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Nachweise

23.11.2020 Druckversion  |  Schrift: vergrößern verkleinern 

Nachweise zu: Wolfgang Welsch: Wie Konstruktivismus und Realismus zusammen gehen können, Heft 4/2020

Nachweise zu

Wolfgang Welsch:

Wie Konstruktivismus und Realismus zusammengehen können

Heft 4/2020

(1)    Vgl. Richard Rorty, Philosophy and the Mirror of Nature (Princeton: Princeton University Press 1979).

(2)    René Descartes, Dioptrik [1637], übers. von Gertrud Leisegang (Meisenheim am Glan: Hain, 1954),71 [I].

(3)    "Bisher nahm man an, alle unsere Erkenntnis müsse sich nach den Gegenständen richten; aber alle Versuche, über sie a priori etwas durch Begriffe auszumachen, wodurch unsere Erkenntnis erweitert würde, gingen unter dieser Voraussetzung zu nichte. Man versuche es daher einmal, ob wir nicht in den Aufgaben der Metaphysik damit besser fortkommen, dass wir annehmen, die Gegenstände müssen sich nach unserem Erkenntnis richten, welches so schon besser mit der verlangten Möglichkeit einer Erkenntnis derselben a priori zusammenstimmt, die über Gegenstände, ehe sie uns gegeben werden, etwas festsetzen soll" (Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft [21787], B XVI [Vorrede]).

(4)    Immanuel Kant, Opus postumum, in: Kant’s gesammelte Schriften (Akademie-Ausgabe), Bd. 22 (Berlin: de Gruyter 1938), 82 [VII,VII,2].

(5)   Friedrich Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister. Erster Band                                          [1878], in: ders., Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe in 15 Bänden, hrsg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari (München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1980), Bd. 2, 29 [9].

(6) Friedrich Nietzsche, "Ueber Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne" [1873 diktiert], in: ders., Sämtliche Werke, 1, 873–890, hier 883. Vgl. auch: "Wenn man nur nicht ewig die Hyperbel aller Hyperbeln, das Wort: Welt, Welt, Welt, hören[1] müsste, da doch Jeder, ehrlicher Weise, nur von Mensch, Mensch, Mensch reden sollte!" (Friedrich Nietzsche, Unzeitgemäße Betrachtungen. Zweites Stück: Vom Nutzen und Nachtheil der Historie für das Leben [1874], in: ders., Sämtliche Werke, Bd. 1, 243–334, hier 312 [9]).

(7)  Otto Neurath, "Wege der wissenschaftlichen Weltauffassung", in: Erkenntnis 1 (1930/31), 106–125, hier 125.

(8) [1]Hartmut Böhme, Peter Matussek, Lothar Müller, Orientierung Kulturwissenschaft (Reinbek: Rowohlt 2000), 106.

(9) Johann Gottlieb Fichte, Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre [1794] (Hamburg: Meiner 1970), 198 [§ 5].

(10)  Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, "Abhandlung zur Erläuterung des Idealismus der Wissenschaftslehre" [1796/97], in: ders., Sämmtliche Werke, Bd. 1 (Stuttgart: Cotta 1856), 343–452, hier 403.

(11)  Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, "Ideen zu einer Philosophie der Natur" [1797], in: ders., Ausgewählte Werke. Schriften von 1794–1798 (Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1980), 333–397, hier 382.

(12)  Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, System des transzendentalen Idealismus [1800] (Hamburg: Meiner 1957), 54.

(13) Edmund Husserl, Brief an Abbé Baudin vom 26. Mai 1934, zit. n nach: Iso Kern, Husserl und Kant. Eine Untersuchung über Husserls Verhältnis zu Kant und zum Neukantianismus (Den Haag: Nijhoff 1964), 276, Anm. 1.

(14) Vgl. meine ausführlichere Darstellung von Putnams diversen Realismus-Versionen in Verf., Homo mundanus – Jenseits der anthropischen Denkform der Moderne (Weilerswist: Velbrück Wissenschaft 2012, 2. Aufl. 2015), 442–459. Die insgesamt idealistische Wendung der ursprünglich pro-realistisch angetretenen analytischen Philosophie habe ich dort 404–561 problematisiert.

(15)  Vgl. Hilary Putnam, "The Meaning of ‛Meaning’", Minnesota Studies in the Philosophy of Science 7 (1975), 131–193. "Konkrete Dinge, was immer ihre Beschreibung sein mag, die eine gewisse kausale Rolle in unserem Erwerb und Gebrauch von Ausdrücken gespielt haben, bestimmen, worauf sich die Ausdrücke beziehen" (ders., Von einem realis-tischen Standpunkt. Schriften zu Sprache und Wirklichkeit, Reinbek: Rowohlt 1993, 138).

(16)  A world that interprets our words for us, a world in which there are, as it were, ‛noetic rays’ stretching from the outside into our heads [...] is a magical world, a fantasy world" (Hilary Putnam, "Sense, Nonsense, and the Senses: An Inquiry into the Powers of the Human Mind", The Journal of Philosophy XCI/9, 1994, 445–517, 460 f.).

(17) Hilary Putnam, Reason, Truth and History (Cambridge, Mass.: Cambridge University Press 1981), 52.

(18) "In short, I am saying that the ‛real world’ depends upon our values" (ebd., 134 f.).

(19)  Ebd., 60.

(20) [1] Vgl. dazu meine eigenen Versuche: Homo mundanus – Jenseits der anthropischen Denkform der Moderne, a.a.O., sowie Mensch und Welt – Eine evolutionäre Perspektive der Philosophie (München: Beck 2012).

(21) Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass innerhalb der ana-lytischen Philosophie Putnam und Searle in jüngerer Zeit die Initiativen zu einem direkten Realismus unternommen haben. Putnam gab 1994 seinem internen Realismus den Abschied und proklamierte einen "natürlichen" bzw. "direk-ten" Realismus, demzufolge unsere Wahrnehmungen nicht subjektive Konstruktionen sind, sondern sich direkt auf die realen Gegenstände beziehen (Hilary Putnam: "Sense, Non-sense, and the Senses", a.a.O.). Später hat auch Searle die Direktheit des Gegenstandsbezugs der Wahrnehmung pro-pagiert (John R. Searle, Seeing things as they are: a theory of perception, Oxford: Oxford University Press 2014).

(22)   Husserl hatte dafür von "Regionalontologien" gesprochen.

(23) Im Übrigen ist ein Großteil von ihnen nicht speziell human generiert, sondern in der Evolution der Säugetiere und Primaten entstanden und uns von dorther überkommen.

(24) Herbert Spencer: "I regard ‛these data of intelligence’ as a priori for the individual, but a posteriori for that entire series of individuals of which he [the individual] forms the last term’" (The Principles of Psychology [1855], New York: D. Appleton and Company 31897, 2 Bde., hier Bd. 1, 414 [§ 430]). Konrad Lorenz hat die Formel im Blick auf Kant wieder aufgenommen, indem er gegen Kant die "‛aposteriorische’ Entstehung des ‛Apriori’" vertrat ("Kants Lehre vom Apriorischen im Lichte gegenwärtiger Biologie", Blätter für Deutsche Philosophie 15 (1941/42), 95–125, hier 99).

(25) Immanuel Kant, De mundi sensibilis atque intelligibilis forma et principiis [1770], § 8

(26) Ders., Kritik der reinen Vernunft (21787), B 167.

(27) Vgl. Konrad Lorenz: Die Rückseite des Spiegels. Versuch einer Naturgeschichte menschlichen Erkennens [1973] (München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1977).

(28) Natürlich verlangt dieser ingeniöse Mechanismus auch besondere Hirnleistungen, und so ist der Anteil des Hirngewichts am Gesamtgewicht bei den Nilhechten größer als bei allen anderen Fischen und sogar deutlich größer als beim Menschen …

(29) Gewiss hat all dies auch einen physikalischen Aspekt (daher die Sonderstellung des Physikalischen), aber es ist durch eine physikalische Beschreibung nicht erschöpfbar, sondern gerade seine entscheidenden Qualitäten  gehen über diese hinaus, sind ihr gegenüber emergent.

 

(30) Vgl. zu dieser relationalen Ontologie ausführlicher: Verf., Homo mundanus, a.a.O., 861–870 u. 910–916.

(31) Vgl. Verf., Wahrnehmung und Welt – Warum unsere Wahrnehmungen weltrichtig sein können (Berlin: Matthes & Seitz 2018), 81–83.

 

 







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