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Feuerbach

FEUERBACH

 

Die Nachlassbände

 

Feuerbachs Nachlass hatte als verschollen gegolten, bis 1956 der Ostberliner Philosophiehistoriker Werner Schuffenhauer die Dokumente in einem Reisekoffer entdeckte, der Feuerbachs Tochter der Universitätsbibliothek München vermacht hatte. Im Rahmen der „Gesammelten Werke“, die Werner Schuffenhauer im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften herausgibt, erscheinen diese Nachlasstexte in vier Bänden:

 

Feuerbach, Ludwig: Nachlass I: Erlangen 1829-1832. 377 S., Ln, € 49.80, 1999, Akademie-Verlag, Berlin.

 

Feuerbach hat von 1829 bis 1832 als 24­jähriger Privatdozent an der Universität Erlangen Vorlesungen gehalten. Als ihm nach Ablauf des Wintersemesters 1831/32 nicht gelang, eine bezahlte akademische Anstellung zu erhalten, kehrte er der Universität der Rücken. Im  Wintersemester 1835/36 kehrte er nochmals zurück, um eine großangelegte Vorlesung über die Geschichte der neueren Philosophie zu halten, die als Band III des Nachlasses erscheinen wird. Band I beinhaltet die Vorlesungen „Einleitung in die Logik und Metaphysik“ und „Geschichte der Philosophie“. Dies sind keine Erstveröffentlichungen, allerdings wurden diese textkritisch durchgesehen. Erstmals veröffentlicht ist hingegen die Rede „Über das Böse“, mit der Feuerbach 1828 die Dissertation des Theologen Adolph von Harleß auf dessen Wunsch hin opponierte. Feuerbach widersetzt sich der Ansicht des Theologen, wonach das Böse „aus außen in die Menschenseele eintrete“, vielmehr ist Feuerbach der Auffassung, dass das Böse „die Einheit von Wille und Natur“ sei.

 

Feuerbach, Ludwig: Nachlass II Erlangen 1830-1832. Vorlesungen über Logik und Metaphysik. Bearbeitet von Christine Weckwerth und Werner Schuffenhauer. 558 s.




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