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Philosophen/innen

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Po

POHLMANN, FRIEDRICH

Friedrich Pohlmann, Jahrgang 1950 und  Privatdozent für Soziologie, rechnet mit der Kritischen Theorie ab: Die betulichen Lob- reden auf die Achtundsechziger als einer demokratischen Bewegung sind eine pure Geschichtsfälschung. 1969, als der Terrorismus zur Tat schritt, war die Atmosphäre in der linken Subkultur so ideologiegeladen, dass man sich die Ideologieformeln, die auch den Terrorismus nährten, gewissermassen durch pures Einatmen einverleiben konnte. Für Pohlmann hat das „in sich kreisende, weltverrätselnde, pessimistische Theoriegespinst eines so verletzlichen Menschen wie Adorno“ die Funktion eines gewaltstimulie- renden Ideologiecocktails der Studentenbe- wegung: Weil seine Theorie icht af die Kritik einzelner gesellschaftlicher Missstände zielt, sondern um einen nebulösen Begriff des Ganzen als des Falschen kreist, hat sie an der radikalen Delegitimierung des bestehenden des bestehenden Gesellschaftssystems mitge- wirkt, und genau dies war Pohlmann eine der Grundbedingungen, die auch den Terroris- mus ermöglichten.

 

POLJANSEK, TOM

wissenschaftlicher Mitarbeit am Institut für Philosophie der Universität Stuttgart.
Aktuelle Forschung:
Philosophie des gemeinsamen Handelns, Das Verhältnis von Kunst und Philosophie, Philosophie der Philosophie

Thesen:
Wenn wir Gegenstände unseres Alltags bezeichnen, beziehen wir uns mit diesen Bezeichnungen für gewöhnlich nicht einfach nur auf die physischen Entitäten, auf die diese Bezeichnungen referieren. Vielmehr beziehen wir uns ebenso auf Sinngegenstände, die durch physische Entitäten zwar indiziert werden, mit diesen aber nicht geradewegs identisch sind. Vielmehr sind sie durch ihren jeweiligen Gebrauch, bzw. durch die mit ihnen für gewöhnlich in einer Gemeinschaft verbundenen Erwartungen bestimmt. Tom Poljanisek (Stuttgart) sieht den Gebrauch solcher Sinngegenstände mit einer „schwachen Normativität“ verbunden. Diese Normativität unseres Welterlebens (der Umstand, dass wir für gewöhnlich erwarten, dass etwas so und nicht anders sein sollte) ist keine späte Zutat, die erst aus expliziter Konventionalisierung erwächst, sondern erlebte Normativität des faktischen Gebrauchs. Es ist daher irreführend, Sinngegenstände geradehin mit den sie indizierenden physischen Referenten zu identifizieren. Sinngegenstände sind die Gegenstände, wie und als was sie uns in unserem Erleben erscheinen. Es geht darum, eine „Ontologie des alltäglichen Erlebens“ zu entwickeln, eine Ontologie, die die Dinge kategorial so beschreibt, wie wir sie erleben.  (Zeitschrift für philosophische Forschung, 4/2015).

POLLMANN, ARND

 Pollmann hat von 1991 bis 1997 in Bonn und Berlin Philosophie, Politologie und Psychologie studiert. Anschließend war er von 1997 bis 2001 Lehrbeauftragter am Fachbereich Politische Wissenschaften der Freien Universität Berlin und parallel dazu von 1998 bis 2001 Promotionsstipendiat der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, im Jahr 1999 auch Visiting Scholar an der Graduate Faculty der New School for Social Research in New York/New York. Im Jahr 2001 und nach einer Unterbrechung wieder von 2003 bis 2005 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Menschenrechtszentrum (MRZ) der Universität Potsdam und führte ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziertes Projekt zum Thema „Soziale Menschenrechte & soziale Gerechtigkeit” durch. Im Jahr 2002 war er außerdem Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Enquete-Kommission „Recht und Ethik der modernen Medizin” und von 2002 bis 2003 Gutachter für das Büro für Technikfolgen-Abschätzung des Deutschen Bundestages. Im Jahr 2004 wurde er mit einer Dissertation zum Thema Integrität. Aufnahme einer sozialphilosophischen Personalie im Fach Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main promoviert. Seit 2005 ist er Assistent am Lehrstuhl für Praktische Philosophie des Instituts für Philosophie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, wo er 2006 zusammen mit Georg Lohmann und Karl-Peter Fritzsche eine Arbeitsstelle Menschenrechte einrichtete. 2007 wurde er in die Tierschutz-Ethikkommission des Landes Sachsen-Anhalt berufen, 2009 in die Grüne Akademie bei der Heinrich-Böll-Stiftung aufgenommen. Seit 2010 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift für Menschenrechte (zfmr).

POLLOK, ANNE

Lehrbeauftragte am Philosophischen Seminar der Universität Marburg (2007),
Arbeitsgebiet: Ästhetik der Aufklärung, Mendelssohn

POPP, ALEXANDRA

Geb. 1976, studierte Philosophie und Psychologie an der Universität Leipzig, Forschungsaufenthalt in Paris, Promotion über Hannah Arendt an der Universität Stuttgart.

PORZ, ROUVEN

 Geboren 1972, Studium der Biologie und ab 1995 parallel dazu der Philosophie und Pädagogik. Studienabschluss in Biologie. Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut für Ökologie, Natur- und Artenschutz und „Europarts“. Umweltbiologe an der Universität Saarbrücken, zwischen 2000 und 2002 Lehrertätigkeit an zwei saarländischen Gymnasien in den Fächern Biologie, Philosophie und Ethik. Seit August 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Basel im Projekt „Zeit – Entscheidungsprozesse in der Gendiagnostik“, Promotion, anschliessend Leiter der Ethik-
kommissionen der Universitt Bern.

Arbeitsgebiete: Biomedizinische Ethik aus Patientensicht, Grenzsituationen, Sinnfragen,Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften, Didaktik.

POSER, HANS

Geb. 1937, Studium der Mathematik, Physik und Philosophie in Tübingen und Hannover. 1964 Staatsexamen in Mathematik und Physik, 1969 Promotion in Philosophie, 1971 Habilitation, ab 1972 Professor für Philosophie an der TU Berlin, emeritiert.

AG: Leibniz, Philosophiegeschichte des 17.-19. Jahrhunderts, Technikphilosophie, Wissenschaftstheorie.

POSSELT, GERALD

Senior Lecturer am Institut für Philosophie der Universität Wien.
Forschungsschwerpunkte: Sprachphilosophie, Rhetorik, Dekonstruktion, Sprache, Gewalt.
http://homepage.univie.ac.at/gerald.posselt

POTTHAST, THOMAS

geb, 1963, apl. Professor für Geschichte, Theorie und Ethik der Wissenschaften und Geschäftsführer des internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften an der Universität Tübingen.







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