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Philosophen/innen

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Haag - Hagedorn

HAAG, JOHANNES

Haag hat das Fach an der Münchner Universität studiert, vor allem am Stegmüller-Institut, und dort insbesondere bei den Logikern Godehard Link und Matthias Varga von Kibed sowie bei dem jetzt in Heidelberg lehrenden Philosophen Andreas Kemmerling. Besonders wichtig für seine philosophische Entwicklung war der damalige akademische Mittelbau: etwa Karl-Georg Niebergall, der damals gerade promoviert hatte (und heute Professor an der Humboldt-Universität ist), Volker Halbach, der heute in Oxford lehrt oder Holger Sturm, gegenwärtig in Konstanz lehrend. Die Themen, die ihn besonders in­teressierten, waren Sprachphilosophie und Philosophie des Geistes; über die Thesen zur Leib-Seele-Identität des an der Yale University lehrenden Ontologen George Bealer schrieb er seine Magisterarbeit.

 Haag wählte nach Logik und Wissenschaftstheorie theoretische Linguistik als zweites Nebenfach und damit einen zweiten Schwerpunkt in formaler Semantik; Grundlagen, von denen er heute profitiert. Auch geht eine Kooperation seines Lehrstuhls mit demjenigen für Sprachphilosophie an der Humboldt-Universität auf damalige Beziehungen zurück.

 In seiner Dissertation Wahrnehmung nach innen. Wahrnehmung und Introspektion (Mentis) hat er die Argumente, die gemeinhin gegen die Wahrnehmungsthese der Intro­spektion (wonach die Introspektion analog zur Wahrnehmung zu verstehen, also eine Art Wahrnehmung nach innen sei), auf ihre Stichhaltigkeit überprüft. Dabei entdeckte er den amerikanischen Philosophen Wilfrid Sellars – und dieser ist bis heute für Haag der wichtigste Autor der analytischen Philosophie. Haag kam in seiner Promo­tionsarbeit zu dem Schluss: Es gibt durchaus  eine Analogie zwischen Wahrnehmung und Intro­spektion, wenn auch Wahrnehmung anders funktioniert als Introspektion.

 Bislang hatte sich Haag vorwiegend mit analytischer Philosophie beschäftigt. Durch die Bekanntschaft mit dem Kant-Forscher Eckart Förster, dem Nachfolger von Dieter Henrich an der Münchner Universität – Haag wurde  Assistent von Förster – , aber auch durch den Einfluss von Sellars begann er sich intensiv mit Kant und daraufhin mit anderen klassischen Autoren zu beschäftigen. Daraus entstand die Habilitationsschrift Erfahrung und Gegen­stand. Das Verhältnis von Sinnlichkeit und Verstand  (Klostermann), ein im Jahr 2007 erschienenes Buch, das einen systematisch orientierten Zugang zu Kant bietet.  Dabei versuchte Haag erst eine möglichst adäquate Interpretation Kants zu erarbeiten und dann in einem zweiten Schritt dessen systematische Relevanz herauszuarbeiten und fruchtbar zu machen. Er tat dies, indem er die Bedeutung der Transzendentalphilosophie für die Frage nach der Grundlegung von Inten­tionalität sichtbar machte.

Dominik Perler, der damals gerade den Leib­niz-Preis erhalten hatte, lud ihn nun ein, eine Forschergruppe zur Philosophie des Geistes in der Frühen Neuzeit in Berlin zu leiten, was er tat, bis ihn der Ruf nach Potsdam erreichte. Gegenwärtig beschäftigt Haag die Frage nach Kants Beitrag zu teleologischen Erklärungen in der Natur, dabei insbesondere die Rolle der Einbildungskraft. Das andere Thema ist die Philosophie Fichtes. Dabei interessiert ihn, warum Philosophen wie Fichte oder Hegel der Ansicht waren, sie müssten über Kant hinausgehen. Längerfristige Forschungsprojekte bestehen zur philosophischen Methodologie, zur Theorie der Inten­tionalität und zur Philosophie der Zeit.

Johannes Haag wurde auf eine W3-Professur für theoretische Philo­sophie an die Uni­versität Potsdam beru­fen. Er ist  Nachfolger von Hans Julius Schneider und lehrt seit dem 1. April 2010 in Potsdam.

HAARDT, ALEXANDER

Geboren, 1948, 1975 Promotion über „Struktur der praktischen Erkenntnis bei Immanuel Kant“, 1985 Habilitation über „Husserl in Russland“, 1996 Berufung auf eine Professor für Philosophie an der Universität Münster.
AG: Hermeneutik, Phänomenologie, russische und polnische Philosophie, Ästhetik, Sprachphilosophie.
http://www.ruhr-uni-bochum.de/philosophy/staff/haardt/index.htm
alexander.haardt@ruhr-uni-bochum.de


HAARMANN, ANKE

geboren 1968 in München, Philosophin und
Künstlerin. Promotion 2004 in Philosophie, diverse Ausstellungen als Künstlerin, sieht Kunst und Philosophie als parallele Werkzeuge kultureller Praxis und Recherche | Arbeitsschwerpunkte sind die Ethik des Wissens, die Theorie des
Selbst und die Ideengeschichte.
http://www.ankehaarmann.de/

HAAS, ALOIS M.

geb. 1934 in Zürich, Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte in Zürich, Berlin, Paris und München. Promotion zum Dr. phil. 1963 in Zürich, Habilitation im Fachgebiet Germanistik 11969, 1969-71 Associate Professor an der McGill University in Montreal, ab 1971 ausserordentlicher, ab 1974 ordentlicher Professor für deutsdche Literaturgeschichte von den Anfängen bis 1700 in Zürich, 1978 Dr. theol. h.c. von der theol. Fakultät der Universität Freiburg im Ue. Emeritiert.
Arbeitsgebiete: Meister Eckhardt, Mystik

HAAS, STEFANIE

geb. 1971, Dr. phil., Redakteurin, Dozentin, Autorin und Ethiklehrerin am Gymnasium.
Arbeitsgebiete u.a. Wilhelm Schapp.

HAAS-SPOHN, ULRIKE


geb. 1955, studierte Philosophie, Logik, Wissenschaftstheorie und Sprachwissenschaft in Bonn, Barcelona und München. Promotion in Theoretischer Linguistik an der Unversität Tübingen. Wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Passau, Hamburg und Stuttgart und gegenwärtig Konstanz.
Arbeitsgebiet: Sprachphilosophie
http://www.uni-konstanz.de/philosophie/Spohn/members/haas-spohn.htm

HAASE, MARIE-LUISE

Kam nach einem fünfjährigen US-Studium zum Studium nach Berlin. Arbeitete drei Jahre im Schuldienst, wurde 1975 Mitarbeiterin von Müller-Lauter. War 15 Jahre für die Nietzsche-Studien verantwortlich, arbeitete seit 1979 an der Nietzsche-Gesamtausgabe als Montinaris engste Mitarbeiterin. Nach dessen Tod führte sie die Ausgabe mit Müller-Lauter weiter, ab 1985 Herausgeberin des Nachlasses in differenzierter Transkription.

HAASE, MATTHIAS

Matthias Haase wurde 1974 geboren. Er studierte Philosophie an der LMU München und an der FU Berlin sowie Kulturwissenschaften an der HU Berlin. Nach seinem Magister 2003 an der FU Berlin mit der Arbeit „Normativität und Sprache: Zur Kritik von Robert Brandoms Bedeutungstheorie“ war er Promotionsstudent an der Universität Potsdam. Von 2002–2005 war er Stipendiat des Graduiertenkollegs „Repräsentation, Rhetorik, Wissen“ an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt a.O., 2005 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am philosophischen Institut der Universität Potsdam. Von 2003 bis 2006 war er Visiting Scholar an der University of Pittsburgh. Seit Oktober 2006 ist er Assistent bei Professor Rödl an der Universität Basel.
Forschungsschwerpunkte: Metaphysik, Philosophie des Geistes und der Sprache sowie Handlungstheorie und Ethik.

HAASE, MICHAELA

1981-1987 Studium der Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft und Wissenschaftstheorie an der Freien Universität Berlin, bis 1994 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachrichtung Wissenschaftstheorie des FB Wirtschaftswissenschaften der Freien Universität Berlin, 1994 bis 2002 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Betriebswirtschaft am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Freien Universität, 1999 Habilitation, ab 2004 Oberassistentin am FB Wirtschaftswissenschaften der Freien Universität.
Arbeitsgebiete: u.a. Unternehmens- und Wirtschaftsethik, Wissenschaftstheorie.

HAASE, VOLKER

Gymnasiallehrer für Philosophie, Ethik und Deutsch am Grimmelshausen-Gymnasium in Offenburg, ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik.
verschiedene Publikationen über Philosophiedidaktik, u. a. über Ironie und autobiographische Narration.
Volker-Haase(at)web.de

HABERMAS, JÜRGEN

Geboren 1929 in Düsseldorf, 1949-1954 Studium der Philosophie, Psychologie, Deutschen Literatur und Ökonomie an den Universitäten Göttingen, Zürich und Bonn, Promotion über Schelling, 1954-1959 Mitarbeit am Institut für Sozialforschung an der Universität Frankfurt, 1961 Habilitation über „Strukturwandel der Öffentlichkeit“, 1964-1971 Professor für Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt, 1971-1983 Direktor des Max-Plancks-Insitut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg, 19983-1994 Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt, emeritiert.

Websites zu Habermas

Habermas-Plattform:
http://www.habermasforum.dk/
 (mit Texten, Literatur, Bibliographie, Newsletter)
http://www.msu.edu/user/robins11/habermas/
(The Jürgen Habermas Web Resources, hypertext-project)

Links zu Habermas:
http://www.helsinki.fi/~amkauppi/hablinks.html
 http://www.epistemelinks.com/Main/Philosophers.aspx?PhilCode=Habe
(Philosophy Resources on Internet)

Lexikoneinträge:
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Habermas
Stanford
Encyclopedia of Philosophy: http://plato.stanford.edu/entries/habermas/Philosophie der Gegenwart in Einzeldarstellungen: http://www.uni-magdeburg.de/iphi/aktuelles/Habermas3.html

Biographie:
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/HabermasJuergen/

Bibliographie:
http://www.helsinki.fi/~amkauppi/habbib.htm

 Originaltexte von Habermas:
Die Dialektik der Säkularisierung: http://www.blaetter.de/artikel.php?pr=2808
Links zu Originaltexten: http://www.helsinki.fi/~amkauppi/hablinks.html#writings
 Ein avantgardistischer Spürsinn für Relevanzen:
http://www.rennerinstitut.at/download/texte/habermas2006-03-09.pdf
 
Videos mit Habermas:
http://www.youtube.com/watch?v=jBl6ALNh18Q


Interviews mit Habermas:
http://www.helsinki.fi/~amkauppi/hablinks.html#interviews
 

HABERMEIER, RAINER

Prof. Dr., geb. 1942, lehrte an den Universitäten Tampere/Finnland und an der TU Finnland, seit 1983 an der Hitotsubahsi Universität in Tokio.

HACKE, JENS

geb, 1973, Dr. Phil., PD, ab 2014 Junior Fellow am Max-Weber- Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien
Forschungsschwerpunkte: Politische Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts, Demokratietheorie, Liberalismus.

HACKEL, MANUELA

Promotion bei Liessmann über Sartre und Kierkegaard. Lehraufträge in Leipzig, Potsdam und Wiesbaden. Vizepräsidentin der Sartre-Gesellschaft e.V. Diverse Artikel aus dem Bereich der Existenzphilosophie.
manuela@hackel.name

HAEFFNER, GERD

Geboren 1941, studierte 1963 bis 1966 Philosophie am Berchmannskolleg in Pullach und in München, 1970-.1974 Theologie in Lyon und in Tübingen, 1971 Promotion über „Heideggers Begriff der Metaphysik“, ab 1978 ausserordentlicher und ab 1981 ordentlicher Professor für Philosophische Anthropologie, Geschichtsphilosophie und Geschichte der Philosophie an der Hochschule für Philosophie München. 1982-1988 Rektor der Hochschule für Philosophie in München. Jesuit.
Arbeitsgebiete u.a. Anthropologie, Menschenwürde (katholische Position), Person, Utilitarismus-Kritik
http://www.hfph.mwn.de/lehrkoerper/lehrende/haeffner/
http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Haeffner


HÄGLER, RUDOLF-PETER

geb. 1947, Dr. phil. habil., Studium der Philosophie, Geschichte und Politik in Göttingen und Frankfurt, Dr. phil., Promotion über Platons "Parmenides", Hochschulassistent an der Univ. Tübingen, Privatdozent daselbst
Lehrbeauftragter an der Universität Münster.
Arbeitsgebiet: Aristoteles, Kant, Logik

HÄHNEL, MARTIN

geb. 1980 in Sebnitz/Sachsen, studierte an der Technischen Universität Dresden Philosophie, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Romanistik. 2009-2011 Lehrbeauftragter an der TU Dresden, seit 2011 seit 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Bioethik an der KU Eichstätt. Habilitationsprojekt zum ethischen Naturalismus (2016).
Arbeitsgebiete: Philosophische Anthropoloige (u.a. Schmerz), Tugendethik.

HAFNER, JOHANN

Geb. 1963, 1982-88 Studium der Philosophie und Theologie in Augsburg und München, 1990 Assistent am Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der Universität Augsburg, 1995 Promotion in Philosophie bei Alois Halder, 2001 Habilitation in Fundamentaltheologie (Systematische Theologie), Professor am Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Potsdam.
hafner@uni-potsdam.de 

HAGEDORN, LUDGER


geboren 1963, lebt und arbeitet in Berlin; Fellow der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Prag, derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien (Editionsprojekt zu Jan Patocka) und an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.
Arbeitsgebiet: Patocka







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