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31.10.2020 Druckversion  |  Schrift: vergrößern verkleinern 

Norbert Bolz: Angst vor dem System The European 21.10.2020

Norbert Bolz: Aus Angst vor dem System sind wir in einer neuen Schweigespirale

 

Herr Professor Bolz: Wie würden Sie die gesellschaftliche Rahmenlage der Bundesrepublik derzeit beurteilen? Ist die Demokratie auf dem Rückzug?

Die Demokratie ist tatsächlich auf dem Rückzug. Rein formal juristisch, verfassungsrechtlich betrachtet, ist ja alles in Ordnung. Aber zur Demokratie gehören auch die Bürger, die die formalen Rahmenbedingungen des demokratischen Zusammenhalts ausfüllen und sie tun das in der Öffentlichkeit mit ihren freien Meinungsäußerungen. Hier sehen wir tatsächlich einen sehr deutlichen Rückzug der Demokratie. Es fehlt immer mehr am Bürgermut, in der Öffentlichkeit die eigene Meinung zu artikulieren. Hierbei spielen Angst vor Mobbing, Shitstorm, aber auch vor einem möglichen Jobverlust und der Repression eine große Rolle. Es scheint sich derzeit, wie schon vor Jahrzehnten Elisabeth Noelle-Neumann warnte, eine Art Schweigespirale aufzurichten. Das aber ist für eine funktionierende und lebendige Demokratie tödlich.

Derzeit sprechen alle über Cancel Culture als dem neuen Maulkorb. Was darf man eigentlich noch sagen und warum lassen sich das die Leute gefallen?

Cancel Culture ist ja nicht nur deutschlandspezifisch, sondern auch im England als dem Mutterland der Demokratie stark ausgeprägt. Ein Grund dafür, warum sich das die Leute gefallen lassen, ist, dass eine gut artikulierte intelligente Minderheit sehr rasch den Eindruck erwecken kann, die Mehrheitsmeinung zu präsentieren. Und alle diejenigen, die de facto sogar in der überwiegenden Mehrheit sind, normale Bürger mit gesundem Menschenverstand also, gewinnen dann den Eindruck, sie seien in der Minderheit und würden so von einem Grundkonsens der Gesellschaft abweichen. Und weil die Cancel Culture es nicht bei Propaganda belässt, sondern im Grund alle abweichenden Meinungen auch mit Karriereverlust, Isolation, sozialem Boykott bedroht, sind die meisten Menschen wohl ängstlich geworden. Da sie aber gleichzeitig immer noch im Wohlstand leben, denken sie dass das Risiko, den persönlichen Wohlstand aufs Spiel zu setzen, nur um sich der Meinungsfreiheit anzudienen, zu groß ist. Es ist bei den meisten Menschen eine Güterabwägung, und sie sagen sich: Ich halte einfach meinen Mund. Es ist zwar alles Wahnsinn was da geschieht, aber solange ich und meine Familie ein gutes Auskommen haben, will ich das nicht gefährden. In dieser Art würde ich mir die Duldung des Wahnsinns erklären.

Es ist wie in der DDR?

Richtig

Virologen sind in der Coronakrise die neuen Orakel. Geraten wir wieder in eine mythische Welt? Oder: Verfallen wir derzeit in eine neue Wissenschaftsgläubigkeit und damit eigentlich in eine neue Metaphysik?

Es ist leider Gottes wahr. Das ist aber nicht ursprünglich eine Schuld der Wissenschaft selbst. Wissenschaftsgläubigkeit ist ja eigentlich ein Begriff, der sich selbst widerspricht. Der Wissenschaft soll man ja gerade nicht glauben, sondern sich an ihren Hypothesen orientieren, um dann selber zu einem vernünftigen Urteil zu gelangen. Gerade der berühmte Slogan: „Folge der Wissenschaft“ ist so unwissenschaftlich wie nur möglich. Jeder moderne Wissenschaftler weiß, dass er nur Hypothesen entwickelt, von denen er nur hoffen kann, dass diese besser geeignet sind als mögliche konkurrierende. Aber kein Wissenschaftler kann als Wissenschaftler Wahrheitsansprüche vertreten. Niemand, der sich als Wissenschaftler versteht, würde sich als Führer einer Gesellschaft betrachten.  Zu einer Wissenschaftsgläubigkeit kommt es, wenn zwei Dinge mit ins Spiel kommen: Zum einen, weil sich die Politiker gern hinter den sogenannten wissenschaftlichen Experten verstecken, also die Last der politischen Entscheidungsverantwortung nicht tragen wollen, sondern diese auf die wissenschaftlichen Berater abschieben. Ein anderer Grund ist, dass in Zeiten hoher existentieller Verunsicherung die Menschen gern glauben, dass es einen wahren und richtigen Weg, dass es eine Wahrheit gibt. Das ist verständlich, aber es widerspricht vollkommen dem Geist der Wissenschaft. Und wenn es einige Wissenschaftler gibt, die zu Medienstars avancieren, dann ist das diesen Wissenschaftlern, so meine ich, selbst peinlich. Jeder Mensch ist schwach genug, da nehme ich mich nicht aus, um noch schwächer zu werden, wenn er in die Massenmedien kommt, ein Star wird. Der Wissenschaftler als Wissenschaftler weiß aber, dass dies seinem Berufsethos widerspricht. Auch die Virologen als die neuen Medienstars praktizieren ihre Starrolle, so glaube ich, nur mit schlechtem Gewissen.

Sie waren immer ein kritischer Zeitgeist, sind dies immer noch und wurden darob auch immer angefeindet. Sie haben wieder ein neues Buch geschrieben. Diesmal mit dem Titel „Avantgarde der Angst“. Der Titel erinnert ein wenig an Sören Kierkegaard. Warum gerade das Thema Angst und warum gerade 2020?

Kierkegaard und Heidegger sind philosophische Bezugspunkte, die man nicht ignorieren darf, wenn man über so ein Thema schreibt. Der Anlass, dieses Buch zu schreiben, war allerdings ein anderer, ein pragmatischer. Ich hatte das Buch bereits vor Corona geschrieben. Bei vielen großen politischen Themen ist mir deutlich geworden, dass sich die Menschen gar nicht von konkreten Befürchtungen, Dinge die ihren also Alltag prägen, irritieren lassen, sondern dass sie sich von Apokalypsen und Visionen mehr oder minder fangen und in die Unmündigkeit treiben lassen – also von den apokalyptischen Visionen vom Untergang der Welt. Da existiert eine große Kontinuität zu den großen Themen wie Eiszeit, Waldsterben, CO2 bis hin zur Klimakatastrophe. Es gibt eine Fülle von imaginären Angstszenarien, die die Menschen schon seit langer Zeit in Atem halten. Und ich habe mich gefragt, was das bedeuten könnte. Und die Antwort, die ich gegeben habe, ist, dass es sich hierbei um eine Art Ersatzreligion handelt. Früher war man auf das Heil ausgerichtet, solange man religiös war. Heute ist man an seinem Gegenpol angekommen. Man erwartet das Unheil und richtet sein Leben an diesem imaginären Unheil aus. Das funktioniert aber genauso wie die religiöse Heilserwartung. Das Ganze wird aber noch durch die Verheißung gesteigert, dass man glaubt, dieses drohende Unheil noch im letzten Augenblick mit Mitteln der Vernunft retten zu können, die jedem einzelnen Bürger zur Verfügung stehen. Also ganz pragmatisch: im Hotel – die Handtücher mehrfach benutzen; die Aufforderung, den Müll zu trennen; kein Fleisch zu  essen. Alle diese Verbote haben den gemeinsamen Nenner, der darauf hinausläuft: Du selbst kannst heute im Konkreten etwas dazu beitragen, dass das Unheil, das die Welt bedroht, im letzten Moment noch abgewendet werden kann. Und dies ist natürlich ein fantastisches Angebot, eine Ersatzreligion, die ein Unheil, eine Apokalypse heraufbeschwört und zugleich das Angebot für jeden Einzelnen macht: er kann seine Seele und die Welt mit ganz konkreten Handlungen des Alltags retten. Das fasziniert unendlich viele Menschen gerade in der westlichen Wohlstandwelt. Dieses Geschäft mit der Angst, oder diese Angstindustrie, die sich in den letzten Jahrzehnten herausgebildet hat, ist eine der dominierenden Wirklichkeiten der modernen Gesellschaft. 

Sie haben jahrelang die Medienlandschaft mitgeprägt. Wie sieht diese heute aus, gerade auch im Hinblick auf den Journalismus? Was hat sich mit Blick auf die letzten dreißig Jahren verändert?

Was sich geändert hat, kann man deutlich sagen. Auf der einen Seite die technologische Veränderung. Es gibt die Konkurrenz zu den klassischen Massenmedien durch die Sozialen Medien, die Internetmedien, die so eine Art Autoritätsverlust der klassischen Medien gebracht haben. Das geht bis hin zur Vorstellung des Bürgerreporters, der glaubt seine Meinung journalistisch zu erbringen. Dem entspricht auf der anderen Seite ein vollkommener Strukturwandel der klassischen Medien. Da beobachtet man das Ende der Objektivität, wie man dies auch nennen könnte. Was wir jetzt haben, ist ein Haltungsjournalismus oder werteorientierter Journalismus. Und das heißt: Der Journalist versteht sich als Oberlehrer der Nation. Er will nicht berichten, sondern belehren. Dafür gibt es eine wunderbare Anekdote. Anja Reschke hatte im vergangenen Jahr den Hanns-Joachim Friedrichs-Preis bekommen. Bei der Preisverleihung wurde das berühmteste Zitat von Hajo Friedrich eingeblendet. „Ein Journalist soll sich nicht mit einer Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten.“ Als die Preisträgerin ihre Dankesrede hielt, sagte sie: Hajo Friedrich hat genau das Gegenteil gemeint. Wir sollen Haltung zeigen und Partei ergreifen. Man scheut heute also auch in den Reihen der Journalisten selbst nicht mehr davor zurück, Sätze buchstäblich auf den Kopf zu stellen, den entgegengesetzten Sinn zu unterstellen. Dies läuft letztendlich auf einen Verzicht des Journalismus hinaus. Man will eher als Missionar und als Aktivist auftreten, wenn man heute Journalist ist – und mal will gar keine journalistischen Leistungen mehr bringen. Der „Stern“ hat mit seiner Aktion, „Fridays for Future“ macht den neuen Stern und die Aktivisten sind die Autoren für die neue Nummer, das wunderbar auf den Begriff gebracht: Man verzichtet auf Journalismus zugunsten von Haltung, Propaganda, Engagement und Aktivismus. Damit einher geht die sogenannte Cancel Culture, das zum-Schweigen-Bringen. Man entzieht allen abweichenden Meinungen und Plattformen die Existenz. Aber nicht nur in der politischen, sondern auch in der in der Welt der Unterhaltung wird seit Jahren radikal politisiert. Jan Böhmermann ist nur ein Beispiel für Entertainer, die sich als politische Aktivisten verstehen.

Sie hatten „Fridays for Future“ schon genannt. Unlängst sagten Sie: „In der Welt der Mahner und Warner wird die Apokalypse zur Ware“. Das wirft man beispielsweise Greta Thunberg und den Vermarktern der Klima-Ikone vor. Gibt es noch weitere Beispiele, die Sie hier im Blick haben?

Die Apokalypse als Ware ist das Betriebsgeheimnis der Grünen. Alle Grünen, bis auf die Realos in Baden-Württemberg, folgen dieser Spur. Die Grünen von heute, ob Robert Habeck, Annalena Baerbock oder Luisa Neubauer als Marketing-Chefin von „Fridays of Future“ – sie sind Apokalyptiker. Im Grunde steht die ganze Umweltbewegung dafür, die sich bis in die 60er Jahre zurückverfolgen lässt. Paul Erlich hat mit seinem Buch „Die Bevölkerungsbombe“ geradezu die Apokalypse an die Wand gemalt. Dort hieß es schon: Die Welt geht unter, die Ressourcen werden knapp, es gibt kein Erdöl und keine Bodenschätze mehr usw. Diese apokalyptischen Szenarien sind eine große ersatzreligiöse, fast gnostische Bewegung, die sich seit Jahrzehnten – mit immer wechselnden Schwerpunkten, aber der immer gleichen Botschaft – in der westlichen Wohlstandswelt entwickelt hat. Die Botschaft bleibt immer dieselbe – es ist fünf vor Zwölf. Auch die berühmte Weltuntergangsuhr passt in dieses Bild. Diese wurde auf 100 Sekunden vor Weltuntergang von Wissenschaftlern selbst gestellt. Also als Intellektueller schämt man sich in Grund und Boden, wenn man derartigen Unfug hört. Aber es läuft und funktioniert. Die Aktivisten der Umweltbewegung haben mit den Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wunderbare Organisationsplattformen gefunden. Und sie erhalten mittlerweile größte Unterstützung aus der Politik und der Wirtschaft, die seit Jahrzehnten ein groß angelegtes Greenwashing betreibt. Das greift alles in einen perfekten Mechanismus ineinander. Es werden immer mehr Parteien, die sich dafür zu Plattformen machen, sei es aber auch die grüne oder die blaue Industrie. Sie alle machen ein Geschäftsmodell aus dem Protest und der Apokalypse.

Spiegelt sich dieses Denken auch in der Wahl der Grünen, in ihrem derzeitigen Hype wider? Grüne und die Union stehen derzeit wieder ganz vorn in der Wählergunst.

Absolut. Ich sehe da auch gar keine Hoffnung, dass sich etwas ändern könnte. Sowohl bei rot-rot-grün als auch bei schwarz-grün dominiert grün, egal wie letztendlich die Prozentzahlen sein werden. Es ist der einige gemeinsame Nenner, weil es die ersatzreligiöse Faszinationskraft ist, die die Menschen derzeit anzieht. Die anderen Parteien haben gar kein Programm mehr. Sie sind allesamt konturlos. Im Grunde gibt es nur noch eine gesellschaftspolitische Botschaft – und das ist die grüne Apokalypse. Alle anderen Parteien, sei es die CDU oder die SPD, passen sich da an. Egal, wer eine Regierung bildet, es wird eine Regierung aus diesem Geist sein.

Immanuel Kant stellt für seine Philosophie die großen vier Fragen auf: „Was soll ich tun?“ „Was darf ich hoffen?“ „Was ist der Mensch?“ „Wann kann ich wissen?“ Sie haben das „Was soll ich hoffen?“ in ein „Was muss ich fürchten?“ umgewandelt. Ist das die große Frage, die die Zukunft bestimmen wird?

Ich denke schon. Dafür spricht vieles auch außerhalb meines engeren Themas Umweltapokalypse. Wenn man an den wachsenden Sicherheitsbedarf denkt, an das Bedürfnis wachsender Sicherheit, sieht man, dass der Staat als solcher immer problematischer wird. Das hängt vor allem damit zusammen, dass das Urversprechen, welches Thomas Hobbes formuliert hat, dass der Staat Schutz bietet und im Gegenzug dafür Gehorsam verlangt, dass dieses Urversprechen beziehungsweise dieser Urvertrag immer brüchiger wird. Derzeit gibt es neue Motive für Verunsicherung und Verängstigung der Bürger. So die permanente Bedrohung durch Terrorismus, durch Massenmigration und durch multikulturelle Zumutungen. Die Gründe für Verunsicherungen, Angst und Furcht wachsen. Sie sind fast koextensiv mit der modernen Gesellschaft und deshalb wächst auch das Bedürfnis nach Sicherheit – und das ist mit Sicherheit eine der großen Industrien. Die Angstindustrie produziert das Bedürfnis nach Sicherheit und schafft so einen wachsenden Bedarf für die Sicherungsindustrie. In vielen Bereichen sind die Ausgaben, die man für Sicherheit ausgibt, viel höher als die Ausgaben für die Funktionsfähigkeit der jeweiligen Techniken. Beispiel: Ein Computernetzwerk zu sichern ist kostspieliger als der Computer selbst. Die Hoffnung reduziert sich fast darauf, dass es dieser Gesellschaft doch noch gelingt, genügend Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, um die Bedrohungen einigermaßen in Schach zu halten.

Wenn wir in einem Zeitalter der Angst leben, kann dieses ja vielleicht nicht das letzte Wort sein, oder? Hölderlin sagte bekanntlich einmal: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“. Haben wir in der Welt, die sich zeichnen, noch so etwas wie Hoffnung?

Ich muss Ihnen ehrlich sagen, da muss ich passen. Mir fällt es schwer, eine utopische Wende in die ganze Sache zu bringen. Das liegt daran, weil zu viele Faktoren dabei eine Rolle spielen, auf die man überhaupt keinen Einfluss haben kann. Dazu gehört beispielsweise die weltweite Völkerwanderung, deren Ende überhaupt nicht abzusehen, sondern gerade erst begonnen hat. Auch die Besitzergreifung hochmoderner Technologien durch bisher noch unterentwickelte Länder gehört ebenso dazu wie die Undurchschaubarkeit der globalen Weltwirtschaft und der Finanzströme. Kein Mensch kann diese Dynamiken durchschauen. Wenn man bescheidener bei der Frage nach dem Rettenden ist, dann ist es für mich nur die Hoffnung, dass demnächst eine junge Generation heranreift, die sich nicht alles bieten lässt. Die eben „Nein“ dazu sagt, dass wir im Land der unbegrenzten Zumutungen und Zumutbarkeiten leben und das nicht länger ertragen will. Ich hoffe auf eine junge Generation, für die Freiheit wieder der oberste Wert wird. Dann könnte sich vielleicht etwas ändern. Und das könnte auch die Atmosphäre, in der wir leben, reinigen und das würde den sozial-psychologischen Druck von uns allen nehmen, der in dieser Cancel Culture Welt auf uns allen lastet. Auf das Genie der Jugend, der irgendwann aufflammen muss, setze ich meine Hoffnung, auf einen Mentalitätswechsel.

Was sagt der Medienwissenschaftler und Professor zum Phänomen Donald Trump? Die nächste Präsidentschaftswahl steht an!

Das ist eigentlich ganz einfach zu erklären. Und diese Erklärung wurde auch vielfach gegeben. Die Leute haben Donald Trump gewählt, weil sie die Nase vom Washingtoner Establishment und den geradezu hündisch nachfolgenden Medien, die eine schwarz-weiß-Zeichnung zwischen guten und bösen Menschen gemacht haben, voll haben. Das Washingtoner Establishment, wie das unsrige in Deutschland auch, war gekennzeichnet durch maßlose Heuchelei und durch ein elitäres Bewusstsein der Intellektuellen, die die Ideologie dieses Establishment entwickelten und das gemeine Volk zu Idioten degradierten, die man belehren und an die Hand nehmen muss. Das war vielen Menschen in Amerika einfach zu viel. Deswegen haben sie lieber einen groben Typen als Alternative gewählt, der bei aller Brutalität wenigstens ehrlich war. Bei der Neuwahl, die jetzt ansteht, ist das genau die Frage. Gibt es wieder einen Rückschlag und versöhnen sich die Amerikaner erneut mit dem alten Washingtoner Establishment, das mit Joe Biden ein Musterbeispiel in den Wahlkampf geschickt hat? Bislang bleibt alles offen.

Fragen: Stefan Groß







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