julian NidaRümelin und Dieter Sturma, in Berkeley Bernard Williams und später dann Peter Goldie, mit dem sie nach wie vor zusammenarbeitet. Habilitiert hat sie sich 2005 an der Universität DuisburgEssen. Anschließend hat sie am Kings College in London und an der University of Manchester geforscht. Ihre Habilitationsschrift „Gründe und Gefühle“ wird demnächst in der Reihe „Ideen und Argumente“ bei de Gruyter erscheinen. Sabine Döring wurde als Nachfolgerin von Reiner Wimmer auf eine W3Professur für Praktische Philosophie an die Universität Tübingen berufen.

Zur Philosophie hat sie der Wunsch geführt, nicht selbstgerecht zu werden, mit Antworten nicht zu schnell zufrieden zu sein (wie sie dies bereits als Jugendliche bei Erwachsenen festgestellt hatte). Für sie zeichnet denn auch einen guten Philosophen aus, dass er bereit ist, seine Position in Frage zu stellen, sofern es dafür gute Gründe gibt. Gute Philosophie ist sie für sie in jedem Fall klare Philosophie. Sie schätzt es auch, wenn aus vorgegebenen Debatten ausgebrochen wird. Sie ordnet sich in die analytische Philosophie ein, in einem weiteren Sinne, so hat sie eine Arbeit über die Ästhetik Musils geschrieben.

Die wichtigsten Philosophen sind für sie Aristoteles und Kant; gearbeitet hat sie über die Theorie der praktischen Rationalität und Ethik, über Ästhetik und Philosophie des Geistes. Ein Schwerpunkt liegt in der Theorie der Emotionen. Sabine Döring will mittels der Theorie der Emotionen dem Problem nachzugehen, „wie wir uns selbst als rational handelnde Wesen in dem Sinne, dass wir unsere Handlungen durch Gründe bestimmen, verstehen“ können. Das klassische Modell, das auf der einen Seite nur arationale Wünsche und auf der anderen Seite rationale Überzeugungen kennt, greift für sie zu kurz. Sie will dagegen Emotionen in das Modell des praktischen Überlegens integrieren.

Langfristig möchte sie die Rolle der Wahrnehmung in der Ethik rehabilitieren. Dies soll auf dem Weg über Emotionen erfolgen. Sie will das Modell, in dem die ethische handelnde Person in einer Situation zu rechnen beginnen muss (etwa um etwas zu optimieren oder um einen Maximentest durchzuführen), verabschieden zugunsten einer Ethik, die zeigt, dass wir sehen können, was richtig ist.
Sie arbeitet an einem größeren VWProjekt „Kontrolle und Verantwortung“ mit, in dem es um die Grundlagen des Wollens geht. In den letzten Jahren arbeitete sie zudem an einem internationalen EUProjekt über „emotionoriented systems“, einem Grundlagenforschungsprojekt, in dem es um emotionsbasierte Systeme ging, um Systeme, die in der Lage sein sollen, menschliche Gefühle zu erkennen. Sie für dabei für die begriffliche („Sprechen die Computerwissenschaftler überhaupt über Emotionen?“) und ethische Fragen zuständig. Zudem arbeitet sie mit Peter Gouldie in einer EUEthikkommission mit. In Tübingen ist sie (wie ihr Vorgänger Wimmer) Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des „Interfakultären Zentrums für Ethik in den Wissenschaften“.

DOERNBERG, GESINE

Oberstudienrätin am Hannah-Arendt-Gymnasium Bavinghausen.
Texte u.a. zum Ethik-Unterricht
g.doernberg@t-online.de

DOHRN, DANIEL

Studium der Philosophie in München, 2001 Promotion über Kants Kritik der Urteilskraft, 2006 Habilitation über Descartes, 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philosophischen Institut in Aachen.
Arbeitsgebiete: Descartes, Kant, Fichte; Erkenntnistheorie.
http://www.philosophie.rwth-aachen.de/aw/cms/home/themen/theoretische_philosophie/mitarbeiter/~tjs/daniel_dohrn/?lang=de

DOMANDL, SEPPL

Dr. Dr. h.c. Paracelsus-Forscher in Salzburg. War 34 Jahre lang Generalsekretär
der Paracelsus-Gesellschaft
Texte: www.gbv.de/dms/bs/toc/026215284.pdf

DOMASCHKE, FRANZ

Geb. 1969, Dr. phil., lic. theol., 2005 Assistent am Lehrstuhl für Dogmatik und ökumenische Theologie der Universität München.
Arbeitsgebiet: Wittgenstein (Religion),  Toleranz (im Anschluss an Wittgenstein)

Themen von Religion und Glaube bei Wittgenstein unterliegen gänzlich entgegengesetzten Einschätzungen. Franz Dommaschke (München) ist dem auf dem Grund gegangen. Viele, zumeist theologisch inspirierte Interpreten übersehen, dass Wittgenstein Religion und Glaube in zweifacher Perspektive behandelt: neben der Perspektive einer philosophischen Auseinandersetzung in einem distanziert-objektiven Sinn tritt noch die Perspektive der persönlichen Auseinandersetzung. Angefangen von Wilhelm Baum bis hin zu Klaus von Stosch hat man die beiden Perspektiven vermengt und den vermeintlichen Gehalten der letzteren unter Rückgriff auf erstere elaboriert. Zudem übersieht man, dass Wittgenstein sich in zwei Perioden, 1914-1919 und 1937/38 intensiv und unterschiedlich mit der Religion auseinandersetzt. Man hat dann Aeusserungen aus einer Periode zu Ueberlegungen aus einer anderen Periode herangezogen – ohne sich des zeitlichen Unterschieds bewusst zu sein. Schliesslich wurde Wittgensteins Diktion, Ausrufe wie „Gott erleuchte mich“, „Gott helfe mir“ missverstanden und im herkömmlichen christlichen Sinn interpretiert. Nach Dommaschke, der ein mehrbändiges Werk über Wittgensteins Religion publiziert hat, ist vor allem James und Tolstoi für Wittgensteins Religionsverständnis massgebend. Bei Tolstoj fand es Wittgenstein überzeugend, wie die religiöse Botschaft der Evangelien im Sinne der ersten Stufe des intellektuellen Gehalts der Religion bei James, d.h. ohne die Annahme eines transzendenten Wesens reformuliert werden kann. Wittgensteins benutzte religiöse Sprache drückt das rational nicht rekonstruierbare und noch weniger rational aufzulösende Unbehagen aus, das nach James darin besteht, „that there ist something wrong about us we naturally stand“. Nach Domaschke ist Wittgensteins Zugang zur Religion originär und kann keiner der heute noch gängigen Theoriebildungen über Religion zugeordnet werden.
PJ 2/2008


DORCHAIN, CLAUDIA SIMONE

Studium der Philosophie in Freiburg und Saarbrücken, Promotion in Rostock über
Meister Eckhart, Post-Doc-Studie in Berlin über interreligiöse Gewalt.
Arbeitsgebiete: Neuplatonismus, Erkenntnistheorie, Religionsphilosophie. 

DORNBERG, MARTIN

1979-1987 Gleichzeitig Medizin- und Philosophiestudium an der Universität Freiburg, 1987 Promotion in Philosophie, 1987-1997 Assistenzarzt an den Krankenhäusern Waldshut und Freiburg, 1997 Promotion in Medizin, ab 1998 eigene Praxis für Psychsomantik und Psychotherapie in Freiburg, seit 1999 Leiter des Konsil-Liaisiondienstes, Lorettokrankenhaus Freiburg. Lehrbeauftragter für Philosophie an der Universität Freiburg.
http://www.philosophie.uni-freiburg.de/lehre/dozentenbios/dornberg.html
Arbeitsgebiete
: Philosophie des 20. Jahrhunderts, Philosophie des Körpers, Philosophie der Gefühle, Phänomenologie und Existenzphilosophie.

DORNER, LEO

Dr. phil., geb. 1947, Studium der Philosohie, Musikwissenschaft und Pädagogik an der Universität Wien und Komposition an der Hochschule für Musik und darstellenden Kunst Wien, 1974 Promotion, Unterrichtstätigkeit, wissenschaftlicher Dienst und Bibliotheksleitung an der Privatuniversität Linz.
http://www.leo-dorner.net/
Leo.Dorner@aon.at

DORNUF, STEFAN

Marxist, gehörte zum Kreis um die Lukács-Schüler Leo Kofler und Wolfgang Harich.
Umstrittener Autor, ihm wird Unsachlichkeit und Unredlichkeit vorgeworfen (im „Freitag“ vom 23.2.2001). Versucht den Stalinismus geschichtsphilosophisch zu rechtfertigen. Rezensent, Übersetzer und Herausgeber.

DORSCHEL, ANDREAS

geb. 1962, studierte Philosophie, Musikwissenschaft und Germanistik in Frankfurt und Wien. Magister Artium 1987, Promotion 1991, 1992-1994 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbe¬reich Philosophie, Frankfurt, 199497 Professur für Kulturwissenschaften in Dresden, 1997-2002 Lecturer an der University of East Anglia Norwich (England), Habilitation 2002 an der Universität Bern, seit 2002 Professor für Ästhetik an der Kunstuniversität Graz, Apel-Schüler
Schriftenverzeichnis:
http://www.kug.ac.at/iwf/pers/Schriftenverzeichnis/Schriftenverzeichnis/dorschel.htm
Angaben zur Person:
http://www.kug.ac.at/iwf/Internet%20WEF/Internet%20WEF/pers/lebensl.htm/lebdorschel.html

DORT-THOMALLA, YASMIN

Studium der Philosophie, Erziehungswissenschaften und Volkswirtschaft in Freiburg.
Lehrt an der Fakultät für Sozialwesen der dualen Hochschule in Villingen-Schwenningen.
Sie veranstaltet jährlich eine Philosophie-Woche in Inzigkofen. Gründung eines
Instituts für Philosophie und Sozialforschung in Horb.

DOYÉ, SABINE

Mitarbeiterin an der Universität Wuppertal. Vertritt eine feministische Philosophie.

DOYON, MAXIME

Postdoc an der McGill University, Montreal (2011).
Arbeitsgebiete: Derrida, Heidegger.
maxime.doyon(at)gmail.com

DRAKEN, KLAUS

Geb. 1959, Lehrer für Philosophie, Sozialwissenschaft und Musiker.
Mitglied der Gesellschaft für "sokratisches Philosophieren", unterrichtet als OStR an der Städtischen Gesamtschule Solingen Philosophie, Praktische Philosophie im Schulversuch, Sozialwissenschaften und Musik. Fachleiter für Philosophie am Studienseminar Wuppertal.
Klaus.Draken@gmx.de

DRECHSLER, CHRISTINA

wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie und Kunstwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg, Promotion zum Wandel der Dingwahrnehmung in Kunst und Philosophie (2016).

 

DREIER, VOLKER

Geb. 1958, Privatdozent, lehrt Soziologie und Politikwissenschaft an den Universitäten Jena und Stuttgart
Positionen: Rekonstruiert Machiavelli in wissenschaftstheoretischer Sicht.







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