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Kongresse

09.09.2017 Druckversion  |  Schrift: vergrößern verkleinern 

Calls for paper

 

 

 

 

Termin: 15. September

International Research Conference Robophilosophy 2018 / TRANSOR 2018:
Vienna, Austria, February 14-17, 2018

Envisioning Robots in Society—Politics, Power, and Public Space       

  • Sept 15, 2017: Deadline for submission of workshop proposals.
  • Oct. 31, 2017: Deadline for submission of abstracts for papers and posters

http://conferences.au.dk/robo-philosophy/

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Termin: 20. Oktober


Tagung der Deutschen Sektion der IVR 2018 27.–29. September 2018, Universität Freiburg i.Br.


Hans Kelsen’s Pure Theory of Law: Conceptions and Misconceptions

Call for Papers
Die Tagung der Deutschen Sektion der Internationalen Vereinigung für Rechtsphilosophie findet im Jahr 2018 an und in Kooperation mit der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg i.Br. statt. Im Rahmen dieses call for papers sollen bis zu 24 Beiträge zu sechs Panels ausgewählt werden.
Tagungsthema
Die Reine Rechtslehre Hans Kelsens prästiert einen spezifischen Zugang zu Recht und Normati-vität. Sie stellt eine eigene Grammatik und eine besondere Nomenklatur bereit, mit deren Hilfe man so manche rechtswissenschaftlichen Begriffe, Konzepte und Probleme als wesentlich und andere als eher fremd für die Hauptaufgaben der (rechts)wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Recht ausweisen kann. Grundlegender noch erhebt sie den Anspruch, eine Rechtswissen-schaftstheorie zu sein, d.h. eine Theorie darüber, was Rechtswissenschaft ist bzw. sein kann oder sein sollte. Dieser Ansatz zu Bedeutung und Aufgabe einer selbständigen Rechtswissenschaft bleibt oft implizit und wird in der einschlägigen Literatur eher selten adressiert.
Auch nach über einhundert Jahren weckt die Reine Rechtslehre die Aufmerksamkeit der Rechtswissenschaft – und das in ebenso heftigem Zuspruch wie Widerspruch. Dabei treten Miss-verständnisse und Ausblendungen zutage – bei Kelsens Lehren, bei den Versuchen, sich dessen Lehren anzueignen, und bei den Versuchen, diese zu widerlegen. Die internationale Community setzt sich nach wie vor mit bestimmten Schriften und Konzepten Hans Kelsens recht intensiv auseinander. Darüber geraten andere Wesenszüge und Argumentationslinien der Reinen Rechtslehre gar nicht erst ins Blickfeld. Und während Kelsens auch auf Englisch verfügbare Werke international vergleichsweise intensiv diskutiert werden, gilt Gleiches nicht für die Wer-ke anderer wegbereitender Mitglieder der „Wiener rechtstheoretischen Schule“. Just die Debatte um die Reine Rechtslehre in und zwischen den unterschiedlichen rechtswissenschaftlichen Kul-turen und Traditionen soll im Fokus der gegenständlichen Tagung stehen.
Die Tagung beabsichtigt daher, über eine bloße Exegese des Kelsenschen OEuvres hinauszu-gehen und den Versuch zu unternehmen, in einem offenen Diskurs die rechtskulturellen, sprach-lichen und disziplinären Disjunktionen kenntlich zu machen und möglichst zu überbrücken, um eine freimütige internationale und intradisziplinäre Debatte um Hans Kelsen und die Reine Rechtslehre zu eröffnen. Mit der Konferenz wird also nichts weniger gewagt, als der heutigen Relevanz der Thesen der Reinen Rechtslehre in einem international und intradisziplinär reflek-tierten Rahmen nachzugehen.
Mögliche Vortragsthemen
Die Organisatoren laden zur Einsendung von Vortragsvorschlägen ein. Im Fokus sollen Vorträge stehen, welche die Reine Rechtslehre auf rechtsdogmatische Themen und Probleme anwenden, um die Relevanz dieses Ansatzes für Rechtspraxis und Rechtswissenschaft zu reflektieren. Bei-spielhaft seien genannt:
– Zivilrecht: Rechtspersönlichkeit; Rechtssubjekte; subjektive Rechte und Privatautonomie; Unterschiede und Verknüpfungen zwischen materiellem und Prozessrecht
– Strafrecht: Rechtfertigungsgründe; Kausalität; Zurechnung
2
– Öffentliches Recht und Völkerrecht: Verfassungskonforme Auslegung; Verfassung und Recht im Mehrebenensystem; kosmopolitischer Konstitutionalismus: internationale politische Theorie und Rechtstheorie; zivil- und öffentlich-rechtliche Analogien im Völkerrecht; Allge-meine Rechtsgrundsätze
Aber es sind auch weitere Vorschläge willkommen, die sich am Tagungsthema orientieren, z.B.:
– Die philosophischen Grundlagen der Reinen Rechtslehre: der modus operandi der Philoso-phen sowie der Juristen/Rechtswissenschaftler; die implizite Rechtswissenschaftstheorie der Reinen Rechtlehre und heutige Ansätze der Wissenschaftstheorie; der Antiessentialis-mus und die Dualismus-Kritik der Reinen Rechtslehre
– Der normativ(istisch)e Zugriff auf die Welt: zur Möglichkeit von Normen; der Normativitäts-begriff der Reinen Rechtlehre im Kontrast und in der Kritik; Normen als Handlungsgründe; Recht und praktische Vernunft; was ist „positives“ Recht?
– Die zwei Stufenbauten (Struktur und dynamische Operationen der Rechtsordnung): theoreti-sche Grundlagen und konkurrierende Ansätze der Struktur(ierung) des Rechts; Ermächti-gungsnormen; Einheit der Rechtsordnung; Systemtheorie als neue Reine Rechtslehre?; Re-kurs auf das „Sein“ für die Erzeugung positiver Normen?; Rechtslücken; Normkonflikte; Derogation; Rechtslogik; „fehlerhafte“ Entscheidungen/Urteile; Fehlerkalkül; Alternati-vermächtigung; defeasibility; Rechtskraft
– Die Auslegungslehre der Reinen Rechtslehre und moderne Ansätze: Korpuslinguistik; Sprach-philosophie; Hermeneutik im engeren wie im weiteren Sinne
– Richterrecht: Ansätze zur Rechtserzeugung durch (richterliche) Entscheidungen; Präzedenz-fall und Autorität; Rechtsfortbildung
– The sound of silence? Themen, die von der Reinen Rechtslehre nicht adressiert werden (kön-nen)
– Kelsens Schüler und die darauffolgenden Generationen der Kelsenforschung
Eingeladene Teilnehmer
– John Gardner, Oxford: Eröffnungsrede
– Robert Alexy, Kiel, und Stanley L. Paulson, St. Louis/MO, Kiel: Die philosophischen Grundlagen der Reinen Rechtslehre
– Christoph Kletzer, London, und Lena Foljanty, Frankfurt a.M.: Struktur der Rechtsordnung
– Alexander Somek, Wien, und D.A. Jeremy Telman, Toledo/IN: Trans(rechts)kulturelle Ver-schränkungen („Lost in Translation“)
Auswahlverfahren
Interessenten werden gebeten, ein die wesentlichen Argumente des Vortrages zusammenfas-sendes Thesenpapier (maximal 800 Wörter) einzureichen. Für die auf Deutsch oder Englisch zu haltenden Vorträge sind höchstens 15 Minuten vorgesehen; an die Vorträge eines Panels schließt sich eine 45-minütige Aussprache an. Bereits andernorts zur Veröffentlichung ange-nommene Aufsätze dürfen zur Grundlage eines Vorschlages gemacht werden, solange sie zum Zeitpunkt der Tagung noch nicht erschienen sein werden. Ein substanzieller Anteil der Reise- und Hotelkosten kann den Vortragenden erstattet werden.
Vorschläge, inklusive Kontaktdaten, Lebenslauf sowie Angabe der Vortragssprache, werden bis zum 20. Oktober 2017 an ivrtagung2018@jura.uni-freiburg.de erbeten. Fragen zu diesem call for papers können ebenfalls an diese Adresse gerichtet werden.

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Call for Papers


In Rahmen des Internationalen Forschungsprojekts anlässlich des 200. Jubiläums von

Die Welt als Wille und Vorstellung: Das neue Jahrhundert Schopenhauers


Zusammenfassung
Im Rahmen eines vom Kakenhi-Grant bei der Japan Society for Promotion of Science (JSPS) unterstützen Projekts ruft das Projektteam zur Einreichung von Vorträgen aus dem Problemkreis des jungen Schopenhauer für die internationale Tagung am 21. und 22. Februar 2018 an der Kwansei Gakuin Universität in Nishinomiya (unweit von Kyoto und Osaka) auf. Das Projektteam arbeitet mit der Japanischen Schopenhauer-Gesellschaft eng zusammen.
Weitere drei internationale Tagungen (mit Call for Papers) sollen im Februar 2019 und Februar 2020 in Japan, im Herbst 2019 in Deutschland veranstaltet werden. Wir beteiligen uns auch an der Schopenhauer-Sektion des Weltkongresses der Philosophie (WCP) 2018 in Beijing.
Junge Nachwuchswissenschaftler/-innen sind besonders zur Bewerbung aufgerufen. Wir erwarten einen Vortrag, der den Horizont der Forschung über die Philosophie Schopenhauers erweitern kann.
Bestimmungen zur Kandidatur
Teilnahmeberechtigt: keine Bewerbungsbeschränkungen
Deadline: 31. Oktober 2017
Sprache: Deutsch oder Englisch
Jury: Redaktionskommittee des Projektteams (double blind peer review)
Veröffentlichung: Der Vortrag wird veröffentlicht.
Hilfsgelder: Bis zu zwei von der Jury ausgezeichnete Bewerber werden mit Übernahme der Flug- und Hotelkosten eingeladen, ihren Vortrag auf der Tagung zu präsentieren.
Bestimmungen zum einzureichenden Vortrag
1. Das Thema muss im Zusammenhang mit dem Problemkreis des jungen Schopenhauer (Vor- und
Entstehungsgeschichte der Welt als Wille und Vorstellung) stehen.
2. Der ausgearbeitete Vortrag sollte inklusive Anmerkungen 10 Seiten umfassen.
3. Bitte senden Sie Ihren Text als E-Mail-Anhang im MS-Word DOC/DOCX-Format oder PDF-
Format (keine gescannte Datei) mit dem Betreff "Einreichung fuer den Call for Papers" an
<wwv200cfp@schopenhauer.org>. Das Sekretariat des Forschungsprojekts behält sich das
Recht vor, nötigenfalls die gedruckte Version oder Ihren Text auf einen elektronischen Datenträger (z.B.
USB Massenspeicher) mit Luftpost anzufordern.
4. Bitte senden Sie Ihren Vortrag bis spätestens zum 31. Oktober 2017 an das Sekretariat der
Schopenhauer-Gesellschaft Japan. Das Redaktionskomitee bewertet Ihren Text und entscheidet über eine
Einladung. Sie werden über das Resultat so bald wie möglich, aber spätestens Ende November 2017
informiert. Das eingereichte Material kann leider nicht zurückgeschickt werden. Wir bitten um
Verständnis.
5. Falls Ihr Vortrag für die Tagung vorgeschlagen wird, gehen die Urheberrechte zwecks einer Publikation
an das Projektteam des Kakenhi-Grants bei JSPS.
Sekretariat der Schopenhauer-Gesellschaft Japan
c/o Prof. Takao Ito, Soka Universität, 1-236,
Tangimachi, Hachioji-shi, Tokyo 192- 8577, Japan
Email: wwv200cfp@schopenhauer.org
HP: http://schopenhauer.org/wwv200/

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Termin: 30. Oktobert

 

Call for Papers

4th Witten Conference on Institutional Change

“Institutional Pathologies. What can we learn from severely malfunctioning economic and political organizations, institutions and networks?”

The Witten Institute for Institutional Change (WIWA) invites submissions of papers and organized sessions for the 4th Witten Conference on Institutional Change. The conference is sponsored by WINIR, the World Interdisciplinary Network for Institutional Research.

The conference will focus on “Institutional Pathologies. What can we learn from severely malfunctioning economic and political organizations, institutions and networks? “. It will take place on 1 and 2 February 2018 at Witten/Herdecke University in Witten, Germany. Keynote speakers are Heikki J. Koskinen (Helsinki), Hartmut Rosa (Jena), and Rasmus Johnson (Copenhagen, CBS)

There is a growing research literature dealing with dysfunctional organizations within economics and political science. But the topic of "social” or “institutional pathologies" also finds increasing attention within social psychology, social philosophy and other disciplines. The conference seeks to improve our theoretical understanding of pathologies in a variety of different institutions both formal and informal as well as in networks whose structural and functional properties may differ from the general features of organizations. Objects of research include political, scientific, medical, bureaucratic, artistic, military, and media institutions, organizations and networks. This is not only a scientifically demanding task. Moreover: Normative and evaluative questions cannot be avoided, and must be grounded and justified, in discourses about institutional pathologies.

The 4th Witten Conference on Institutional Change aims to identify promising interdisciplinary approaches (in economics, social philosophy, political science, social science, psychology, theoretical medicine, legal studies and other relevant disciplines) with a view to progress towards the synthesis and integration of empirical research, theory construction and modelling of institutional pathologies.

Key questions (non-exclusive) are:

 Does corruption support or hinder economic development? What other social miseries can be explained as symptoms of institutional pathologies (e.g. chronic warfare and violence, massive poverty, pervasive mistrust, high suicide rates, militant fundamentalism, terrorism)?

 Do self-enforcing institutions help to stabilize economic and political organizations? Is self-enforcement a proxy for “institutional health”?

 How do notions of institutional pathologies connect with discourses about legitimacy, efficient and effective goal-attainment, institutional rationality and irrationality?

 Can conceptualizations of disease, illness, malady be modified and re-construed in ways that make them heuristically applicable to diverse social institutions, organizations, and networks?

 Are there other models from disciplines such as economics, organizational theory, clinical psychology, or systemic therapy that are more suited to the task?

 What are suitable evaluative and normative standards of institutional “health” (normalcy, well-functioning, “salutogenesis” etc.) “illness” and “disease” for models of social pathologies, and how can we best justify and ground such normative standards?

We invite submissions for individual papers (400 words max.) from any relevant discipline addressing problems of conceptualizing and dealing with institutional pathologies. Please send your abstracts to conference.wiwa@uni-wh.de. Deadline for submission is 30 October 2017.

Selected papers will be published as a special issue of Schmollers Jahrbuch, a peer-reviewed international economics and social sciences journal. Other selected papers will be included in a book project, depending on their specific orientation.

SCIENTIFIC COMMITTEE WIWa:

 Matthias Kettner (Philosopher & Psychologist)

 Jens Harbecke (Philosopher)

 Elke Krahmann (Political Scientist)

 Dirk Sauerland (Economist)

 Joachim Zweynert (Economist)

FORMAT: The conference will take place at Witten/Herdecke University and is planned for two full days. There will be an informal get-together at the evening of 31 January and a conference dinner at 1 February. Apart from regular sessions, there will be three keynote speeches. Depending on the number and quality of submissions, a poster session with additional papers may be organized.

FEES AND REIMBURSEMENT POLICY: The conference fee is 100 €, including the conference dinner. There is a reduced fee of 80 € for WINIR members and of 50 € for students. Travel costs and accommodation have to be covered by the participants, except for invited speakers and invited chairpersons.

IMPORTANT DATES: The deadline for submissions is 30 October 2017. Authors of accepted papers will be notified by 15 November.

Completed drafts of accepted papers are due by 30 December, and will be made available for download on the conference website.

For any questions, please contact Matthias Kettner, Head of the Scientific Committee, (Matthias.Kettner@uni-wh.de) or Dirk Sauerland, Director of WIWa, (Dirk.Sauerland@uni-wh.de).

More information about the WIWA Institute and the conference on https://www.uni-wh.de/wiwa-en

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Termin: 31. Oktober

Hegels enzyklopädisches System und sein Erbe

32er Internationaler Hegel-Kongress der Internationalen Hegel-Gesellschaft an der Universität Tampere 5-8. Juni 2018, Tampere, Finnland

Im Jahr 2017 wird es 200 Jahre seit der Erstausgabe von Hegels Enzyklopädie vergangen sein; in ihr hat Hegels System seine Gestalt in Grundrissen gewonnen, obwohl es in späteren Ausgaben noch mehrmals revidiert und weiterentwickelt werden sollte. In diesem Kongress werden die Natur des Hegelschen Systems (das Verhältnis zwischen Geist, Natur und logischen Kategorien mitbegriffen), die Differenz zwischen der ersten und den späteren Ausgaben der Enzyklopädie sowie das Erbe von Hegels spekulativem Denken, in dem die Wahrheit als das Ganze und die Negativität als produktiv aufgefasst werden, diskutiert. Es wird auch diskutiert, inwiefern der Wert von Hegels Sozialphilosophie eine Inkaufnahme des gesamten Systems voraussetzt. Der Kongress beinhaltet auch Sondersitzungen zur finnischen, skandinavischen und russischen Hegel-Rezeption wie auch zum Verhältnis von Hegel und Marx anlässlich des 200. Geburtstages von Marx. Die offiziellen Sprachen des Kongresses sind Englisch, Deutsch und Französisch. Weitere Informationen unter http://www.uta.fi/hegelcongress2018 Eingeladene Vortragende: Prof. Andreas Arndt (Humboldt-Universität zu Berlin) Dr. Katerina Deligiorgi (Sussex) Prof. Franck Fischbach (Strasbourg) Prof. Carl-Göran Heidegren (Lund) Dr. Antonios Kalatzis (Hebrew University, Jerusalem) Dr. Hab. Jakub Kloc-Konkołowicz (Warschau) Prof. James Kreines (Claremont McKenna) Prof. Andrey Maidansky (Belgorod) Prof. Angelica Nuzzo (CUNY) Prof. Michael Quante (Münster) Prof. Paul Redding (Sydney) Prof. Emmanuel Renault (Nanterre) Prof. Pirmin Stekeler-Weithofer (Leipzig) Call for Papers: Wenn Sie zu einem der parallelen Sitzungen mit einem Vortrag beitragen möchten, reichen Sie bitte ein Abstract ihres Papiers (via EasyChair) bis spätestens dem 31. Oktober 2017 ein: https://easychair.org/cfp/hegelcongress2018 Kontaktinformation: Wissenschaftliche Leitung: Professor Arto Laitinen (Universität Tampere) Büro: PINNI B4135 Telefon: +358 50 318 7018 E-mail: Arto.Laitinen@uta.fi Kongressorganisation: Mag. Lauri Kallio (Universität Helsinki) E-mail: lauri.kallio@alumni.helsinki.fi Für Fragen bezüglich Hotelbuchung und Reisevorbereitung, bitte kontaktieren Sie Mag. Lauri Kallio oder UTAConferences@uta.fi (auf Englisch

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Termin: 31. Oktober


HANDELN = HERSTELLEN? UNTERWEGS ZU EINEM POSTPOIETISCHEN PARADIGMA


Gründungsworkshop für die AG Postpoietisches Paradigma
am 2./ 3. Feb. 2018 an der Universität Duisburg-Essen
Menschen handeln. – Das scheint evident, wenn auch in Philosophie und Soziologie zum einen der Begriff des Handelns oft infrage gestellt und zum anderen versucht wird, den Anwendungsbereich dieses Begriffs auf Natur und Artefakte zu erweitern. Jedoch setzen ihn alle modernen Institutionen, vor allem das Rechtssystem, mehr oder weniger stillschweigend voraus. Handeln bedeutet innerhalb der akteursorientierten soziologischen Theorien üblicherweise das zielgerichtete, intentionale Verhalten. Der Akteur bemüht sich, seine Ziele nach der – stets subjektiven – Abwägung der geeignetsten Mittel zu realisieren. In diesem Modell – in der philosophischen Tradition poiesis genannt – wird der Sinn des Handelns mit dem zu realisierenden Zweck identifiziert.
Es war Martin Heidegger, der bemerkte, dass dieses in der europäischen Denktradition überlieferte und als selbstverständlich angenommene Modell des Handelns als poiesis mit zwei anderen Annahmen zusammenhängt: Erstens dem Sein als Hergestellt-Sein und Vorhanden-Sein; zweitens der linearen Zeitvorstellung, der zufolge Vergangenheit nur die vergangene Gegenwart und die Zukunft nur die herannahende Gegenwart bedeutet. Die lineare Zeit als Kontinuum – also ohne Bruch – ist zugleich eine unentbehrliche Voraussetzung für die kausale Erkenntnis und die kausale Zurechnung. Max Webers Beharren auf der kausalen Erkenntnis und das Zweckhandeln als soziologische Grundkategorie sind die beiden Seiten derselben Medaille. Seitdem versuchte die soziologische Handlungstheorie mehrere Korrekturen an diesem poietischen Paradigma, die wesentliche Bestimmung blieb jedoch unangetastet. Sowohl der Homo oeconomicus als auch der Homo sociologicus lassen sich als Variante des herstellenden Verhaltens (poiesis) ansehen. Zwecke und Normen realisieren bzw. bekunden sich als Handlungssinn durch bzw. im Handeln. Was durch menschliches Verhalten (Handeln) geäußert und objektiviert wird, variiert von Theorie zu Theorie. Hierzu gehören nicht nur Zwecke, Ziele und Absichten, sondern auch Werte und Normen, nicht nur explizites Wissen im Bewusstsein, sondern auch das vom Körper getragene, implizite Wissen (Habitus). Das Grundschema des herstellenden Verhaltens aber – die Realisierung von etwas, was vor dem Tun irgendwo und irgendwie potenziell schon vorhanden ist, durch das menschliche Verhalten (Handeln), die Objektivierung des Subjektiven – bleibt unerschüttert, weil man die beiden anderen Annahmen über Sein und Zeit nie infrage gestellt hat.
Andererseits unterschlug schon Max Weber keineswegs den idealtypischen Charakter zweckrationalen Handelns. Dass ein Mensch hinsichtlich des Zweckes, Mittels oder Werts bewusst agiert, ist eher ein Grenzfall. Der subjektive Handlungssinn existiert nicht immer ex ante (vor der Ausführung eines Handelns im „Bewusstsein“ bzw. im Körper), sondern wird einer Tat ex post durch die rückblickende Konstruktion und (nicht selten) externe Beobachter zugewiesen. Insofern ist die poietische Kategorie des Handelns eine Kategorie der (Selbst-)Beobachtung mit der Funktion, die Komplexität der uns anschaulich gegebenen Wirklichkeit zu reduzieren und eindeutige, evidente und verständliche Sinnzusammenhänge zu generieren. Menschen handeln also nicht – zumindest nicht immer. Wahr ist, dass wir – seit Platon und Aristoteles, aber vor allem seit der Durchsetzung der Moderne – darauf getrimmt sind, bestimmte Vorgänge einschließlich der eigenen Körperbewegung als „Handeln“ zu betrachten und zu beschreiben. Dieser historische Vorgang geht zugleich einher mit der Implementierung des modernen Subjekts als institutionelle Fiktion – als Handlungs- und Rechtssubjekt mit Bewusstsein und Verantwortbarkeit, wobei, wer nicht zweckmäßig handeln, sein körperliches Verhalten nicht unter Kontrolle bringen und sich nicht i.S. der unterstellten Subjektfiktion selbst steuern kann, mit verschiedenen Etiketten (Natur, Frau, Kind, Orientaler, Proletarier usw.) aus der sozialen Welt exkludiert wird (Ariès, Foucault u.a.).
2
Das sozialtheoretische Poiesis-Paradigma zeigt bis heute mehrere konzeptionelle Schwächen. Dazu gehören
(hier ohne Anspruch auf Vollständigkeit), (1) dass sich die menschlichen Tätigkeiten nicht in poiesis
erschöpfen, vor allem wenn es um Beziehungen zwischen Menschen geht. Außerdem ist der Sinn des
Handelns nicht ausschließlich auf Absichten bzw. Normen reduzierbar; ferner ist (2) nach diesem Modell die
Zukunft nichts anderes als eine Folge der Vergangenheit, womit „die Zukunft als authentische Zeitform“
geleugnet wird (Hannah Arendt, Leben des Geistes, Bd. 2, 1989, 18). In dieser Denktradition wird jedenfalls
das Mögliche durch das herstellende Verhalten hier und jetzt realisiert und in das Wirkliche umgesetzt. Mit
der Zukunftsoffenheit wird dann auch in der neueren Praxistheorie nur die Zweiwertigkeit bezeichnet, d. h.,
ob Praktiken gelungen oder misslungen sind, fortgesetzt werden oder nicht. Es fällt in diesem Paradigma sehr
schwer, etwas wirklich Neues, einen wirklichen Neuanfang zu denken (Problem der Emergenz); schließlich
(3) wird diese Denktradition der Einzigartigkeit eines Individuums und der Pluralität der Menschen nicht
gerecht. Jede Einzelhandlung bedeutet danach lediglich mal eine gute, mal eine schlechte Realisierung eines
Zwecks und von Normen bzw. Vorgaben und Habitusformen.
Ausgehend von dieser Problemlage wird die Gründung einer neuen Arbeitsgruppe in der Sektion
Kultursoziologie angestrebt, die sich der Rekonstruktion und Erforschung des postpoietischen Paradigmas als
Alternative zum poietischen Paradigma der Handlungstheorie widmet. Zu den Fragestellungen der
Arbeitsgruppe gehören beispielsweise – auf der sozialtheoretischen Ebene: Welche Alternativen zum Poiesis-
Modell lassen sich (etwa im Anschluss an Heidegger, Arendt, aktuelle Überlegungen zum Begriff der
Emergenz und des Ereignisses oder die Akteur-Netzwerk-Theorie Bruno Latours und anderer Agency-
Konzepte) entwickeln? Welche Verbindungen von Formen menschlicher Tätigkeiten (Arbeit, Herstellen,
Handeln…)

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Termin: 15. November

 

Krise und Kritik
Phänomenologie, Kulturphilosophie, Gesellschaftstheorie
Winter School an der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
19.-22. Februar 2018
Call for Papers
Zwei Jubiläen – zwei Denker, die unterschiedlicher kaum sein könnten: 2018 jährt sich Karl
Marx’ Geburtstag zum 200. und Edmund Husserls Todestag zum 80. Mal. Aus diesem Anlass
versucht die Winter School, die philosophischen Traditionen von Marxismus und
Phänomenologie unter dem Gesichtspunkt von Krise und Kritik wieder neu ins Gespräch zu
bringen: Entwickelt Marx seine Lehre angesichts einer gesellschaftlichen Krise, sieht der
späte Husserl die europäische Kultur in der Krise; den Weg aus diesen Krisen weist für Marx
die Praxis (der Weltveränderung), für Husserl dagegen die Theorie (als Besinnung auf das
weltkonstituierende Bewusstsein). Beide üben Kritik an der Entfremdung des Menschen von
seinen eigenen Hervorbringungen, allerdings hat Marx die Erzeugnisse physischer Arbeit
(Waren), Husserl hingegen solche geistiger Tätigkeit (Begriffe) im Blick. Gerade angesichts
dieser Unterschiede bildet der von beiden Autoren gewählte Dreischritt von Krisendiagnose,
kritischer Ätiologie sowie philosophischer Therapie eine Grundlage, um nach der Möglichkeit
seiner Durchführung in unserer Gegenwart zu fragen. Ein zusätzlicher Anknüpfungspunkt
bietet sich durch die Gleichzeitigkeit von Husserls Arbeit an der Krisis-Schrift und
Horkheimers Begründung der Kritischen Theorie mit den beiden Aufsätzen „Traditionelle
und kritische Theorie“ sowie „Der neueste Angriff auf die Metaphysik“.
Die Winter School richtet sich insbesondere an Graduierte und Postdocs, die an ihrer
Dissertation oder Habilitationsschrift mit Bezug zur phänomenologischen Philosophie
arbeiten, aber auch an fortgeschrittene Masterstudierende, die an phänomenologischer
Forschung interessiert sind. Es können sowohl Abstracts mit Vorschlägen für Vorträge zu
dem Thema „Krise und Kritik“ als auch zu Präsentationen von Forschungsprojekten zur
phänomenologischen Philosophie eingereicht werden. An den drei Abenden werden
Vorträge der Veranstalter (Christian Bermes und Ralf Becker, Landau) sowie von Dirk
Westerkamp (Kiel) zum Thema der Winter School in Form von Werkstattgesprächen
stattfinden.
Ihre Antworten auf den Call for Papers mit bis zu 500 Worten senden Sie bitte bis zum 1.
November 2017 an becker-ralf@uni-landau.de. Sie bekommen von den Veranstaltern der
Winter School bis zum 15. November 2017 eine Rückmeldung auf Ihre Einsendung

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Termin: 30. November

2. Wiener Forum interkulturellen Philosophierens
Umweltethik


23./24. Februar 2018
Relativ früh haben Umweltethiker (wie etwa Tiefenökologen) die gegenwärtige ökologische Krise auf die moderne europäische Metaphysik zurückgeführt und Anregungen für ihre Überwindung in nicht-westlichen, hauptsächlich fernöstlichen Naturphilosophien gesucht. Die ökologische Krise hat heute ein globales Ausmaß erreicht. Der Klimawandel, der Schutz bestimmter Tierarten, die Errichtung von Naturreservaten, der Schutz indigenen Wissens oder die Einschränkung der Kohlendioxidwirtschaft sind Anzeichen dafür, dass Umweltfragen längst nicht mehr nur innerhalb nationalstaatlicher Grenzen bewältigt werden können. Das Wiener Forum interkulturellen Philosophierens nimmt sich im Jahr 2018 vor, den Beitrag nicht-westlicher Denktraditionen zur interkulturellen Ethik zu untersuchen und die interkulturelle Philosophie durch ursprünglich in der Umweltethik angesiedelte Fragen zu bereichern.
Mögliche Themen und Problemstellungen betreffen:
- Die verwendete Begrifflichkeit (Natur, Umwelt etc.) in anderen Denktraditionen
- Umweltrelevante traditionelle Naturauslegungen, die die Subjekt-Objekt-Dichotomie auflösen und den Subjektbegriff erweitern
- Das Verständnis und die Bewertung nicht-westlicher Denktraditionen in der bisherigen Geschichte der Umweltethik
- Die Auseinandersetzung zwischen anthropozentrischen und nicht-anthropozentrischen (patho-, bio-, geozentrischen) Ansätzen in nicht-westlichen Denktraditionen
- Natur oder Mensch? Interessenkollisionen zwischen umweltethischen Ansätzen und wirtschaftsorientierten Theorien im globalen Süden
- Die Rolle des indigenen Wissens für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen
- Ethische Aspekte der Biotechnologie, die Legitimität von Biopatenten für Saatgut, Pflanzen und Tiere
- Die Internationalisierung der Umweltbewegung und die sogennante globale Staatsbürgerschaft
- Philosophische Argumente für die biokulturelle Diversität, die Koinzidenz der hot spots der Biodiversität und jener der kulturellen Diversität
- Zugang zu Ressourcen, Klimawandel und globale Ungleichheit: Lösungsvorschläge aus dem globalen Süden
- Umweltfreundliche Werte und Praktiken in nicht-westlichen Kulturen etc.
Abstracts von max. 1.500 Zeichen sind bis 30. November 2017 einzureichen an: monika.kirloskar-steinbach@uni-konstanz.de und madalina.diaconu@univie.ac.at. Wir bitten InteressentInnen, kurze Angaben zur Person und zur institutionellen Zugehörigkeit beizufügen.

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Termin: 1. Dezember

HOPOS 2018

 Groningen, The Netherlands

July 9-12, 2018

 

 KEYNOTE SPEAKERS

 Karen Detlefsen (University of Pennsylvania)

 Martin Kusch (University of Vienna)

 HOPOS: The International Society for the History of Philosophy of Science

 will hold its twelfth international congress in Groningen, The

 Netherlands, 9?12 July 2018. The Society hereby requests proposals for

 papers and symposia to be presented at the meeting.

 

 HOPOS is devoted to promoting serious, scholarly research on the history

 of the philosophy of science. We construe this subject broadly, to include

 topics in the history of related disciplines and in all historical

 periods, studied through diverse methodologies. We aim to promote

 historical work in a variety of ways, but especially through encouraging

 exchange among scholars through meetings, publications, and electronic

 media. The program committee particularly encourages submissions on

 philosophical themes that cross time periods.

 

 The conference language is English.

 

 To submit a proposal, please upload a PDF of your paper abstract or

 symposium proposal to the following website:  http://www.hopos2018.nl/ [1]

 

 Proposals for papers should be prepared for anonymous review. Proposals

 should include:

 

 ? Title and abstract of the paper (maximum 500 words).

 

 Proposals for symposia should be prepared for anonymous review. Proposals

 should include:

 

 ? Title of the symposium.

 

 ? Symposium summary statement (maximum 500 words).

 

 ? Titles and abstracts of the papers (maximum 500 words for each paper).

 

 ? A symposium should consist of 3 or 4 papers.

 

 If you have inquiries about the conference or about the submission

 process, please write to c.palmerino@ftr.ru.nl

 

 SUBMISSION DEADLINE: 1 December 2017

 

 PROGRAM COMMITTEE

 

 Carla Rita Palmerino (Radboud University, Nijmegen), "Kant and Before"

 Subcommittee Chair

 

 Han Thomas Adriaenssen (University of Groningen)

 

 Delphine Bellis (University of Montpellier)

 

 Lisa Downing (The Ohio State University)

 

 James G. Lennox (University of Pittsburgh)

 

 Daniel Sutherland (University of Illinois at Chicago)

 

 Audrey Yap (University of Victoria), "After Kant" Subcommittee Chair

 

 Cristina Chimisso (Open University)

 

 Alexander Klein (California State University, Long Beach)

 

 Gregory Lavers (Concordia University)

 

 Thomas Staley (Virginia Tech)

 

 Paul Ziche (Utrecht University)

 

 MENTORING PROGRAM

 

 A new mentoring program will be launched at HOPOS 2018. The chief

 objective of this program is to help junior scholars to receive feedback

 on their paper. Each mentee will be matched with a mentor in their field

 of research, who will give advice on how to turn their HOPOS conference

 paper into a writing sample for job applications and/or a paper to be

 submitted to a journal. The program is open to all junior scholars, but

 priority will be given to underrepresented groups within philosophy.

 Details about how to participate will be forthcoming.

 

 --

 Marcus Adams, Ph.D.

 Assistant Professor of Philosophy

 State University of New York at Albany

 Homepage: https://marcuspadams.wordpress.com/ [2]

 

 Executive Secretary, International Society for the History of Philosophy

 of Science (HOPOS)

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Termin: 1. Dezember

 

Call for Papers

Leben am Ende der Zeiten

Wissen, Praktiken und Zeitvorstellungen

der Apokalypse.

Ein Symposium der HUG

Humboldt-Universität zu Berlin, am 06.04. und 07.04.2018 Am Anfang war Johannes auf Patmos. Dort empfinger den Text, der die Bibel schließen und gleichsam auf ihre Anfänge, die symmetrische Achse zwischen Allschöpfung der Heiligen Schrift und Neuschöp-fung des Menschen in Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi beschließen sollte. Das Bild verbleibt –auf Altären, Gemälden und Flugschriften, sinkt hinab in die Schützengräben des I. Weltkriegs, wird ver-gessen und flammt jüngst wieder auf, wenn in den Trümmerwolken des 11. Septembers die Fratze des Antichristen gewahr zu werden scheint. Immer ist es diese Offenbarung von der Zeit und ihrem Wesen, die Apokalypse, die ein zumeist abendländisch genanntes Denken auf seine Konturen verweist; ein Denksystem, das überall dort sichtbar wird, wo Menschen der Zeit nachsinnen, wo sie sich von der Er-kenntnis des Endes ein Wissen der Gegenwart versprechen. Denn nur vom Ende her können Geschichte und Gegenwart verständlich werden. Zu verstehen, was die Apokalypse als Denksystem bedeutet, wie sie ihrem Wesen und ihren Wirkungen nach Wissen, Praktiken und Zeitvorstellungen von Menschen formte und weiter formt, ist das Ziel dieses Symposiums; ein Anspruch, der gleichsam alle Disziplinen der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, wie auch alle Epochen seit dem Entstehen apokalypti-schen Denkens in der europäischen Spätantike berührt. Im Rahmen des Symposiums sind Student*innen und Doktorand*innen aller Fächer aufgerufen, Beiträge zum Thema vorzustellen und der kritischen Diskussion eines interessierten Publikums zu überantwor-ten. Vorschläge für 15-minütige Vorträge richten Sie bitte in Form eines Exposés (max. 300 Wörter) mit einer biographischen Notiz bis zum 01. Dezember 2017 als PDF an info@ende-der-zeiten.de.Beiträge können in deutscher und englischer Sprache eingereicht, Kosten für Anreise und Unterkunft leider nicht übernommen werden; es besteht allerdings eine den begrenzten Kapazitäten entsprechende Möglichkeit zur Vermittlung privater Unterkünfte durch die Veranstalter. Ferner steht mit Voranmel-dung eine Kinderbetreuung zur Verfügung. Weitere Informationen zum Symposium finden Sie unter: www.ende-der-zeiten.de.Veranstalter: Louis Berger, Hajo Raupach und Alexander Schnickmann

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Termin: 15. Dezember

 

Lebenswelt und Wissenschaft im Philosophie- und Ethikunterricht.  Zehnte Fachtagung des Forums für Didaktik der Philosophie

Die Fachtagung möchte sich einer in letzter Zeit besonders kontrovers diskutierten Fragestellung widmen: Welche Rolle spielen die Erkenntnisse und Methoden der empirischen Wissenschaften für die Ziele, Inhalte und Methoden des Philosophie- und Ethikunterrichts?

 

Bei allen drei Fragestellungen stehen wir vor folgenden Grundsatzüberlegungen:

1.Welchen Bildungs- und welchen Philosophiebegriff sollte man zugrunde legen?

2.Wie sollte der Philosophie- und Ethikunterricht auf bestimmte lebensweltliche Problemlagen (z.B. Migration, Klimawandel, Digitalisierung/Automatisierung) reagieren? Muss er hierfür die Erkenntnisse anderer Wissenschaften einbeziehen?

3.Ist ein Unterricht, der die Erkenntnisse und Methoden der empirischen Wissenschaften einbezieht, bildungstheoretisch und lebensweltlich eine notwendige Weiterentwicklung oder eine Fehlentwicklung?

 

In diesem Zusammenhang stellen sich auf konzeptioneller, unterrichtspraktischer und empirischer Forschungsebene etwa folgende Fragen:

•Konzeption: Wie können interdisziplinäre Zugänge den philosophiehistorischen Zugang bereichern? Erfordert unsere wissenschaftlich-technische Lebenswelt die Ausbildung von Kompetenzen, die nicht ohne eine neue inhaltliche und methodische Ausrichtung erworben werden können? Auf welche Weise verändern die Wissenschaften unsere Wahrnehmungen, unser Selbstbild, unsere Alltagsvollzüge und damit auch den gesamten Lernort Schule? Welche inter- und intrakulturellen Problematiken stehen im Vordergrund (Geschlechtergerechtigkeit, Fake News, Identität und Fremdheit etc.)? Wie muss ein wissenschaftsphilosophischer Unterricht heute gestaltet sein, der seiner notwendigen Doppelfunktion gerecht wird, nämlich der Vermittlung wissenschaftlichen und Grundlagenwissens und der Kritik und Analyse unterschiedlicher Methoden, mit denen wir zu Aussagen über die Welt gelangen? Ab welcher Altersstufe sollten diese Kompetenzen geschult werden?

•Unterrichtspraxis: Wie sollte sich die LehrerInnenausbildung und -fortbildung entwickeln, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden? Gibt es bereits erprobte (interdisziplinäre) Unterrichtseinheiten und Unterrichtsmaterialien?

•Empirische Unterrichtsforschung: Gibt es Forschungsmethoden, die auf qualitativer oder quantitativer Ebene philosophische Bildungsprozesse untersuchen und bereichern können?

 

Wir freuen uns auf Beiträge, die sich mit diesen oder auch weiteren einschlägigen Themenfeldern auseinandersetzen.

 

Die Abstracts sollen auf einen 30-minütigen Vortrag/Workshop (plus 15-minütiger Diskussion) angelegt sein und nicht mehr als 1000 Wörter umfassen. Wichtige Literatur zum Themenschwerpunkt bitte angeben. Name, Institution und Anschrift bitte nicht im Abstract aufführen, sondern separat schicken.

 

Ausgewählte Beiträge erscheinen in einem Tagungsband, wie bei den vorangegangenen Tagungen auch.

Einsendeschluss: 15.12.2017

 

E-Mail Adresse für Einreichung: bettina.bussmann@sbg.ac.at

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Termin: 15. Dezember

 

Call for Papers


Vom 13.-16. September 2018 veranstalten der Lehrstuhl für Philosophie und Geschichte der Philosophie in der Theologischen Fakultät Fulda, der Lehrstuhl für Christliche Religionsphilosophie in der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg und die International Association for Anselm Studies (IAAS) eine Tagung in der Theologischen Fakultät Fulda zum Thema


„Philosophie der monotheistischen (Welt-) Religionen im frühen und hohen Mittelalter: Christliche, jüdische und islamische Denker im Gespräch.“


Auf dieser Tagung sollen Texte von christlichen Autoren aus der Zeit von Anselm von Canterbury bis Thomas von Aquin, die mit genuin philosophischen Argumenten elementare christliche Glaubensüberzeugungen gegen Einwände von Seiten jüdischer und islamischer Autoren verteidigen, in ihrem jeweiligen historischen Diskussionskontext vorgestellt, ausgelegt und auf ihre rationale Plausibilität hin beurteilt werden. Darüber hinaus sollen auch Überlegungen jüdischer und islamischer Autoren aus ungefähr diesem Zeitraum, die für die Wahrheit ihrer jeweiligen Religion und gegen christliche Überzeugungen mit natürlichen Verstandes- und Vernunfteinsichten argumentieren, vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden.
Weil diese Fachtagung die Gelegenheit zu einem intensiven Austausch unter Fachleuten bieten möchte, ist neben den invited speakers ein Kreis von höchstens 10–12 Referenten/innen vorgesehen. Für zwei Nachwuchswissenschaftler/innen stehen für die Teilnahme an dieser Tagung Reisekosten-Stipendien in Höhe von jeweils maximal 200.- € bei freier Unterbringung in einem Gästezimmer des Priesterseminars Fulda (mit Dusche/WC; Frühstück) zur Verfügung. Den übrigen Referenten/innen stehen diese Gästezimmer bei Bedarf zu moderaten Preisen zur Verfügung. Die Teilnahme an den gemeinsamen Mahlzeiten zu Beginn und zum Abschluss der Tagung ist optional. Eine Tagungsgebühr wird darüber hinaus nicht erhoben.
Die Konferenzsprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch. Für die drei öffentlichen Vorträge steht eine maximale Redezeit von 45 Minuten mit anschließender Diskussionszeit von maximal 30 Minuten, für die Sektionsvorträge
steht eine maximale Redezeit von 30 Minuten mit anschließender Diskussionszeit von ebenfalls maximal 30 Minuten zur Verfügung.
Die Beiträge zu dieser Tagung sollen nach einem Evaluationsverfahren in einem Tagungsband zusammengefasst werden, der in der Reihe Fuldaer Studien im Herder-Verlag publiziert werden soll.
Die Tagung beginnt am Donnerstag, dem 13. September 2018, mit einem gemeinsamen Abendessen der Tagungsteilnehmer, einem öffentlichen Abendvortrag im historischen Auditorium maximum der Theologischen Fakultät Fulda und einem anschließenden Empfang der Tagungsteilnehmer durch den Rektor der Theologischen Fakultät Fulda.
Die Tagung endet am Sonntag, dem 16. September, mit der Möglichkeit zum Besuch eines Gottesdienstes im Dom zu Fulda und zur anschließenden Teilnahme an einem geführten Besichtigungsprogramm auf den Spuren des karolingischen Fulda, das mit einem gemeinsamen Mittagessen der Exkursionsteilnehmer ausklingen soll.
Interessenten für eine Teilnahme mit einem eigenen Vortrag auf dieser Tagung werden gebeten, Ihren Vorschlag mit einem Abstract von maximal 1.000 Wörtern in elektronischer Form bis spätestens 15.12.2017 einzureichen bei
Prof. DDr. Markus Enders, Lehrstuhl für Christliche Religionsphilosophie in der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg im Breisgau, email: Markus.Enders@theol.uni-freiburg.de,
und bei
Prof. Dr. Bernd Goebel, Lehrstuhl für Philosophie und Geschichte der Philosophie in der Theologischen Fakultät Fulda, email: goebel@thf-fulda.de.

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Termin: 31. Dezember

Aussprechen des Unaussprechlichen.
Sprache und Kreativität bei Nicolaus Cusanus

Hildesheim, Deutschland
27.-30.09.2018
Nachdenken über Sprache mit Nicolaus Cusanus bewegt sich in einem Spannungsfeld: Einerseits
gilt ihm nicht nur das Absolute als in seinem Wesen unaussprechlich, so dass Sprache sich stets mit
den eigenen Grenzen konfrontiert sieht. Andererseits ist Sprache der Modus menschlicher
Artikulation und Kommunikation – trotz der damit verbundenen Schwierigkeiten müssen
Menschen sprechen, wenn sie sich mit anderen Menschen verständigen wollen. Der Umgang mit
dieser Problemlage ist Cusanus zufolge von Kreativität gekennzeichnet: Menschen setzen sie ein in
ihrem Bemühen, sich Unaussprechlichem sprachlich anzunähern. Sprache ist für Cusanus deshalb
Untersuchungsgegenstand, epistemologisches Instrument zur Annäherung an Gott, Welt und
Menschen, sinnlich erfahrbare Schnittstelle menschlicher Interaktion, kurz: facettenreicher
Kernbereich menschlicher Aktivität und Kreativität. Das hat Folgen für die forschende
Beschäftigung mit Cusanus. Sprachphilosophische Fragen im engeren und epistemologische Fragen
im weiteren Sinn, Fragen der Annäherung an Gott, Fragen nach Textkonstitution und -komposition,
Fragen nach der Rolle von Metaphern und Bildern; sie alle können ohne die Auseinandersetzung
mit dem cusanischen Verständnis von Sprache kaum zufriedenstellend beantwortet werden. Mit
„Sprache und Kreativität bei Cusanus“ bieten wir deshalb ein gemeinsames Dach für
Forschungszugriffe aus einer Vielzahl von Perspektiven und Disziplinen.
Anliegen der Reihe, zu der diese Konferenz gehört, ist es, jungen Forschenden am Beginn ihrer
akademischen Laufbahnen Raum zu geben für die Durchführung, Präsentation und Diskussion ihrer
Arbeit an Nicolaus Cusanus. Das soll in Form eines dynamischen, offenen Austauschs geschehen.
Wir nehmen es deshalb ernst, wenn wir vom „Beginn“ akademischer Laufbahnen sprechen: Um
jungen Forschenden Gestaltungsfreiheit zu geben, verzichten wir auf feierliche Vorträge und
professorale Meinungshoheit.
Gestaltungsfreiheit liegt uns nicht nur inhaltlich, sondern auch formal am Herzen. Deshalb
schreiben wir kein Beitragsformat vor. „Konventionelle“ Vorträge mit anschließender Diskussion,
Podiums- oder Gruppendiskussionen, gemeinsame Textlektüre und -arbeit oder etwas völlig
anderes – wir bieten die Möglichkeit, die Beitragsform selbst zu wählen. Unter Berücksichtigung
der eingegangenen Wünsche entwickeln wir ein Konferenzprogramm und stellen gegebenenfalls
im Vorfeld Kontakte zwischen Teilnehmenden her.
Bei Teilnahmeinteresse bitten wir deshalb um: Abstract (max. 500 Wörter), Formatwunsch und
knappe Angaben zur Person (Name, akademischer Status, Forschungsprojekt(e)/
Forschungsinteressen) an: cusanus.scholars@posteo.de. Einsendefrist ist der 31.12.2017.
Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.
Wir bemühen uns um die Erstattung von Reise- und Unterbringungskosten, können derzeit aber
noch keine Garantien in dieser Hinsicht geben.
Wir freuen uns auf thematisch und formal breit gefächerte Beitragsvorschläge und stehen bei
Rückfragen gern zur Verfügung.
Johanna Hueck | Susann Kabisch | Christian Kny | vocalisingtheineffable.wordpress.com

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Termin: 2. Februar

Call for Papers - ISUS 2018

The 2018 Conference of the International Society for Utilitarian Studies will take place on

July 24-26 at the Karlsruhe Institute of Technology (with an informal get-together on 23

July). Local hosts are Michael Schefczyk and Christoph Schmidt-Petri.

The main theme is ‘Utility, Progress and Technology’, and the conference will be supported

by KIT’s Institute of Technology Futures as well as the recently founded German Society for

Utilitarian Studies (https://www.utilitarismusstudien.de).

Keynote speakers include Julia Driver (Washington University in St. Louis), Anders Sandberg

(University of Oxford) and William MacAskill (University of Oxford). Dieter Birnbacher

(Düsseldorf University) will deliver a public lecture on July 23 (in German, English text will be

provided).

Participants of ISUS are welcome to join any of three workshops on July 27-28 also held at

KIT:

- J.S. Mill’s Naturalism (organised by Philipp Schink, speakers include David Brink)

- Prioritarianism (organised by Annette Dufner, Vuko Andric and Rudolf Schuessler,

speakers include Nils Holtug, Ingmar Persson, Wlodek Rabinowicz, Shlomi Segall, Alex

Voorhoeve)

- Derek Parfit’s Philosophical Legacy (organised by Christian Seidel, speakers tbc)

There will also be a summer school for students (undergraduate as well as postgraduate) on

July 22-23.

Professional third-party childcare will be available during the conference.

We invite submissions of abstracts (about 200 words) for the main conference. The list of

possible topics includes but is not limited to:

- Classical and modern thinkers in the utilitarian tradition (e.g. Jeremy Bentham, John

Stuart Mill, Henry Sidgwick, Derek Parfit, Richard Hare, Peter Singer)

- Topics related to utilitarianinism in ethics or political philosophy (e.g. varieties of

utilitarianism, consequentialism, enhancement, population ethics, world poverty)

- Normative questions arising from the use of technology in general (e.g. geoengineering,

automated driving, robotics, biotechnology, information technology)

Speakers at ISUS are invited to submit a full paper of about 3000 words by October 31, 2018,

for a refereed open-access print-on-demand proceedings volume to be published by KIT

Scientific Publishing under licence CC-BY-SA 4.0. (authors are free to republish the material

fully or in part elsewhere).

Important Dates

- Feb. 2, 2018: submission of abstracts

- March 15, 2018: notification of acceptance

- July 22-23, 2018: summer school

- July 23, 2018: public lecture, informal get-together

- July 24-26, 2018: ISUS main conference

- July 27-28, 2018: satellite workshops

- Oct. 31, 2018: submission of full papers

- Dec. 2018: publication of conference volume

More information on the submission procedure as well as the summer school soon under

www.isus2018kit.de

 

 







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