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EDITORIAL / INHALT

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Jahrgang 2013 - Heft 3 / 2013

EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser,

Studentinnen sind in vielen Philosophie-Studiengängen gegenüber ihren männlichen Kommilitonen in der Mehrheit, und bei Berufungen wird bei gleicher Qualifikation Frauen der Vorzug gegeben – und doch sind es mehrheitlich Männer, die sich habilitieren und bei Berufungen bewerben. Auf Grund vieler Gesprächen mit angehenden Philosophinnen kommt Andrea Marlen Esser zu dem Befund: Viele Frauen fühlen sich von dem vorherrschenden, zu Aggressivität neigenden Diskussions- und Argumentationsstil abgestoßen und verzichten auf eine akademische Karriere. Esser schlägt vor, um das Interesse von Frauen an Karriere in der Philosophie zu fördern, andere Bereiche – etwa das Problembewusstsein und integrative Kommunika¬tionsformen – zu fördern (S. 131).

Wie man als Philosoph in der Öffentlichkeit Karriere machen kann, kann man am neue¬sten „shooting star“ (Teleopolis) der Philosophie. dem Bonner Gabriel Markus, beob¬achten, der gegenwärtig von Interview zu Interview reist und der mit seinem „neuen Realismus“ der deutschen Philosophie den Status zurückgeben will, den sie einst hatte. Wünschen wir ihm viel Glück, das er das auch erreichen mag – wenn auch eine gehörige Portion Skepsis angebracht ist; nicht zuletzt auch hinsichtlich der Frage, ob ihm seine Kollegen diesen medialen Erfolg auch gönnen mögen (siehe Seite 133.)

Ein Umbruch und eine Konzentration sind gegenwärtig in der Philosophie-Verlagsland¬schaft zu beobachten. Der vor allem in der analytischen Philosophie bekannte Ontos-Verlag stellt seine Tätigkeit ein und wird dem Verlag de Gruyter eingegliedert – und wie nun zu hören ist, geht auch der Berliner Akademie-Verlag mit seinen Ausgaben und der „Deutschen Zeitschrift für Philosophie“ an de Gruyter (siehe Seite 135).

Mit freundlichen Grüssen
Der Herausgeber: Peter Moser

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INHALT

ESSAY
Holm Tetens: Der Naturalismus: Das metaphysische Vorurteil unserer Zeit?; S. 8

BERICHT
Michael Esfeld: Naturphilosophie zwischen Empirismus und Rationalismus; S. 16

INTERVIEW
Das Recht der Freiheit. Daniela Zumpf im Gespräch mit Axel Honneth; S. 26

STELLUNGNAHMEN
Kann die Menschenwürde die Menschenrechte begründen? Stellungnahmen zu Dieter Birnbachers Ansatz; S. 30

POSITIONEN
Donna J. Haraway. Vorgestellt von Astrid Deuber-Mankowsky; S. 39

LESERBRIEFE; S. 44

FORSCHUNG – TRENDS – KONTROVERSEN
Eckart Förster rekonstruiert die 25 Jahre von 1781–1806; S. 50
War Kant antisemitisch?; S. 62
Wie muss man Nietzsche „richtig“ lesen?; S. 63
Heideggers Phänomenologie des Lebendigen; S. 66
Ansgar Seide stellt Theorien der epistemischen Rechtfertigung vor; S. 70
Thomas Nagel attackiert den Darwinismus; S. 75
Forschungsansätze zur Konstruktion des Lebendigen; S. 76
Martin Hartmann untersucht die Praxis des Vertrauens; S. 83
Holger Steinfath interpretiert Moral als eine natürliche soziale Praxis; S. 87

STUDIUM
Renate Huber: Konzepte für ein genussvolleres Studium der Philosophie; S. 90
Einführungen; S. 94
Lexika; S. 96
Kommentare; S. 96
Bildbände; S. 97

UNTERRICHT
Johannes Rohbeck: Experimentelle Philosophie und Philosophiedidaktik, S. 98
Berlin; S. 102
Zeitschrift für Didaktik der Philosophie; S. 102
Unterrichtsliteratur; S. 105

DOKUMENTATION
Deutschsprachige Philosophische Gesellschaften. Eine Übersicht; S. 106

UNIVERSITÄTEN
Philosophie in Bamberg: Christian Illies; S. 112
Philosophie in Hamburg: Benjamin Schnieder; S. 113
Philosophie in Kiel: Dirk Westerkamp ; S. 114

TAGUNGSKALENDER; S. 116

NACHRICHTEN AKTUELL
Universitäten; S. 123
Preise; S. 128
Personen; S. 130
Gesellschaften; S. 131
Zeitschriften; S. 132
Medien; S. 133
Verlage; S. 134

INTERVIEW
Was wird aus Ontos? Fragen an Gertrud Grünkorn; S. 135

ZEITSCHRIFTENSCHAU; S. 136

NEUERSCHEINUNGEN; S. 149

IMPRESSUM; S. 163




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