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Bruno-Ausgabe


Im Jahre 1958 erschien in Florenz die von Giovanni Aquilecchia besorgte Ausgabe des italienischen Werkes von Giordano Bruno. Der am 3. August 2001 verstorbene italienische Gelehrte Aquilecchia, der bis zu seiner Emeritierung an der Universität London lehrte, war eine Kapazität für die italienische Renaissance. Er hatte jahrelang an dieser Ausgabe gearbeitet, und sein Verdienst besteht u. a. auch darin, dass er das ganze Werk Brunos wieder zusammengebracht hat. Denn der Kerzenzieher wurde lange Zeit von dem philosophischen Werk Brunos getrennt gesehen. Demgegenüber trat Aquilecchia dafür ein, Brunos Werk als Ganzes und den Kerzenzieher als eine Art Ouvertüre zu dem philosophischen Werk zu sehen.

Auf der Grundlage der kritischen Ausgabe Aquilecchias entstanden bald eine Vielzahl von Übersetzungen, darunter solche ins Chinesische, Japanische und Portugiesische. Die bekannteste ist die Ausgabe, die ab 1993 in Paris bei Les Belles Lettres unter Leitung von Yves Hersant und Nuccio Ordine erschienen ist. Neben der Originalsprache bietet sie eine französische Übersetzung. Diese Ausgabe war bereits nach sechs Jahren vergriffen und wurde neu aufgelegt.

1998 initiierten die beiden Philosophieprofessoren Thomas Leinkauf und Wilhelm Schmidt-Biggemann eine „Deutsche Bruno-Arbeitsgruppe“. Ihr Ziel ist es, auf der Basis der philologisch maßgeblichen Edition von Aquilecchia eine zweisprachige (Originaltext und deutsche Übersetzung) Ausgabe der Werke Giordano Brunos herauszubringen. Dabei wurde der Ansatz von Aquilecchia, das Werk als Ganzes zu sehen, übernommen, auch mit dem Argument, dass sich die philosophischen Gedanken durch das ganze Werk Brunos hindurch ziehen.

Ein Grund für die Übersetzung ist, dass das Italienische der Originalausgabe selbst für diejenigen, die gut Italienisch lesen können, schwer zugänglich ist – Bruno hat eine manchmal komplizierte und auch besondere Syntax. Hinzu kommt, dass die vielen Andeutungen, mit denen Bruno spielt und die für das Verständnis wichtig sind, ohne Anmerkungen nicht verständlich sind. Denn Bruno lässt traditionelle Textformen hinter sich, er betritt die Bühne in den verschiedensten Maskierungen und Gewändern. Die deutschsprachige Ausgabe macht es nun möglich, diese Feinheiten zu erkennen. Zudem fehlte eine zeitgerechte deutschsprachige Ausgabe, die letzte hatte Ludwig Kuhlenbeck in den Jahren 1904-1909 im Eugen Diederichs Verlag herausgegeben. Diese Übersetzung enthält viele grobe Fehler, eigentlich arbeitet heute niemand mehr mit ihr.

Die Fritz Thyssen Stiftung hat die Editionsarbeit finanziert, und der Verlag Felix Meiner, bei dem bereits einzelne Texte Brunos in der „Philosophischen Bibliothek“ erschienen sind, betreut die Ausgabe verlegerisch. Sie umfasst in chronologischer Reihenfolge zunächst alle sieben, der Naturphilosophie und Erkenntnislehre, der Ethik, Religion und Politik gewidmeten Schriften, die Bruno in kurzer Zeit zwischen 1582 und 1585 in italienischer Sprache publiziert hat. Nach Möglichkeit sollen im Anschluss an die italienischen eine Auswahl der lateinischen Werke ediert werden. Für die Übersetzungen wurde zum Teil auf bereits vorliegende Einzelausgaben zurückgegriffen, während andere völlig neu angefertigt wurden. Der Verlag seinerseits hat für einen leserfreundlichen Satz gesorgt.

 

 


Jeder Band enthält eine ausführliche Einleitung, in der über Werk, Werkgenese und die Wirkungsgeschichte informiert wird, eine Bibliographie, Namen- und Sachregister sowie ein Glossar mit den Übersetzungsvarianten. Die einzelnen Bandbearbeiter haben dabei eine große Freiheit, sie sind nicht nur für den Text verantwortlich, sondern sie haben die Möglichkeit, in einer längeren Einleitung sozusagen ihre Position darzulegen. Der Kommentar ist vor allem (aber nicht nur) an der Philosophie Brunos orientiert. Damit ist die Kommentierung viel ausführlicher und genauer als diejenige der französischen Ausgabe bei Les Belles Lettres. Im italienischen Text ist neben der von Aquilecchia auch die Ausgabe Giovanni Gentiles, die in Italien weite Verbreitung gefunden hat, mit den entsprechenden Seitenzahlen notiert.

„Verknüpfen“, „Tolerieren“ und „Forschen“, so kann man die Leitlinien des Denkens Brunos charakterisieren: Verknüpfen in Form des Verbindens der verschiedenen Forschungsansätze und Themen; Tolerieren in Form von Konzessionen und Dialog, in Form des Eintretens für andere Kulturen und des Akzeptierens von Vielfältigkeit; Forschen, ohne zu behaupten, die Wahrheit bereits zu besitzen, sondern auf der Suche nach ihr zu sein, in der Überzeugung, sie finden zu können. Es ist dies, was Bruno für die Gegenwart interessant macht. Bruno ist der Prototyp dessen, der die Enge traditioneller Denkweisen hinter sich lässt und offen für das Neue ist, aber auch die Unerbittlichkeit der Mächtigen mit aller Härte zu spüren bekommt.

Bruno war aber auch ein Autor, der das Buch entdeckte, um neue Leserschichten für sich einzunehmen und, modern gesprochen, seine Person als „eigene Marke“ zu vermarkten. Dennoch war die heimliche Rezeption Brunos stets viel stärker als die öffentliche; Bruno galt immer auch als eine Art Geheimtipp für Freigeister, er wurde zu dem Autor des Antiklerikalismus.

Die einzelnen Bände der Ausgabe

Der Kerzenzieher
Candelaio Italienisch-Deutsch. Übersetzung, Einleitung und Kommentar von Sergius Kodera. Giordano Bruno Werke 1. Erscheint voraussichtlich 2008

Das Aschermittwochsmahl
La cena de le ceneri Italienisch-Deutsch. Auf der Grundlage der Übersetzung von Ferdinand Fellmann bearbeitet von Angelika Bönker-Vallon. Einleitung und Kommentar von Angelika Bönker-Vallon. Giordano Bruno Werke 2. Erscheint voraussichtlich 2008

Über die Ursache, das Prinzip und das Eine
De la causa, principio et uno. Italienisch-Deutsch. Übersetzung, Einleitung und Kommentar von Thomas Leinkauf. Giordano Bruno Werke 3. 2007. CXCII, 537 Seiten, Ln., Subs.-Preis € 128.00, einzeln € 148.—.

Über das Unendliche, das Universum und die Welten
De l'infinito, universo et mondi Italienisch-Deutsch. Übersetzung, Einleitung und Kommentar von Angelika Bönker-Vallon. Giordano Bruno Werke 4. 2007. CXLIII, 427 Seiten, Ln., Subs.-Preis € 98.00, einzeln € 114.00.

Austreibung des triumphierenden Tieres
Spaccio della bestia trionfante. Italienisch-Deutsch. Übersetzung, Einleitung und Kommentar von Elisabeth und Paul Richard Blum. Giordano Bruno Werke 5, auf Winter 2007 geplant.

Die Kabbala des pegaseischen Pferdes
Cabala del cavallo pegaseo. Italienisch-Deutsch. Auf der Grundlage der Übersetzung von Kai Neubauer bearbeitet von Sergius Kodera. Einleitung und Kommentar von Sergius Kodera. Giordano Bruno Werke 6. Erscheint voraussichtlich Ende 2007

Von den heroischen Leidenschaften
De gl'heroici furori. Italienisch-Deutsch. Auf der Grundlage der Übersetzung von Christiane Bachmeister bearbeitet von Maria Moog-Grünewald. Einleitung von Maria Moog-Grünewald, Kommentar von Eugenio Canone. Giordano Bruno Werke 7, in Vorbereitung, auf 2010 geplant.

Nach Abschluss der siebenbändigen Ausgabe, voraussichtlich 2010, soll eine Auswahl aus dem lateinischen Werk Brunos erarbeitet, werden. Diese italienischsprachigen Schriften bringen in jeweils unterschiedlicher Akzentuierung Brunos Grundideen einer Reform der Naturphilosophie und der Ethik zum Ausdruck.

Die bereits erschienenen Bände

Im Dialog De la causa, principio et uno, Giordano Brunos drittem erhaltenem italienischsprachige Werk ist, wie der Herausgeber Leinkauf in seiner Einleitung schreibt, das gesamte Werk in nuce enthalten, formuliert dieser doch die Grundgedanken von Brunos Naturphilosophie. Hier wird Brunos Metaphysik einer durchgreifenden Einheit der Wirklichkeit, die zum einen durch den Gedanken eines immanenten, zum anderen der eines transzendenten Einen bestimmt ist, dargestellt, einer Einheit, die in sich alle Vielheit vorgreifend aufhebt.

Bruno gibt hier erstmals einen Grundriss seiner Philosophie, seiner „filosofia nova“, und zwar in Form einer dialogischen Einführung, obwohl die Dialogform mehr und mehr einer mehr lehrbuchmäßigen Darstellung weicht. Bruno wird den Grundriss seines Denkens, den er hier präsentiert, später nicht mehr aufgegeben, sondern nur noch verändern. Im Dialog, so der Herausgeber, wird die grundsätzliche Spannung zwischen der Unerkennbarkeit und Unsagbarkeit des Einen, das alle Verschiedenheit aufhebt, und der durchgehenden Spannung eines ordo rerum, der eine unendliche Vielfalt des Verschiedenen repräsentiert, entwickelt.
Leider ist die Einleitung des Herausgebers in einer etwas komplizierten Diktion geschrieben. Umso mehr sticht dagegen die stilistisch gelungene Übersetzung des Textes hervor.

Im Dialog De l’infinito, Universo et Mondi trägt Bruno den Aufbau seines neuen Weltbildes vor und löst das traditionelle des Aristotelismus ab. Der erste und der zweite Dialog beinhalten die Zurückweisung der aristotelischen Physik und Meteorologie mit dem Argument einer Notwendigkeit der Unendlichkeit des Weltalls. Der dritte Dialog stellt den Gedanken der Einheit des Universums in den Vordergrund und kritisiert die herkömmliche Elementenlehre. Der vierte Dialog greift die Frage nach der Möglichkeit des Zusammenbestehens unendlich vieler Welten auf und erläutert das Zusammenspiel sämtlicher kosmischer Bewegungsabläufe auf der Grundlage eines universellen Ausgleichs der Gegensätze von Wärme und Kälte. Der fünfte und letzte Dialog rekapituliert die Ergebnisse, wobei nochmals die Positionen der aristotelischen Schrift Vom Himmel zurückgewiesen werden. Insgesamt ist Giordano Brunos De l’infinito, universo et mondi damit ein eindrucksvolles Dokument der Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte, in dem sich, so die Herausgeberin Angelika Bönker-Vallon, der epochale Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit manifestiert.


EDITH STEIN

Innerhalb der Edith Stein Gesamtausgabe ist die Schrift

Stein, Edith: Eine Untersuchung über den Staat. Einleitung, Bearbeitung und Anmerkungen von Ilona Riedel-Spangenberger. 134 S., Ln., € 29.—, 2006, Edith Stein Gesamtausgabe Band 7, Herder, Freiburg

erschienen. Sie zeigt, wie die Herausgeberin in der Einleitung ausführt, eine bislang wenig bekannte Stein während ihrer phänomenologischen Schaffensperiode. Den 1924 erstmals publizierte Text hat Edith Stein nach ihrer Assistentenzeit bei Husserl und der Verhinderung ihrer Habilitation in Freiburg bei ihren häufigen und oft monatelangen Aufenthalten im Haus des ihr nahestehenden Philosophenehepaares Hans Theodor Conrad und Hedwig Conrad-Martius erarbeitet. Die Arbeit bildet auch den Abschluss ihres rein philosophischen, noch nicht vom christlichen Glauben beeinflussten Werkes.

Aus heutiger Sicht ist die Arbeit schwer zugänglich. Edith Stein entwickelt darin eine Staatsrechtslehre, die sich einerseits am Rechtspositivismus ihrer Zeit orientiert und andererseits aus phänomenologischen Erwägungen einen eigenständigen Entwurf dar stellt, der aber weitgehend thetisch und bisweilen widersprüchlich erscheint. -Edith Stein hatte sich nach dem Ersten Weltkrieg für den demokratischen Neuanfang in Deutschland und für die Rechte der Frauen eingesetzt und in der „Deutschen Demokratischen Partei“ mitgewirkt. Wichtig waren ihr dabei der „Glauben an das Volk“, der „innere Friede“, die „volle soziale und politische Gerechtigkeit“ sowie eine „internationale Rechtsordnung für den Frieden der Menschheit“. Angesichts des Kampfes radikaler Interessengruppen sieht sie bald den Staat massiv gefährdet und letztlich zum Untergang bestimmt. Als Gegenmittel fordert sie eine einzige ausgebildete Staatstheorie als leitendes Ideal und einen durch das Recht geordneten Staat, in dem die Kraft der Vernunft zugunsten der Volksgemeinschaft zum Zug kommt.

Eine Untersuchung über den Staat gliedert sich in zwei ungleich lange Kapitel Die ontische Struktur des Staates und Der Staat unter Wertgesichtspunkten. In Anknüpfung an Aristoteles zeigt sich für Stein der spezifische Charakter des Staates in seiner „Souveränität“. Ihm kommt das Recht zu, allen Personen und Organisationen innerhalb seines Gebietes Weisungen zu geben. Auf diese Souveränität kann er nur durch „Selbsteinschränkung“, wie z.B. durch Anerkennung von Völkerrecht verzichten.

Stein sieht den Staat als soziales Gebilde, in das Menschen als freie Personen integriert sind und in dem eine Mehrheit von ihnen die anderen repräsentiert und regiert. Der Staat selbst ist für sie wertfrei, das Moralische weist sie den Personen zu. Aber sie sagt auch, der Staat müsse sich um seiner selbst willen dem Ethos des Volkes anpassen.

Der Jurist Ernst von Hippel hat kritisiert, Edith Stein gehe bei ihrem Versuch, „die Struktur des Staatlichen an sich aufzuweisen“ fehl, wenn sie dabei nur „die machia- vellistische Staatsauffassung der Neuzeit“ logisiere.



SCHELLING

Seit 1994 erscheinen bei Meiner in Hamburg Schellings „Philosophische Entwürfe und Tagebücher“, die von der Schelling-Forschungsstelle in Bremen ediert werden. Nun stellt der Verlag die Edition ein. Von den geplanten siebzehn Bänden, heißt es in der Begründung, seien seit 1994 lediglich vier Bände erschienen, und bei einer Bearbeitungszeit von vier Jahren pro Band sei „keine realistische Chance auf einen Abschluss des Projekts mehr gegeben“, zumal die Forschungsstelle gegenwärtig nur noch einen Mitarbeiter habe. Vorschläge zur Veränderung des editorischen Konzepts, die die Fertigstellung der Bände beschleunigt hätten, seien nicht akzeptiert worden. Aus diesem Grund gibt der Meiner-Verlag die verlegerische Betreuung des Projektes auf, bestehende Fortsetzungsbestellungen werden storniert, die bereits erschienenen Bände sind aber bis auf weiteres lieferbar. Auf eine entsprechende Anfrage der „Information Philosophie“, wie es nun weitergehen soll, hat die Schelling-Forschungsstelle noch nicht geantwortet.


ERNST BLOCH

Blochs Texte aus der Frankfurter Zeitung

Am 17. Dezember 1927 ist im Feuilleton der Frankfurter Zeitung unter dem Titel „Der unbemerkte Augenblick“ zu lesen: „Liebe auf den ersten Blick mag es geben, doch sonst lohnt es sich den meisten kaum, am Augenblick, der gerade zuckt und schon wieder fließt (wie sie selbst), ein Zeitgenosse zu sein.“ Gerade das aber ist des Autors Absicht: er will das Dunkel des gerade gelebten Augenblicks erhellen, meint er doch darin nicht nur flüchtig zuckende, kaum zu fassende Jetzt-Zeit zu erkennen, sondern die „Zuckung unserer eigenen Nähe und Unmittelbarkeit“ – er könnte unser „existentielles Jetzt, das Subjekt des Existierens schlechthin“ (S. 71) enthalten. Und Ernst Bloch gelingt es, in dem kurzen Artikel mit wenigen Worten zu umreißen, worum im Grunde sein ganzes Denken kreist.
„Der unbemerkte Augenblick“ ist – sieht man vom Vorabdruck eines Textes aus dem ‚Geist der Utopie’ ab, der bereits 1916 publiziert wurde – der erste von über 60 Artikeln, Essais und kleineren Aperçus, die zwischen 1927 und 1934 in der Frankfurter Zeitung erschienen sind. Unter derselben Überschrift hat Ralf Becker sie nun alle in einem zugänglich gemacht:

Ernst Bloch: Der unbemerkte Augenblick. Feuilletons für die Frankfurter Zeitung 1916-1934, herausgegeben von Ralf Becker, 398 S., € 28.—, 2007, Suhrkamp, Frankfurt

Das Spektrum der Texte ist fast so breit wie das Blochsche Werk selber: neben natur- und musikphilosophischen Betrachtungen, Kommentaren zum Zeitgeschehen, zu Märchen und Jugendbüchern (Über Karl Mays sämtliche Werke), Film und Kunst stehen Landschafts- und Städtebilder, eigene Kurzgeschichten und Anekdoten, Miniaturen des Alltagslebens der zwanziger Jahre. Das Thema des Titelessais allerdings beschäftigt Bloch fast durchgehend. Wirkliche, utopische Gegenwart, aufgeschlagenes Geheimnis des Lebens an jeder Stelle – das ist das Wohin und Wozu, das ihn umtreibt.

Ohne Weltwege keine Selbstbegegnung

„Das Auge, welches sieht, sieht sich noch nicht“, notiert er an anderer Stelle, als er eine merkwürdige Selbstzeichnung des Physikers Ernst Mach kommentiert. Dieser hatte sich portraitiert, wie er sich im Stuhl sitzend sieht: als Ohnekopf. Was für Bloch bedeutet: „der Mensch, der die Geschichte heraussetzt, setzt sich selber noch nicht heraus“ (S. 357). Das zeigt, dass Blochs Suche keine weltlose Innerlichkeit im Sinne hat, wenn sie nach dem „Kern des Existierens“, dem „Treibenden“ in uns forscht. „Dass unser Grundsein... nicht stimmt“, ist durch keine Versenkung in sich selbst zu beheben. Es ist mit gesellschaftlicher Arbeit verbunden „herauszubringen“, was noch nicht da ist, das Subjekt zu objektivieren. „Erst getane Arbeit gebiert uns auch richtig, schafft das Gift des nicht Gekochtseins und nicht Haltbaren aus uns heraus.“ Allerdings insistiert Bloch darauf: „Keine Arbeit war dazu noch die rechte“ (S. 165f).

Das „Wirklichmachen von uns eingekellerten Menschen“ (S. 222) stößt auf ideologische und gesellschaftliche Schranken, insbesondere auf die Hohlheit und „das ungeheure Lebensfalsifikat unserer kapitalistisch-mechanischen Welt“ (S. 80). Darum ist für Bloch politische Zeit-Genossenschaft unabdingbar, Sozialismus als „bewusste Geschichtserzeugung“ (S. 95) bildet ihm dafür den Referenzrahmen. So formuliert er im Titel-Essay: „Mit sich übereinstimmende Tat, arbeitendes Bewusstsein seiner Person-, Klassen- und Weltlage sind die Mittel, um Gegenwart als Geschichte und Geschichte als immer noch zukünftiges… Experiment an unserer ‚Gegenwart’ zu fassen“ (S. 75).

Georg Lukács’‚Geschichte und Klassenbewusstsein’, das für Blochs Marxismus-Rezeption eine Schlüsselrolle gespielt hat, klingt in diesen Formulierungen deutlich an. Allerdings sind auch die Differenzen zum ungarischen Freund unübersehbar. Anders als dieser beschränkt er sich nicht auf die Identifizierung eines geschichtsmächtigen gesellschaftlichen Subjekts. Er scheut sich nicht, spekulativ in andere Sphären vorzudringen und selbst in der außermenschlichen Natur jenen Kräften nachzuspüren, die ein mögliches „dunkles ‚Natursubjekt’ an der Arbeit“ (S. 113) zeigen, wie hypothetisch und rätselhaft auch immer. Denn es gibt „viele Kammern im Welthaus“, nicht nur jene, zu denen die vorhandenen Schlüssel abstrakt-wissenschaftlicher Rationalität passen. Den Inhalten, die „im männlichen, bürgerlichen, kirchlichen Begriffssystem keinen Platz haben“, sucht Bloch darum zumindest metaphorisch, unter Anleihen aus Kunst, Religion, Märchen und Mythen, eine vorläufige Heimat zu geben, bis sie in einer konkreteren Vernunft dereinst zugänglich würden.

Das Ganze aber ist auch ihm „völlig im Nebel“. „Der Weltodysseus ist nicht nur der Philosophie, sondern damit sich selber unbekannt, heißt noch Niemand oder Subjekt ohne Gesicht…sein Ithaka liegt unter dem Horizont“ (S. 128ff). Für viele Interpreten, darunter Jürgen Habermas, denkt Bloch hier freilich allzu sehr in den Bahnen des deutschen Idealismus, namentlich Schellings. Und in der Tat setzt er diesem Philosophen in seinem letzten Artikel für die Frankfurter Zeitung, der vom Grabmal Schellings in Bad Ragaz handelt, selber noch ein Denkmal. Bei aller Abgrenzung fühlt Bloch sich diesem Denker seelenverwandt. Er vermerkt, dass Schelling den frühen Tod Karolines nie überwunden habe (genauso hat Bloch seiner ersten Frau Else, die 1921 starb, zeitlebens gedacht). Und wie das „verglimmte Genie“ Schellings, als er zehn Jahr nach Hegels Tod auf dessen Lehrstuhl nach Berlin berufen wurde, wieder aufleuchtete, so lebte auch Bloch auf, als er rund hundert Jahre später, bereits im Pensionsalter, in Leipzig noch einen Lehrstuhl erhielt. Beiden schließlich erging es dabei nicht unähnlich: Befremden und Ablehnung lösten ihre – inhaltlich durchaus nicht zu verwechselnden – religionsphilosophischen und kosmologischen Gedankengänge aus.

Was Bloch angeht, so ist allerdings zu bedenken, dass er, zumindest in den hier vorliegenden Texten, eher der Mikro- als der Makrohistorie sich zuwendet und den Problemen des unmittelbaren Nähedunkels und der Zeit den Vorzug gibt vor denen des kosmischen Raums und seiner anhaltenden Fremdheit. „Im Kleinen, Winzigen geht oft noch am genauesten das Herz des Existierens auf, das hat schon in der Art, wie diese Pfeife da liegen mag, die Instanz seines Schlags“ (S. 130). Diesen Instanzen gehen die meisten der Begebenheiten und Geschichten nach, die er sammelt und erzählt. Und wie in den ‚Spuren’, deren erste Ausgabe 1930 erscheint, handelt es sich hier nicht um Beispiele, die vordem Gedachtes zu veranschaulichen hätten. Das Gegenteil ist der Fall: Unstimmiges, Unkonstruierbares gibt zu denken, „Falltüren in der Welt“, wie sie besteht, „Orte, an denen die gewohnte Wirklichkeit ihren Boden verliert“ (S. 126) lassen Blicke erhaschen in Ungedachtes, Unerschienenes, liefern Stoff und Anlass für „Geist der sich erst bildet“ (S. 197).

Nicht wenige der erzählten Fälle sind Spukgeschichten, in denen etwas umgeht, was nicht zu begreifen ist. Andere handeln von verzauberten Dingen, die zu Platzhaltern eines besseren Lebens werden. Musik vor allem ist für Bloch „Inventio dessen .., was fehlt, was im Gefühl des Fehlende stärkt und bestärkt, was – in immer noch keimender Sprache – das Fehlende ausspricht“ (S. 335). Aber es ist nicht nur die hohe Kunst, sondern genauso die scheinbar triviale, in der Bloch fündig wird. Jahrmarkt, Kitsch und Kolportageromane werden zu Zeugen gegen eine trostlose Wirklichkeit. Sie enthalten „lauter große Augenblicke, zu denen man nie kommt, sie erlebt zu haben“ (S. 218), halten so gleichzeitig den Traum wach, der übers schlecht gerichtete Dasein hinausdenken lässt. „Der Jahrmarkt erweist eine Traumkraft des Volks gegen den Alltag… mindestens setzt sie eine verzauberte Welt, das Dasein in Buden verwandelt, mit dem sonst überall vermissten Kuriosum dahinter“ (S. 342).

Aus demselben Grund bricht Bloch eine Lanze für die Rehabilitation Karl Mays, der in derselben Frankfurter Zeitung als Lügner entlarvt worden war, da er gar nie bei Indianern oder Arabern gewesen wäre: „ein sehnsüchtiger Spießbürger, der selbst ein Junge war, durchstieß den sächsischen Muff seiner Zeit. .. Fast alles ist nach außen gebrachter Traum der unterdrückten Kreatur, die großes Leben haben will“ (S. 136). „Gäbe es ein richtiges soziales Leben, so gäbe es keine so wilden und sehnsüchtigen Jugendbücher“, schreibt er in ‚Wildwest an Weihnacht’. Ebenso gilt jedoch: „Gäbe es in der Jugend nicht so viel ungeregeltes Wildwest und Mythologie, so gäbe es nicht so viel Fortsetzung davon in Soldatenspielen, Krieg an sich, Hakenkreuz“ (S. 221f). Kritisches Durchleuchten dieser Motive und Antriebe ist darum nötig, allerdings eines, das die Sehnsucht darin nicht mit den Irrlichtern und dem faschistischen Betrug gleichsetzt und damit erledigt glaubt. (Im zur gleichen Zeit verfassten Buch ‚Erbschaft dieser Zeit’ widmet sich Bloch dieser Aufgabe und unterzieht die Kultur der zwanziger Jahre einer scharfsinnigen ideologiekritischen Analyse).

Was also das Dunkel des Alltagslebens ein wenig erhellt, ist eher „Licht aus Räuberherbergen“ als „Kirchenlicht“ (S. 96). Doch gerade mit seinem Blick für plebejische Traditionen und ihre Traumlichter legt Bloch eine Bahn für religiös genährte Utopien wie die vom „Reich“ oder Erdmythen, die den Linken ein Gräuel waren, den Nazis hingegen als Futter dienten. In einem im November 1930 erschienenen Beitrag „Zum ‚Dritten Reich’“ warnt Bloch eindringlich: „Die Marxisten halten in Primitive und Utopie keine Wacht und die Nationalsozialisten haben ihre Verführung daran… Man hat die Hölle wie den Himmel, die Berserker wie die Theologie kampflos der Reaktion überlassen“ (S. 218).

Noch in den beiden Folgejahren konnte Bloch zahlreiche Feuilletons in der Frankfurter Zeitung unterbringen. Doch spätestens mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler wurde es schwieriger Klartext zu reden. Aus dem Zürcher Exil – Bloch war am 14. März 1933 in die Schweiz geflohen – schickt er, teils unter Verwendung von Pseudonymen, der Redaktion noch einige Manuskripte. Denn gerade in diesem liberal-bürgerlichen Blatt würde, so hatte man ihm aus Deutschland mitgeteilt, dauernd zwischen den Zeilen gelesen. So schreibt er eine Geschichte der Folter, die hauptsächlich von Hexenprozessen handelt. Und im Rahmen eines Artikels über Wagner erwähnt er, eine szenische Bemerkung im ‚Rheingold’ schreibe vor: „Roter Schein aus der Tiefe“. Ja, er wird noch deutlicher: „Heute rot, morgen tot. Das gefiele den Aufsehern sehr, die wir haben“ (S. 289f).

Aufsätze, notiert Bloch selber, veralten wie Brötchen, die offen liegen. Die Buchform jedoch erhalte „den Gedankeninhalt frisch wie im Kühlschrank, oft auch wie in Katakomben, deren trockene Luft die beigesetzten Leichen wenigstens als Mumien erhält“ (S. 239). Die hier vorliegenden Texte sind jedoch keineswegs mumifiziert. Frisch wirken sie wohl nicht der Buchform wegen, sondern deshalb, weil es sich um Erstfassungen handelt, die eben der Feder des Autors entsprangen und den aktuellen Eingriff ins Zeitgeschehen noch verraten. Fünfzig der insgesamt dreiundsechzig Texte hat Bloch später in die Gesamtausgabe übernommen. Das aber heißt in den meisten Fällen, dass er sie weiter bearbeitet und oft grundlegend verändert hat. Die Edition enthält neben Angaben über die Umstände der Entstehung auch solche zum Grad der Überarbeitung und dem Ort in der Ausgabe letzter Hand. Zumeist handelt es sich dabei um die ‚Literarischen Aufsätze’ (Band 9), aber auch um Vorabdrucke oder Vorfassungen von Texten, die in den ‚Spuren’ (1930) oder in ‚Erbschaft dieser Zeit’ (1935) erschienen. Die Erstausgaben dieser beiden Werke weichen ebenfalls erheblich von ihrer späteren Fassung in der Gesamtausgabe ab.

Dreizehn der Feuilletons hat Bloch gar nicht mehr aufgenommen, zum Teil sind sie 1997 in der Auswahlsammlung von Gert Ueding („Fabelnd denken. Essayistische Texte aus der ‚Frankfurter Zeitung’) enthalten. Was aber die Neuedition von Ralf Becker nebst der kundigen Einführung und sorgfältigen Edition auszeichnet, ist, dass sie sechs Neufunde präsentiert, darunter die oben erwähnten Texte „Der unbemerkte Augenblick“, „Selbstporträt ohne Spiegel“ und „Am Grabmal Schellings“. Vor allem aber vermittelt das Buch einen guten Einstieg in das Blochsche Denken. Wer statt der philosophischen Gebirge des „Prinzip Hoffnung“ oder des „Materialismusproblems“ oder der zerklüfteten Täler des „Geist der Utopie“ einen weniger steilen Einstieg in die Blochsche Denklandschaft sucht, wird hier fündig. Das Buch lässt nicht zuletzt einen philosophischen Schriftsteller entdecken, der packend zu erzählen weiß, und dies in einem Stil, der sich vom expressionistischen Frühwerk ebenso unterscheidet wie von dem sehr verknappten Altersstil der sechziger und siebziger Jahre.
Beat Dietschy, Bern


PAUL RICOEUR

Woher kommt und worin besteht das Böse? Was ist die „Herausforderung für Philosophie und Theologie“? Ricoeur beginnt seinen kurzen und dichten Essay

Paul Ricoeur: Das Böse – Eine Herausforderung für Philosophie und Theologie. Aus dem Französischen von Laurent Karels, mit einem Vorwort von Pierre Bühler, 61 S., € 11.80, 2006, Theologischer Verlag, Zürich

mit einer Phänomenologie, in deren Zentrum er die verschiedenen Erfahrungsweisen des Bösen stellt. Sodann zeichnet er die Diskursebenen des Denkens über das Böse nach. Sie enden jedes Mal in einer Aporie, weil sie keinen Platz für die Figur des ‚leidenden Gerechten’ finden. Deshalb formuliert Ricoeur im dritten Teil eine Antwort auf der Ebene des Handelns und Fühlens.

Der Begriff des Bösen umfasst so scheinbar gegensätzliche Phänomene wie Sünde und Leiden, und zunächst betont Ricoeur auch deren grundsätzliche Verschiedenheit. In der Sünde begegnet uns das moralisch Böse in Gestalt eines von einem Menschen begangenen Übels, das Gegenstand der Anklage und des Tadels ist. Der Mensch zeigt sich hier als Übeltäter, der Strafe verdient. Dagegen ist er im Leiden ein Opfer, das Grund zur Klage hat. Das Leiden widerfährt dem Menschen und Ricoeur bemerkt eine „erstaunliche Vielfalt“ seiner Ursachen, wie Krankheit, Tod oder eine feindliche Natur.

Ist diese Contraposition erreicht, wird jedoch deutlich, dass beide Phänomene in einem gemeinsamen „niemals völlig entmythisierten“ Grund wurzeln. So ist einerseits Strafe ein auferlegtes Leiden, und andererseits ist eine der Hauptursachen menschlichen Leids die Sünde, namentlich in Form von Gewalt. Mehr noch: Für Ricoeur kommen wir dem Rätsel des Bösen näher, „wenn wir ahnen, dass Sünde, Leiden und Tod auf verschiedene Weise dasselbe ausdrücken: das menschliche Dasein in seiner Tiefe und Ganzheit“. Der Sünder macht im Innersten der Schuld die „verworrene und stumme Erfahrung“, selbst Opfer zu sein. Den Klagenden aber kann das Gefühl überkommen, womöglich Schuld auf sich geladen zu haben und dass sein Leiden mithin verdient ist. So steht der Mensch wie zwischen zwei Spiegeln, die sein Täter- und Opfersein ins Unendliche vervielfachen und unauflöslich ineinander verschränken. Offenbar wird die ganze Rätselhaftigkeit des Bösen.

Philosophie und Theologie haben oft versucht, dem Bösen mit einer Art des Denkens zu begegnen, das sich, so Ricoeur, „den Forderungen logischer Kohärenz (...), das heißt dem Gesetz der Widerspruchsfreiheit und der systematischen Totalität“ unterwirft. Diese rationale Theologie, die in ihrem Kern oft genug eine Apologie Gottes ist, hat freilich Entwicklungsstadien durchlaufen. Sie beleuchtet Ricoeur im zweiten Abschnitt seines Essays über die Diskursebenen näher.
Ihren Ursprung verortet Ricoeur in den vielgestaltigen Mythen, die als erste Erklärungsmodelle dafür anboten, wie das Böse in die Welt kam und ihm zugleich einen Platz in deren Ordnung zuwiesen. Sie vermögen es, die Spannung zwischen ihrer ordnungstiftenden Funktion und den in ihnen vorkommenden „Ambivalenzen und Paradoxien“ auszuhalten, jedoch nicht, sie zu lösen. Diesen Versuch unternahm fortan die rationale Theologie mit den Mitteln der Argumentation. Zuerst im Stadium der Weisheit, das sich der Frage widmete ‚Warum widerfährt gerade mir Böses?’. Die Antwort fand es im Konzept der Vergeltung, das das Leiden als Ausdruck der Strafe für „eine individuelle oder kollektive, bewusste oder unbewusste Verfehlung“ sieht. Das heißt für Ricoeur, dass es das individuelle Leid zunächst ernst nahm, es jedoch sogleich auf eine höhere Ebene transferierte und damit wieder dem Zugriff des Einzelnen entzog. Exemplarisch deutlich wird das in der Erzählung um Hiob. In seiner Gestalt des ‚leidenden Gerechten’, der sich überzeugt weiß, keine Sünde begangen zu haben, findet Ricoeur die zentrale Herausforderung, an der sich alle Denkarbeit über das Böse messen lassen muss. Für Ri- coeur ist klar, auch die folgenden Stadien verfeinern und bereichern die Argumente, eine zufrieden stellende Antwort auf Hiobs Klage finden sie nicht.

Muss nun der Versuch der rationalen Theologie, das Böse restlos erklären zu wollen, als gescheitertes Unterfangen betrachtet werden? Gemessen an deren eigenen Ansprüchen lautet Ricoeurs Antwort ‚ja’ – wenn auch auf höchstem Niveau. Allerdings war deshalb nicht alle Arbeit umsonst. Wenn er fragt, ob „... die Weisheit nicht darin [besteht], den aporetischen Charakter des Denkens über das Böse anzuerkennen, der gerade durch die Bemühung errungen wird, weiter und anders zu denken“, so deutet Ricoeur den Ebenenwechsel bereits an. Für ihn liegt der Wert des Denkens darin, dass es sich im Moment der Anerkennung seiner Vergeblichkeit – nicht Nutzlosigkeit! – im „praktischen Kampf gegen das Böse“ und in der individuellen Trauerarbeit fruchtbar machen lässt. Im dritten Abschnitt versucht Ricoeur aufzuzeigen, dass die klagenden Fragen nach dem ‚Warum’ und ‚Woher’ des Übels vielleicht nicht beantwortet werden können, dass der Mensch es jedoch vermag, seine Existenz trotz des Bösen zu bejahen und ihm eine Antwort handelnd und fühlend entgegenzusetzen.

Paul Ricoeur vermag es, auf nur wenigen Seiten die Rätselhaftigkeit des Bösen luzide werden zu lassen und das darob entspringende Denken philosophiegeschichtlich und hinsichtlich einiger seiner hervorstechendsten Argumente kritisch zu beleuchten. Mehr noch, er überführt es in überzeugender Art und Weise auf Ebenen, die aus „abstrakter Verstandesarbeit ... ganz konkrete Lebensarbeit“ machen, wie Pierre Bühler in seinem Vorwort schreibt.
Joris Denzin, Berlin





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