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Kongresse

21.01.2017 Druckversion  |  Schrift: vergrößern verkleinern 

Hegelkongress 2017 "Zweite Natur"

Hegelkongress 2017 – „Zweite Natur“

14 – 17 Juni 2017
Rathaus Stuttgart

 

Im Juni 2017 findet wie alle sechs Jahre der Kongress der Internationalen Hegelvereinigung im Stuttgarter Rathaus statt. 2017 steht er unter dem Thema „Zweite Natur“. Interessierte können sich auf unserer Mailingliste anmelden um mehr Informationen zu erhalten (max. 4-5 E-Mails vor dem Kongress) oder uns auf Twitter folgen.

 

Mitwirkende:

  • Prof. Dr. Etienne Balibar (Paris Ouest Nanterre/Columbia University/Kingston University)
  • Prof. Dr. Frédéric Brahami (EHESS Paris)
  • Werner Bohleber (Psychoanalytiker Frankfurt)
  • Prof. Dr. Philippe Büttgen (Paris I, Sorbonne)
  • Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène (Université Rennes)
  • Prof. Dr. Katerina Deligiorgi (University of Sussex)
  • Prof. Dr. Christophe Desjours (CNAM, Paris)
  • Prof. Dr. John Dupre (University of Essex)
  • Prof. Dr. Dina Emundts (Universität Konstanz)
  • Prof. Dr. Günther Gebauer (FU Berlin)
  • Prof. Dr. Carl-Friedrich Gethman (Universität Duisburg-Essen)
  • Prof. Dr. Terry Pinkard (Georgetown University)
  • Prof. Dr. em. Jürgen Habermas (Goethe Universität Frankfurt)
  • Prof. Dr. Claude Habib (Université Sorbonne Nouvelle, Paris)
  • Prof. Dr. Gunnar Hindrichs (Universität Basel)
  • Prof. Dr. Axel Honneth (Columbia University)
  • Prof. Dr. Christoph Horn (Universität Bonn)
  • Prof. Dr. em. Rolf-Peter Horstmann (Humboldt-Universität Berlin)
  • Prof. Dr. Rahel Jaeggi (HU Berlin)
  • Prof. Dr. Bruno Karsenti (EHESS Paris)
  • Prof. Dr. Andrea Kern (Universität Leipzig)
  • PD Thomas Khurana (Goethe Universität Frankfurt)
  • Prof. Dr. Charles Larmore (Brown University Providence)
  • Prof. Dr. Christophe Litwin (University of California at Irvine)
  • Prof. Dr. Béatrice Longuenesse (New York University)
  • Prof. Dr. Hendrik Lorenz (Princeton University)
  • Prof. Dr. Catherine Malabou (Kingston University London)
  • Prof. Dr. Pierre Manent (EHESS Paris)
  • Prof. Dr. Oliver Marchart (Universität Wien)
  • Prof. Dr. John McDowell (University of Pittsburgh)
  • Prof. Dr. Francesca Menegoni (Universität Padua)
  • Prof. Dr. Christoph Menke (Goethe Universität Frankfurt)
  • Prof. Dr. Stefan Möbius (Universität Graz)
  • Prof. Dr. Frederick Neuhouser (Columbia University New York)
  • Prof. Dr. Roberto Nigri (Universität Lüneburg)
  • Prof. Dr. Dirk Quadflieg (Universität Leipzig)
  • Prof. Dr. Michael Quante (Universität Münster)
  • Dr. Julia Peters (Universität Tübingen)
  • Prof. Dr. Christoph Rapp (Ludwig-Maximilians-Universität München )
  • Prof. Dr. Siegbert Rehberg (Universität Dresden)
  • Prof. Dr. Sebastian Rödl (Universität Leipzig)
  • Prof. Dr. Martin Saar (Universität Leipzig)
  • Prof. Dr. Birgitt Sandkaulen (Ruhr Universität Bochum – Hegelarchiv)
  • Prof. Dr. Erhart Schüttpelz (Universität Siegen)
  • Prof. Dr. Oliver Scholz (Universität Münster)
  • Prof. Dr. Ludwig Siep (Universität Münster)
  • Prof. Dr. Dominik Scott (University of Oxford)
  • Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer (Universität Leipzig)
  • Prof. Dr. Joel Whitebook (Columbia University New York)

Call for Abstracts

Call for Abstracts – Foren freier Vorträge auf dem Internationalen Hegelkongress 2017: “Zweite Natur”

In 2017 veranstaltet die Internationale Hegelvereinigung wieder ihren sechsjährlichen Kongress in Stuttgart mit über 50 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Diese werden gemeinsam ein zentrales Thema diskutieren, das die Philosophie Hegels in Dialog mit gegenwärtigen Debatten bringt, um – ganz im Sinne Hegels – “ihre Zeit in Gedanken zu fassen”. 2017 lautet das Kongressthema “Zweite Natur”. Mehr Informationen über den Kongress und eine vorläufige Liste der Vortragenden ist unter  https://hegelvereinigung.org/kongress2017/ zu finden.

Der Begriff der zweiten Natur, den Hegel aus der antiken Philosophie aufgreift, zielt darauf ab, eine irreführende Entgegensetzung von Natur und Freiheit zu vermeiden. Hegel begreift das Wesen der menschlichen Freiheit in einer Weise, die anerkennt, dass freies Handeln nur möglich ist, weil menschliche Wesen von ihrer Natur aus dazu in der Lage sind, eine zweite Natur zu entwickeln – das heißt, ihre natürlichen Anlagen so durch Teilnahme an einem sittlichen Ganzen zu entwickeln und in ein neues Verhältnis zu sich zu bringen, dass individuelle und kollektive Selbstbestimmung möglich wird. In der Philosophie nach Hegel, wird diese Idee in drei unterschiedlichen Traditionen weiterentwickelt. Im Marxismus erhält die Idee einer zweiten Natur eine kritische Ausrichtung, soweit sie auf die quasi-natürliche Objektivität von sozialer Unfreiheit und Herrschaft in kapitalistischen Gesellschaften verweist. In der modernen Moralphilosophie wird der Begriff der zweiten Natur dazu verwendet, um die Rolle von durch Gewohnheit entwickelten Fähigkeiten zu begreifen, die es uns erlauben, moralisch relevante Gesichtspunkte zu erkennen. Schließlich verwenden viele Philosophen und Philosophinnen den Begriff heute dazu, um zu begreifen, wie natürliche Grundlagen des menschlichen Lebens in die Gesellschaft hineinragen. Darüber hinaus spielt der Begriff der zweiten Natur eine produktive Rolle in Debatten zur Willensfreiheit, in der sozialen und politischen Philosophie, in der Kritischen Theorie, in der Ästhetik, der Soziologie, den Religionswissenschaften, der Kulturanthropologie und der Psychoanalyse.

Die Internationale Hegelvereinigung fordert Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (die ihre Promotion in den letzten zehn Jahren abgeschlossen haben) dazu auf, Abstracts für drei Foren freier Vorträge einzureichen, die durch Prof. Rolf-Peter Horstmann, Prof. Gunnar Hindrichs und Prof. Francesca Menegoni moderiert werden. Beiträge zu allen Aspekten von Hegels Begriff der zweiten Natur können eingereicht werden. Besonders willkommen sind Einsendungen, die Hegels Theorie in den Dialog mit aktuellen Debatten bringen.

Wir bitten um die Einreichung eines Abstracts von nicht mehr als 2.000 Wörtern an kongress2017@hegelvereinigung.org bis zum 1. März 2017. Abstracts können in den Konferenzsprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch eingereicht werden. Die Themen sollten für einen Vortrag von 25 Minuten geeignet sein. Die Entscheidung über die Annahme wird bis zum 15. April 2017 getroffen werden. Wir bitten um die Einreichung eines Dokuments, das für anonyme Begutachtung geeignet ist, zusammen mit einem separaten Dokument mit Kontaktinformationen.







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