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15.01.2021 Druckversion  |  Schrift: vergrößern verkleinern 

Richtigstellung der Darstellung der KOALA-Studie 2018 in Information Philosophie 4/2020

Richtigstellung der Darstellung der KOALA-Studie 2018 in Information Philosophie 4/2020
 
Die Fachgruppe Philosophie/Ethik der Professional School of Education Stuttgart-Ludwigsburg begrüßt, dass die Ergebnisse unserer KOALA-Studie aus dem Jahr 2018 von der Zeitschrift Information Philosophiein Ausgabe 4/2020 aufgegriffen wurden. (Vgl. ebd. S. 106-109.) Da wir in den Entstehungsprozess dieses Beitrags nichteinbezogen wurden, gibt die dortige Darstellung Genese, Ablauf und einzelne Ergebnisse der Studie jedoch unzutreffend wieder. Wir sehen uns daher zu folgender Richtigstellung veranlasst:
 
⦁ Fehldarstellungen:
Am Ende des Beitrags wird behauptet, 64% der Befragten seien gegen jede Hervorhebung der Relevanz einzelner Positionen oder Personen in der Philosophie und 67% hielten durch die Diskussion über historisch-systematische Grundpositionen die freie Lehre für gefährdet. Tatsächlich beziehen sich diese Prozentwerte jeweils auf den Prozentsatz der Befragten, welche die entsprechende Aussage mit „stimme gar nichtzu“bewerten. Volle Zustimmung erhielten diese Aussagen nur von ca. 2,5% bzw. 2% der Befragten. Weiter wird behauptet, 3% der Befragten seien dafür, die Hochschullehre solle sich nichtnach Bildungsplänen, sondern nach innerfachlichem Konsens in Bezug auf die Bedeutung von Personen und Positionen richten. Tatsächlich widersprechen3% klar eben dieser Aussage, während ihr mehr als 35% voll und weitere 41,5% teilweise zustimmen. Die Fehldarstellungen in diesen Punkten kehren die Aussage der Studie somit um.
 
⦁ Darstellungsform:
Die im Beitrag gewählte Darstellungsform der Antworten auf die einzelnen Fragen der Studie beschränkt sich zumeist auf die Nennung des Prozentwertes für die Antwortoption „stimme voll zu“ in unserer vierstufigen Skala. Da diese Darstellungsweise die Ergebnisse verzerrt, empfehlen wir zur besseren Übersicht die von uns gewählte, grafische Aufbereitung der Daten: https://doi.org/10.13140/RG.2.2.32017.07529 (Fachwissenschaft); https://doi.org/10.13140/RG.2.2.15239.85922(Fachdidaktik).
 
⦁ Aufbau:
Die Studie hatte zweiTeile. Im erstenTeil der Studie –Empirische Studie zur Ermittlung philosophisch-ethischer Kerninhalte im Lehramtsstudium–wurden 1479 Philosoph_Innen angeschrieben. Dabei handelte es sich um Personen, die im Fach Philosophie promoviert und/oder habilitiert sind und an einer von 95 Hochschulen im deutschsprachigen Raum, an denen Philosophie und/oder Ethik studiert werden kann, lehren, wobei äquivalente Qualifikationen berücksichtigt wurden. Diese Personen wurden einmaligbefragt, welche philosophisch-ethischen Kerninhalte im Lehramtstudium in den jeweiligen Bereichen behandelt werden sollten. Auszüge aus den Ergebnissen dieses Teils der Studie zitiert der Beitrag der Information Philosophieauf S. 108f. ab „Welche Gebiete der theoretischen Philosophie sind für die Ausbildung von Philosophielehrer(innen) relevant?“
Unsere eigene Zusammenfassung dieses Teils findet sich hier: https://doi.org/10.13140/RG.2.2.23620.27527
Alle anderen im Beitrag vorgestellten Ergebnisse gehören zum zweitenTeil
 
Empirische Studie zur Ermittlung fachdidaktischer Kerninhalte im Lehramtsstudium Philosophie/Ethik
.Hier wurden in zwei Fragerunden 207 (Runde 1) bzw. 204 (Runde 2; mit den Ergebnissen von Runde 1) Philosophiedidaktiker_Innen im deutschsprachigen Raum zum Selbstverständnis der Fachdidaktik und zu fachdidaktischen Kerninhalten befragt, von denen 73 (Runde 1) bzw. 47 (Runde 2) unserer Einladung gefolgt sind. Auszüge aus den Ergebnissen dieses Teils der Befragung zitiert der erwähnte Beitrag der Information Philosophievor dem zuletzt genannten Teil auf S. 106ff. Unsere eigene Zusammenfassung dieses Teils findet sich hier: https://doi.org/10.13140/RG.2.2.15239.85922
 
⦁ Verantwortliche:Die Studie war eine Kooperationder Institute für Philosophie der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg undder Universität Stuttgart im Rahmen der Professional School of Education. Sie wurde unter Federführung von Dr. Frank Brosow (PHL) undapl. Prof. Dr. Andreas Luckner (US) sowie unter tragender Mitarbeit von Patrick Maisenhölder (PHL) durchgeführt. Ferner gehörten dem Forschungsteam Prof. Dr. Dr. Matthias Rath (PHL), apl. Prof. Dr. Michael Weingarten (US) und Dr. Sebastian Ostritsch (US) als wissenschaftliche Berater an.






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