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02 2017

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Jahrgang 2017 - Heft 2 / 2017

EDITORIAL
 
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
Die „Allgemeine Deutsche Gesellschaft für Philosophie“, die Vorgängergesellschaft der  jetzigen „Deutschen Gesellschaft für Philosophie“, verstand sich als Dachgesellschaft der verschiedenen philosophischen Gesellschaften. Als die Philosophie um ihre Stellung an den Universitäten kämpfen muss, verstand sich die nach dem Zusammenbruch der DDR umbenannte Gesellschaft vermehrt als wissenschaftliche universitäre Gesellschaft ab. Trotzdem heißt es in der gültigen Satzung aus dem Jahr 2002 immer noch, sie verstehe sich als Organisation „für das gesamte philosophische Leben in Deutschland“ – dieses beschränkt sich jedoch keinesfalls auf die philosophischen Seminare, wird doch ein Großteil der philosophischen Publikationen von Personen außerhalb dieser Seminare geschrieben (was nicht heißt, dass diese das Fach nicht studiert hätten). Nun will sich laut aktuellem Rundbrief die Gesellschaft ihnen gegenüber wieder öffnen, sie an den Ergebnissen der universitären Forschung teilhaben lassen und „ihnen in der Klärung und Beant­wortung derjenigen Fragen zur Verfügung“ stehen, „von denen die Zeit besonders stark bewegt wird.“
 
Die Zahl der Mitglieder der Gesellschaft ist in den letzten Jahren stark gestiegen, und die Gesellschaft will dem Rechnung tragen, sich öffnen und den Vorstand um zwölf „Beisitzende“ erweitern (siehe 130 f.), darunter je  einer aus den  Studenten, den Privatdozenten und der Lehrerschaft, die andern neun sind Professoren. Pikant hierbei: die Philosophie wird damit noch stärker auf die universitäre Philosophie festgeschrieben und das, was in den gegenwärtigen universitären Diskurs nicht passt, wird gleichsam ausgeschieden. Dabei kamen in der Philosophie immer viele Anstöße von Personen außerhalb der Universität.
Mit freundlichen Grüßen
 
Der Herausgeber, Peter Moser
 
 
INHALT
 
ESSAY
Véronique Zanetti: Zur  (Un-)Gerechtigkeit des Krieges. Einige systematische Überlegungen; S. 8
 
BERICHT
Fremdverstehen und Fremdbewerten. Karsten R. Stueber zur epistemischen und moralischen Relevanz der Empathie; S. 18
 
STELLUNGNAHMEN
Was leistet die Begriffsanalyse? Stellungnahmen von Gottfried Gabriel, Joachim Horvath, Christoph Schamberger und Frieder Vogelmann; S. 36
 
POSITIONEN
Denker der Linken. Tarkan Tek über Slavoj Žižeks politische Philosophie; S. 46
Marxismus und Psychoanalyse. Erik V. Vogt  im Gespräch mit Tarkan Tek über Žižeks politisches Denken; S. 52
 
FORSCHUNG – TRENDS – KONTROVERSEN
Leibniz: Neue Handschrift entdeckt; S.56
Günther Figals Phänomenologie des Raums; S. 56
Was ist Autonomie?; S. 61
Was steuert die Menschen in ihrem Verhalten?; S. 65
Medizin: Tiefe Hirnstimulation; S. 72
Türckes Philosophie des Geldes; S.78
Christoph Menke zeigt die radikale Transformation des Rechts; S. 83
Fragen an Christoph Menke; S. 88
 
AUSGABEN
Hume: Dialoge über die natürliche Religion; S. 92
Bergson: Zeit und Freiheit; S. 92
Henrik Steffens Kopenhagener Vorlesungen; S. 93
Hannah Arendt/Günter Anders: Briefe; S. 94
Hayek-Ausgabe abgeschlossen; S. 96
Weitere Neuausgaben; S. 96
 
STUDIUM
Eine gemeinsame Sprache. Ein Plädoyer für das Fachwörterbuch von Christoph Demmerling und Pirmin Stekeler-Weithofer; S. 99
Erasmus-Mundus-Masterstudiengang; S. 101
Sommerkurse; S. 101
Einführungen; S. 102
Übersichten: Thomas Leinkauf, Grundriss der Philosophie des Humanismus und der Renaissance; S. 106
Reader; S. 107
 
UNTERRICHT
Philosophisches Wissen im Unterricht, ja – aber nicht ohne Didaktik. Eine Antwort auf den Vorschlag einer neuen Philosophiedidaktik. Von Bettina Bußmann; S. 108
Österreich: Ethik-Unterricht für alle; S. 112
Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und der Ethik; S.114
 
PHILOSOPHISCHE PRAXIS
Mit Platon in Palästina. Carlos Fraenkel sieht die Philosophie als Vermittlerin zwischen den Kulturen; S. 115
Effektiver Altruismus; S. 117
Luxus; S. 119
Phil.Cologne; S. 119
 
TAGUNGEN; S. 120
 
NACHRICHTEN
Universitäten; S. 125
Preise; S. 126
Personen; S. 127
Gestorben; S. 127
Personen; S. 123
Gesellschaften; S. 130
Verlage; S. 131
 
ZEITSCHRIFTENSCHAU; S. 132
 
NEUERSCHEINUNGEN; S. 141
 
IMPRESSUM; S. 163                                                



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