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Kongresse

22.03.2017 Druckversion  |  Schrift: vergrößern verkleinern 

Calls for paper

 

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ohne Datum:

Die Phänomenologie und das Politische
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung
FernUniversität in Hagen, 13.–16. September 2017
Call for Papers


Die Gegenwart politisiert sich. Die Krise Europas, die Konjunktur des Populismus, Flucht und Migration sowie die Rolle der internationalen Finanz- und Ordnungssysteme haben die politischen Verhältnisse wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Klassische und postklassische phänomenologische Ansätze tragen vielfach zur Erschließung, Analyse und Problematisierung des Feldes des Politischen bei, auch wenn die Phänomenologie hier an ihre Grenzen getrieben wird.
Mit ihrer Fokussierung auf die Erfahrungsperspektive erlauben phänomenologische Ansätze einen
Zugriff auf politische Haltungen, Einstellungen und Affekte, die sie in ihrer Genese und Charakteristik zu durchdringen vermögen. Sie lenken das Augenmerk auf die Genese politischer Institutionen und Prozesse. Ihre Analysen des politischen Raumes zeigen auf, unter welchen Bedingungen Subjekte überhaupt erst als Akteure erscheinen und ihre Stimme erheben können. Ihre postfundamentalistische Herangehensweise erlaubt es, politische Kämpfe und Wandlungsprozesse begrifflich systematisch zu fassen. Und schließlich legt die Phänomenologie ethische und praktische Aporien und Paradoxien frei, die mit der Konstitution des politischen Raumes unvermeidlich einhergehen.


Die Tagung diskutiert das Problemfeld mit internationalen GastrednerInnen sowie in acht thematischen Sektionen, auf die sich alle interessierten WissenschafterInnen bewerben können:


Sektion I: Genealogie – Genese – Konstitution der politischen Welt
(Sektionsleitung: Karl Mertens, Würzburg)
Nach Hannah Arendt ist das Politische ein Weltbereich, in dem Menschen primär als Handelnde auftreten. Im Kontext konstitutionsphänomenologischer Überlegungen führt dieser Ansatz zur Frage nach der Möglichkeit der Bildung politischer Institutionen: Wie gelingt es von Individuen vollzogenen Handlungen eine die menschliche Praxis bestimmende Sphäre von überindividueller Bedeutung herzustellen? Lassen sich die Sphären des öffentlichen Lebens, überindividuelle Praktiken, institutionelle Ordnungen und Strukturen im Rekurs auf das bewusste Erleben, die Erste-Person-Perspektive oder gar die transzendentale Subjektivität zureichend erfassen? Ist darüber hinaus auch ein Verstehen des Politischen in drittpersonaler Perspektive möglich? Wo liegen gegebenenfalls die Grenzen einer Phänomenologie´des Politischen?


Sektion II: Leib – Körper – Biopolitik
(Sektionsleitung: Tobias Klass, Wuppertal)
Die Verflechtung des Leibes in das Feld des Politischen beginnt mit der Bestimmung einer politischenEinheit als „corps social“, setzt sich fort in der politischen Diskussion rund um bioethische Fragen wie Präimplantationsdiagnostik oder Stammzellenforschung und reicht bis zu Fragen des Gender-Mainstreaming und der leiblichen Dimension von Kategorien wie race, class oder gender. Die Sektionwill sich in erster Linie auf Fragen der „Biopolitik“ konzentrieren, verstanden als Problematisierung vonKörperordnungen, -techniken und -disziplinierungen, die den Raum des Politischen allererst konstituieren.


Sektion III: Gewalt – Schmerz – Leiden
(Sektionsleitung: Michael Staudigl, Wien)
Die Sektion fragt nach den Möglichkeiten der Phänomenologie, verschiedenste Phänomene der Gewalt  umfassend zu erforschen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Weise, in der tradierte Auffassungen menschlicher Verletzlichkeit, Erfahrungen des Leidens und Symbolisierungen von Schmerz den sozialen Sinn und die gelebte Praxis von Gewalt bestimmen. Wie mit dem unaufhebbaren Faktum menschlicher Verletzlichkeit umgegangen wird, wie es gelebt und sinnhaft artikuliert wird und wie diese Sinnzuschreibungen in eins auf die Konstitution des Politischen wirken, soll dabei beispielhaft mit Bezug auf ausgewählte Phänomene der Gewalt beschrieben und kritisch diskutiert werden.


Sektion IV: Affekte – Gefühle – Leidenschaften
(Sektionsleitung: Iris Därmann & Kathrin Busch, Berlin)
Gefühle sind keine Privatangelegenheit. Als Bindungs- und Trennungskräfte bringen sie politische
Ordnungen in Aufruhr und Bewegung. Hass, Ekel und Angst werden als politische Intensivierungstechniken des gewaltsamen Ausschlusses Anderer genutzt. Trauer, Leid und Ohnmacht können sich als affektive Kräfte politischen Widerstands erweisen. Im Mittelpunkt steht das In- und Auseinander von Politischem und Politik aus gefühlsphänomenologischer Perspektive. An welchen Gefühlen richtet sich das Politische aus und mit welchen Gefühlen rechnet wiederum die Politik? Inwiefern sind Gefühle (wie die Liebe) und Gefühlspraktiken unverzichtbar für das politische Bindegewebe und können es zugleich exzessiv bedrohen? Ist die Affizierbarkeit durch Andere und Anderes bereits ein spezifischer Modus politischer Affektivität im Sinne einer vita passiva, die als konstitutiv für die vita activa gelten kann?


Sektion V: Macht – Herrschaft – Unterdrückung
(Sektionsleitung: Christina Schües, Lübeck)
Strukturelle Macht und die Ausübung von Herrschaft, das Erleiden von Unterdrückung und die Erfahrung des Ausgeschlossenseins aus dem gesellschaftlichen Bereich stellen Herausforderungen dar, die dazu aufrufen, Ansätze einer politischen Phänomenologie zu entwickeln. Die Partizipation in der Demokratie sowie der Widerstand in nicht-demokratischen Gesellschaften bedürfen epistemischer Ressourcen. Doch wie können aus phänomenologischer Perspektive die Ausgrenzung von Wissenspraktiken, das Fehlen von Sprache, das Nicht-Gehörtwerden, die Unterdrückung oder Machtstrukturen selbst beschrieben werden?


Sektion VI: Kultur – Nation – Ethnie
(Sektionsleitung: Georg Stenger, Wien)
Kultur, Nation und Ethnie dienen oftmals als „Kampfbegriffe“, anhand derer identifikatorische resp.
essentialistische Zuschreibungen vorgenommen werden. Dagegen soll im Ausgang von einer phänomenologischen Konstitutionsanalyse danach gefragt werden, wie es überhaupt zu diesen Begriffen und den mit ihnen verbundenen Verständnissen und Zuschreibungen kommt. Im Zuge dessen erscheintes möglich, „Normativität“ und „Genese“ nicht länger gegeneinander auszuspielen. Perspektivisch  legen sich daher folgende Fragestellungen nahe: Gibt es eine konstruktive Responsivität zwischen den drei Begriffen resp. Denkräumen, die von alters her für bestimmte Ordnungsmuster stehen? Grenzen sie sich gegenseitig stärker voneinander ab, wie es die historische Entwicklung in beinahe allen Kulturen nahezulegen scheint? Oder sind sie von Anfang an so ineinander verstrickt, dass „das Politische“ gänzlich aus dem Blickwinkel zu geraten droht?

Sektion VII: Offene – unmögliche – kommende Gemeinschaft
(Sektionsleitung: Matthias Flatscher, Wien)
In produktiver und zugleich kritischer Auseinandersetzung mit der klassischen Phänomenologie loten neuere Ansätze einen anderen Begriff von Gemeinschaft aus. Dieser wird als „uneingestehbare“ (Blanchot), „entwerkte“ (Nancy) oder auch „kommende“ (Agamben) Gemeinschaft bezeichnet, um jeder Form von Essentialismus einen Riegel vorzuschieben und ihr nicht-identitäres Verständnis zu akzentuieren. In der Sektion sollen die Diskurse, die den Versuch unternehmen, Gemeinschaft auf diese offene Weise zu „gründen“, zu Wort kommen, um zugleich Implikationen für eine Revision des Politischenzu diskutieren und konkrete Konsequenzen aufzuzeigen.


Sektion VIII: Kunst – Medien – Politik
(Sektionsleitung: Christian Grüny, Witten)
Das Politische ist das große Thema gegenwärtiger künstlerischer Produktion. Im Mittelpunkt der Sektionsoll die Frage nach den Formen des Politischen in den Künsten stehen, die eng mit der Rolle der Phänomenologie in der Kunsttheorie zusammenhängt. Die Phänomenologie ist dort am stärksten, wo wahrnehmungsbezogene Formen den Fokus künstlerischer Gestaltung bilden; je stärker konzeptuelle und aktivistische Züge hervortreten, desto weniger scheint sie gefragt. Wie schätzen Künstler- und Theoretikerinnen der verschiedenen Disziplinen die Möglichkeiten und die Produktivität eines phänomenologischen Zugangs ein?


Plenarvorträge: Linda Martín Alcoff (New York), Emmanuel Alloa (St. Gallen), Bettina Bergo (Montréal),
Debra Bergoffen (Washington), Robert Bernasconi (PennState), James Mensch (Prag), Andreas Oberprantacher
(Innsbruck), Jacob Rogozinski (Straßburg).


Bitte senden Sie Vorschläge in Form eines etwa 500 Wörter umfassenden Abstracts für einen Vortrag
von max. 30 Minuten bis zum 15.02.2017 an den Generalsekretär der DGPF, Dr. Steffen Herrmann:
steffen.herrmann@fernuni-hagen.de. Die Auswahl der Beiträge treffen die Sektionsleitungen. Geben
Sie daher bitte die Sektion an, auf die Sie sich mit ihrem Vorschlag bewerben.
Den Auftakt der Jahrestagung der DGPF macht der Workshop „Traditionslinien der Phänomenologie“
am 13. September 2017. In drei Sektionen (I. Klassische Phänomenologie (Brentano bis Heidegger), II.
Französische Phänomenologie, III. Grenzen der Phänomenologie) können ohne thematische Einschränkungen
phänomenologische Forschungsprojekte (insbes. Dissertationen) präsentiert und diskutiert
werden. Die Sektionen des Workshops werden u.a. von Mitgliedern des Beirats der DGPF geleitet.
Vorschläge für einen Vortrag können in gleicher Form und auf demselben Wege wie für die thematisch
fokussierte Tagung beim Generalsekretär eingereicht werden.
Organisation:
Prof. Thomas Bedorf (Präsident)
Dr. Steffen Herrmann (Generalsekretär)
Deutsche Gesellschaft für phänomenologische Forschung
www.phaenomenologische-forschung.de

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Termin: 15. März

Call for Abstracts
Workshop
Analysis and explication – traditional and contemporary approaches
Department of Philosophy


Heinrich Heine University Duesseldorf, Germany
20 & 21 October 2017
Philosophical analysis is often considered to be synonymous with conceptual analysis, which in turn is usually associated with a kind of a priori probing of word-meaning that operates largely in the spirit of ordinary language philosophy. A standard account construes conceptual analysis as the decomposition of complex concepts into simpler ones. Criticisms pertaining to issues like the paradox of analysis, the very notion of analyticity, the role of a priori reasoning, the origin of linguistic intuition, or the structure of mental representation have all added to undermining confidence in the merits of conceptual analysis. Yet it seems to remain an important part of philosophical practice.
To restrict the notion of philosophical analysis to the decomposition of concepts would, however, provide an incomplete account of the ways analysis has been put to work in the history of philosophy. Even analytic philosophy, the school of thought whose label indicates its favored methodology, arguably originated in a different sort of philosophical practice – namely, attempts to interpret and transform utterances into a more precise type of language, rather than trying to dismember the constituents of thought based on its linguistic appearance. Still other forms of analysis have been influential in ancient philosophy, when the term denoted the search for first causes or last principles.
As far as the clarification of concepts is concerned, explication is sometimes seen as an alternative means. The notion itself, however, is not exempt from ambiguity, nor is it univocally acclaimed as an appropriate part of investigating philosophically interesting concepts. Given our best account of each of them, should analysis and explication be seen as rivals, complementary parts of some whole or basically rather similar approaches to the same end?
The aim of this workshop is to shed light on historical variations of analytical and explicatory methods within and outside of philosophy as well as their current status. We are seeking to combine historical and systematic perspectives on philosophical methodology and to bring together philosophers and scholars from other fields such as linguistics, psychology and neuroscience in order to achieve a more comprehensive representation of possible views on the improvement of conceptual frameworks as a contribution to epistemic progress.
We would like to address questions like:
· Can we expect conceptual analysis to be more than an auxiliary device to clarify word-meaning for a given discourse-context?
· Is the standard account of conceptual analysis even predominant in the history of philosophy?
· Does conceptual analysis rely on unsustainable assumptions about the ontology and structure of concepts?
· To what extent is conceptual analysis a combination of a priori and empirical procedures?
· What is the relation between analysis and explication (as defined/ employed by different authors)?
· Do we make epistemic progress in philosophy via conceptual analysis?
· What are the roles of conceptual analysis and explication outside of philosophy?
· Which ways of clarifying concepts, if any, should be considered the most promising and which are outdated?
The workshop is organized by project A05 “Presuppositions of Frame Theory in the History of Philosophy” in the Collaborative Research Centre 991 “The Structure of Representations in Language, Cognition and Science” funded by the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).
http://www.sfb991.uni-duesseldorf.de/en/the-structure-of-representations-in-language-cognition-and-science/
Important dates:
Deadline for submission of abstracts (300-500 words): 15 March 2017
Notification of acceptance: 15 April 2017
Workshop: 20 & 21 October 2017
Please submit abstracts in .doc or .pdf format to: ae2017@phil.hhu.de.
Organizational team: Christoph Kann, David Hommen, Frauke Albersmeier

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Termin: 31. März

 

Wittgenstein and Hegel – Reevaluation of Difference

Technical University Dresden, Germany, June 28–30, 2017
Call for papers
Some slots are reserved for contributed papers. There are no parallel sections. We invite submissions for a 30-minute presentation followed by a 20-minute discussion. Papers may be submitted on any issue falling within the conference theme. Please send an abstract in English or in German as attachment (about 500 words), prepared for multiple blind review, to alexander.berg75@googlemail.com by March 31, 2017 (you may also use the form bellow). The author’s name and affiliation should be included in the body of the e-mail. Notification of acceptance will be given by April 22, 2017. It should go without saying, but we highly encourage submissions from those who are traditionally under-represented. Conference languages are English and German. For all accepted speakers, we provide free accommodation during the conference. There is no conference fee.
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Termin: 31. März

Aristotle on Living Beings. The Generation of Animals

International Symposium (3–5 May 2017)

 

 

Call for Registration, Chairs, and Commentators

The Philosophy Department of the University of Tuebingen is pleased to host the international symposium “Aristotle on Living Beings. The Generation of Animals” (3–5 May 2017). We would like to invite international, national, and local doctoral students and postdocs to apply for the presentation of short comments and replies (5–7min) to the main speakers’ presentations. If you are interested in this role, please email a short cv and summary of your present doctoral or postdoctoral research project (together up to one page) to the organizer of the symposium. If you are interested in participating in the symposium as a guest and would like to contribute to the general discussions, please send an email to the organizer and register. Places are limited; registration is recommended. Please indicate upon registration if you would like to chair one of the sessions also.We will provide free lodging for international and national doctoral students and postdocs who will act as commentators or chairs. Travel expenses, however, cannot be covered.

 

Speakers

Sophia Connell (Cambridge), Barbara Sattler (St Andrews), Mariska Leunissen (UNC), Thomas Johansen (Oslo), Devin Henry (Western Ontario), Justin Smith (Paris 7), James Wilberding (Bochum), Ina Goy (Tübingen), Christopher Shields (Notre Dame), Klaus Corcilius (Tübingen), Stephen Menn (McGill) & Emily Perry (Berkeley)

 

Deadline

We will accept applications and registrations until the event is booked up, but would be pleased if they reach us by 31 March 2017.

 

Venue

Schloss Hohentuebingen, Burgsteige 11, 72070 Tuebingen, Germany, Fuerstenzimmer

 

Organization and Contact

PD Dr. phil. habil. Ina Goy, ina.goy@uni-tuebingen.de

 

Sponsors

The symposium is supported by the Excellence Initiative of the University of Tuebingen (ZUK 63) and by the German Research Foundation.

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 31. März

   
Titel: Recht und Moral als soziale Praktiken? Tagung des Jungen Forums Rechtsphilosophie in Regensburg
Text: Aus Sicht des sogenannten practice turn – ihm lassen sich Arbeiten von Autoren wie Brandom, Taylor, Foucault, Bourdieu und Butler zuordnen – sind Recht und Moral soziale Praktiken. Der Mensch wird ni cht länger als autonomes vernünftiges Subjekt mit innerem moralischen Kompass verstanden, sondern als körperliches Wesen, das auf habituelle Weise mit lokalen sozialen und materiellen Umwelten interagiert. Die Anwendung praxeologischer Konzeptionen auf Recht und Moral verspricht deren Beschreibung ohne substantielle metaphysische Vorannahmen sowie die Vermittlung zwischen Gegensätzen wie z.B. Individuum–Kollektiv und Geist–Körper. Demgegenüber lässt sich mit Argumenten ganz unterschiedlicher Positionen – z.B. der Kants, Kelsens, Rawls’ oder Habermas’ – kritisieren, dass eine solche Rechts- und Moralpraxeologie Normativität als Kernmerkmal von Recht und Moral aus dem Blick verliere und zu Relativismus und Kritikunfähigkeit führe. Das Menschenbild des autonomen Vernunftsubjekts – scheinbar unabdingbar für Verantwortlichkeit – könnten Praxeologien nicht ersetzen. Recht und Moral aus der Perspektive des practice turn: Ist das Durchbruch oder Verwirrung? Auf der interdisziplinären Nachwuchskonferenz sollen die Chancen und Probleme praxeologischer Zugänge zu Recht und Moral diskutiert werden. Wir erbitten Abstracts von max. 1000 Worten bis zum 31.3.17 an jan.marschelke@ur.de. Die Tagungsbeiträge werden als Beiheft zur Zeitschrift „Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie“ publiziert.
Infos: E-Mail Adresse für Einreichungen: jan.marschelke@ur.de
Deadline: 31.03.2017
Call-Bezeichnung: Call for Papers
Ort: Universität Regensburg
Datum: 13.09.2017
Ende: 15.09.2017 --:--
Veranstaltende Institution: Junges Forum Rechtsphilosophie

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Termin: 31. März

Arendt and Critical Theory Today. 2nd Istanbul Critical Theory Conference
Text: Die Konferenz möchte das Verhältnis des Denkens Hannah Arendts zur Kritischen Theorie im Lichte der politischen und sozialen Probleme der Gegenwart beleuchten. Sie ist die zweite Konferenz in der Reihe "Istanbul Critical Theory Conference", die dieses Jahr jedoch wegen der politischen Verhältnisse in der Türkei "im Exil" in Oldenburg stattfinden muss. Keynote Vorträge werden gehalten von Jay Bernstein (New York), Zeynep Gambetti (Istanbul), Lars Rensmann (Groningen). Die Konferenzsprache ist Englisch. Interessierte ForscherInnen sind eingeladen, bis zum 31. 3. Abstracts mit einer Länge von max. 400 Wörtern einzureichen.
Infos: E-Mail Adresse für Einreichungen: criticaltheoryistanbul@gmail.com
Deadline: 31.03.2017
Call-Bezeichnung: Call for Papers
Ort: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Datum: 13.07.2017
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Ende: 15.07.2017 18:00
Veranstaltende Institution: Institut für Philosophie, Universität Oldenburg

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Termin: 1. April

Call for Papers: Giving an Account of Evil / Das Böse verantworten
Societas Ethica’s 54th Annual Conference
Volos, Greece, August 24-27, 2017
Philosophen und Theologen denken seit Jahrtausenden über das Problem des Bösen nach.
Begriffsklärungen, Erklärungen über den Ursprung und die Weisen, wie das Böse Gestalt annimmt,
bleiben umstritten. Societas Ethica lädt Vertreter und Vertreterinnen der Ethik, Moralphilosophie
und Theologie darum dazu ein, sich mit dieser komplexen Themenstellung sowohl als ethischer
Kategorie als auch bezogen auf konkrete Kontexte zu befassen.
Auch nach mehr als sieben Jahrzehnten nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist es unmöglich, das
Böse ethisch zu thematisieren ohne den Schatten der Shoah einzubeziehen, der das Verständnis
vorsätzlicher Gewalt, Mord und Zerstörung radikal verändert hat. Heute blenden Analysen des
Bösen theologische Erklärungen zumeist aus und ziehen stattdessen breitgefächert
gesellschaftswissenschaftliche Erkenntnisse heran. So setzen sich konkrete Untersuchungen mit
der Phänomenologie der Gewalt, der Psychologie und Philosophie des Traumas auseinander und
stellen sich den damit einhergehenden ethischen Herausforderungen. Angewandte ethische
Untersuchungen wiederum nehmen verschiedene Aspekte struktureller Gewalt, die Auswirkungen
der Kolonisierung auf Rassismus, das Wiedererstarken von Neokolonialismus, Nationalismus und
autoritären Verhaltensweisen, moderne Formen der Sklaverei, organisiertes Verbrechen und
Menschenhandel in den Blick.
Bei unserer Tagung wollen wir eine Balance finden zwischen der Auseinandersetzung mit
konzeptionellen Analysen des Bösen in der theologischen und philosophischen Tradition einerseits
und mit dessen historischen sowie zeitgenössischen Erscheinungsweisen andererseits. Dabei stellt
sich die Frage, wie wir dem „Bösen“ in der heutigen Welt begegnen und wie wir es heute
verantworten können – anders gesagt: welche Antworten fordert das „Böse“ sowohl theoretisch als
auch praktisch?
Da wir uns in Griechenland treffen, werden wir die Themenstellung der Tagung insbesondere in
Verbindung mit Problemstellungen einer humanitären Migrationspolitik, ökonomischer Ungleichheit
und den damit verbundenen Interpretationen unserer europäischen Geschichte verfolgen. Ob und
wie wir historische Entwicklungen mit gegenwärtigen Ereignissen in Beziehung setzen, muss
Auswirkungen auf unser Verständnis des Bösen, dem wir heute begegnen, und letztlich auch auf
unsere Antworten darauf haben.
Wir freuen uns auf Beiträge aus der Philosophie, Theologie und Angewandten Ethik, aber auch aus
der kritischen Politischen Theorie, Geschichtswissenschaft und verwandten Disziplinen
Auf der Tagung der Societas Ethica sollen die zentralen moralischen Fragen bezüglich des Bösen
in Form von parallelen Sitzungen mit den folgenden Schwerpunkten bearbeitet werden:
- Das Böse als ethische Kategorie
- Phänomenologie der Gewalt
- Das Böse und die Shoah
- Theologie, Metaphysik und das Böse aus den Perspektiven verschiedener Religionen
(Katholischer, Protestantischer, Orthodox-Christlicher, Jüdischer, Islamischer Theologie)
- Religion und Gewalt
- Plurale moralische Kulturen und die Frage des Bösen
- Ethik und strukturelle Gewalt
- Traumatheorien: Psychologie und Philosophie
- Interpretationen gegenwärtiger politischer Strömungen: Nationalismus, Autoritarismus,
Neofaschismus
- Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus in Europa und darüber hinaus
- Die Folgen von Kolonialismus, Sklaverei und Rassismus – moderne Formen der
Zwangsarbeit, Menschenhandel und Rassismus in einer ökonomisch globalen Ordnung
- Migration, Flüchtlingskrise und europäische Grenzpolitik
- Open Channel für Nachwuchswissenschaftler/innen: Präsentation von Doktorarbeiten
Die eingereichten Abstracts sollen nicht mehr als 800 Wörter (ohne Bibliographie) umfassen und
deutlich eine ethische Fragestellung oder einen ethischen Argumentationsgang zu den
genannten Aspekten erkennen lassen. Die Beiträge können in Englisch, Deutsch oder
Französisch verfasst sein, Einreichungsschluss: 1. April 2017.
Bitte senden Sie die beiden folgenden Dokumente als Word Attachment an Silas Morgan,
smorgan2@luc.edu, und nennen Sie als Betreff “Societas Ethica 2017 Conference.”
Dokument 1: Nachname, Vorname, Email-Adresse, Institutsadresse, Titel des Beitrags,
Zuordnung zum thematischen Schwerpunkt des Beitrags und gegebenenfalls die Bewerbung für
den Young Scholars’ Award (Information s.u.).
Dokument 2: Beitrag inklusive Bibliographie (höchstens 10 Angaben), Keywords und Titel. Alle
Referenzen, die eine Identifizierung erlauben, müssen entfernt sein. Bitte benutzen Sie Times
New Roman 12 pt für den Text und Ariel (bold) 16 pt für die Überschrift.
Die Abstracts der Konferenzbeiträge werden in den Konferenzunterlagen veröffentlicht.
Ausgewählte Vortragsbeiträge werden in einer Sonderausgabe der Zeitschrift De Ethica. A
Journal of Philosophical, Theological and Applied Ethics veröffentlicht.
Der Societas Ethica Young Scholars’ Award wird an den/die Nachwuchswissenschaftler/in
überreicht, die/der den besten Vortrag hält. Für diesen Preis sind qualifiziert: Doktorant/innen
und Wissenschaftler/innen, die Ihre Dissertation weniger als zwei Jahre vor der Jahrestagung
erworben und keine tenure-track-Position an einer Hochschule haben. Weitere Informationen
finden sich auf der Website www.societasethica.info.
Societas Ethica – die Europäische Forschungsgesellschaft für Ethik – hat mehr als 270
Mitglieder aus annähernd 35 Ländern. Unter der gegenwärtigen Präsidentschaft von Dr. Hille
Haker (Loyola University Chicago) strebt die Societas Ethica an, Kontakte zwischen
Wissenschaftlern in unterschiedlichen Ländern zu fördern, um politische, ideologische und
religiöse Mauern zu überwinden. Wir begrüßen Beiträge von Nicht-Mitgliedern und Mitgliedern.
Liebe Mitglieder, bitte bestätigen Sie Ihre Mitgliedschaft:
http://www.societasethica.info/membership?l=en.
Prof. Dr. Hille Haker, President Prof. Dr. Arne Manzeschke, Vice President
Loyola University Chicago Ludwig-Maximilians-Universität München
Evangelische Hochschule Nürnberg

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Termin: 1. April



CALL FOR ABSTRACTS: Formal Models of Scientific Inquiry

When: July 18-19, 2017
Where: Institute of Philosophy II, Ruhr-University Bochum

Conference website: http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/defeasible-reaso
ning/Conference-Formal-Models.html

Description: Throughout the last two decades philosophical discussions on
scientific inquiry have increasingly utilized formal models. This has been
especially fruitful for the investigation of social aspects of scientific
inquiry, such as the division of cognitive labor, social factors that
influence scientific decision making, etc. To this end a variety of formal
models have been developed, starting from analytical ones to agent-based
models that provide computer simulations of scientific inquiry. One of the
main advantages of formal approaches is that they help us to understand
these issues precisely and to form normative generalizations that are
difficult to obtain in view of traditional methods (such as, for example,
historical case studies). Nevertheless, models frequently come with a high
degree of idealization and simplification, which may impede their relevance
for actual scientific practice. This poses the question, to which extent
formal models can be used to provide an understanding of scientific
inquiry, and to which extent they can be improved with respect to their
relevance for science policy.
The aim of this conference is to bring together scholars working on
different approaches to the formal modeling of scientific inquiry to
discuss both different types of formal models and the prospects and limits
of their usefulness for philosophy of science, social epistemology and
science policy. We invite contributions on these and related issues,
including:

- analytical models of scientific inquiry
- agent-based models of scientific inquiry
- modeling science by means of formal argumentation
- Bayesian approaches to the modeling of scientific inquiry
- using economic models to tackle scientific decision making: pros and cons
- critical examination of the prospects and limits of formal models of
science

Keynote speakers:
Gregor Betz (Karlsruhe Institute of Technology)
Leah Henderson (University of Groningen)
Jason McKenzie Alexander (London School of Economics)

Abstract submission:
Authors are invited to submit an extended abstract (500-1000 words) related
to the above questions to the EasyChair account:
https://easychair.org/conferences/?conf=fmsi2017 by April 1, 2017.
Extended abstracts should be submitted as an attached PDF file. Please also
provide a short abstract of up to 100 words.
An application for a special issue with the conference post-proceedings
will be submitted to an internationally recognized journal (details TBA).

Important dates:
submission deadline: April 1, 2017
notifications: May 1, 2017
conference: July 18-19, 2017

Program Committee:
Jesus P. Zamora Bonilla (Universidad Nacional de Educación a Distancia)
Peter Brössel (Ruhr-University Bochum)
Anna-Maria Asunta Eder (Northeastern University)
Remco Heesen (University of Cambridge)
Bennett Holman (Yonsei University)
Rogier De Langhe (Ghent University)
Jan Sprenger (Tilburg University)

Organizing committee:
AnneMarie Borg
Dunja ?e?elja
Christian Straßer
Vlasta Sikimi?

For any queries please contact us at: ModelsofScience@gmail.com

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Termin: 14. April

 

 

Call for Papers  
Titel: Philosophy in its Beginnings: On the Conceptualisation, Criticism, and Justification of Philosophy i
Text: 21-23 July 2017, Humboldt-University Berlin In Antiquity, the meaning and value of philosophy was debated with great vigor. This debate among opponents and proponents of philosophy has formed the foundation of our understanding of philosophy until today. The aim of this conference is to bring papers on different aspects of this debate together, in order to better illuminate it and its ramifications. Core questions of the conference will be: What is philosophy and how did the understanding of “philosophy“ develop in Antiquity? What does the criticism of philosophy and similar rational endeavours in Antiquity consist in? What kind of justification of philosophy and similar rational endeavours do we find in Antiquity? We solicitor papers on these core questions and related issues. Invited Speakers: Monte Ransome Johnson (UC San Diego), Marina McCoy (Boston College), Glenn W. Most (SNS Pisa/University of Chicago), Matthias Perkams (Universität Jena), John Sellars (King’s College London) Please submit anonymous abstracts of no more than 500 words. Notifications of acceptance will follow quickly. Abstracts are accepted in English or German. Talks should preferably be given in English (40 minutes long). Some funds may be available to help to cover travel expenses of those without other recourses. This conference is organised by Christopher Roser and Ronja Hildebrandt, and it is generously supported by the DFG Research Training Group “Philosophy, Science, and the Sciences.”
Infos: E-Mail Adresse für Einreichungen: warumphilosophie@gmail.com
Deadline: 14.04.2017
Call-Bezeichnung: Call for Papers

 

Call for Papers: The Experience of Suffering. Philosophical, Cultural and Social Dimensions

International Conference, Institute of Philosophy, University of Innsbruck Innsbruck

22th-23th June 2017

Organizers: Noelia Bueno-Gómez, Anne Siegetsleitner

The entire experience of suffering and the way in which we make sense of it is influenced by cultural and social patterns. Therefore, a phenomenon like suffering can only be understood from a holistic and an interdisciplinary approach. Suffering is at the same time a personal and a social experience. It affects people and their relationships at an existential, psychological, and physical level. Human suffering has always been treated through symbolical performances (rituals), narratives of meaning, religious explanations, and technical interventions in human cultures. A holistic approach to suffering should take into account all these dimensions, in order to put them together and design a general interpretation of what causes suffering, of how it affects human beings (and also non-human animals) and of how they face it.

Submission guidelines

This call for papers particularly addresses young researchers but is not limited in that regard. Abstracts should be around 500 words and include the author´s institutional affiliation if any. Please send abstracts to noelia.bueno-gomez@uibk.ac.at no later than 1st April 2017. Final decisions will be communicated by mid of April 2017.

The conference language is English.

Deadline. 20. April

Perspectives on Scientific Error

TiLPS, Tilburg University, 26-27 June 2017

Call for Papers

This workshop brings together an interdisciplinary group of researchers interested in issues of scientific error. Participants share their views on how scientific errors can be detected and corrected, how they influence scientific communities, and the perception of science as a whole.

The topics of the workshop include, but are not limited to:

  • replicability of research findings
  • statistical and social reforms to address error (e.g., Bayesian vs frequentist statistics, publication practices, incentive structures)
  • evidence aggregation, meta-analysis, and evidence hierarchies
  • error propagation and error correction
  • values in science, and their impact on scientific error
  • trust in science, science denial, etc.

Submission guidelines

Please submit an extended abstract (max 1000 words) and a short abstract (max 100 words) suitable for blind review until 20 April 2017 via the EasyChair review system (link below). The following categories are welcome:

  • Presentations
  • Posters

Participants can indicate in EasyChair whether they want their presentation submission, if not accepted, to be considered for the poster session

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Termin: 30. April

Call for Abstracts


Marx Kongress 2017 -
Theorie und Praxis im 21. Jahrhundert
Tagung an der Universität Trier vom 11. bis 14. Oktober 2017
2017, und es ist Marx-Jahr. Die Stadt Trier nimmt dies zum Anlass, um nach dem großen
Nero-Jahr 2016 der nächsten Persönlichkeit ihre Aufmerksamkeit in Form von
Sonderausstellungen, Festakten und anderen Veranstaltungen zuzuwenden: Karl Marx, dem
wohl bekanntesten Sohn der Stadt. Im Fokus der Trierschen Erinnerungspolitik steht dabei
die notwendige Aufarbeitung der unter dem Banner des Marxismus begangenen
Menschheitsverbrechen des 20. Jahrhunderts, während die Auseinandersetzung mit dem
marxschen Werk entweder nicht stattfindet oder vollkommen analyse- und begriffslos bleibt.
Einen politischen, geschweige denn ernstzunehmenden Gegner sehen sie in Marx
offensichtlich nicht. So ist anlässlich des 150-jährigen Erscheinens des „Kapital“ im
September 2017 sowie des 200. Geburtstages von Karl Marx im Mai 2018 die
kulturindustrielle Verwertungsmaschinerie durch die Stadt Trier längst in Bewegung gesetzt
und von der Handelskammer bis zur Universität findet sie breite Zustimmung.
Diese verkehrte Situation möchten wir vom Rosa Salon Trier wiederum zum Anlass nehmen
und fragen: Ist das alles, was von Marx, seinen Motiven, Theorien und Kritiken bleibt? Der
Gesellschaft irgendeinen kulturellen Grund zum Feiern zu liefern? Den AkademikerInnen ein
spannendes ideengeschichtliches Feld zu bieten, welches in (unvergüteten) Seminaren
diskutiert werden kann? Politischen Gruppierungen einen identitären Bezugsrahmen zu
geben? Bejaht man diese Fragen, so scheint die Kritik verschwunden, welche Marx von den
Frühsozialisten und Linkshegelianern übernahm und radikalisierte, und welche in vielfältiger
Weise dem Denken des 20. Jahrhunderts ihren Stempel aufdrückte. Aber woran liegt das? Ist
es die Folge gesellschaftlicher Entwicklung? Hat sich unser Verständnis der Welt dermaßen
gewandelt, dass Marx' Kritik obsolet geworden ist?
Mit dem bevorstehenden Kongress soll die konkrete Frage behandelt werden, wie im Jahr
2017 sinnvoll an das marxsche Denken und seine radikale Kritik gesellschaftlicher
Verhältnisse angeschlossen werden kann und welcher Kritik und Weiterentwicklungen diese
bedürfen.
Wir bitten daher um die Einsendung von Beiträgen, welche sich thematisch in folgenden
Bereichen bewegen, aber auch jenseits davon formuliert werden können:
Marxsche Grundlagen und die Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse:
Inwiefern war das Denken von Marx grundlegend den Verhältnissen seiner Zeit verhaftet?
Wie hat Marx Konzepte und Begrifflichkeiten wie Fetischismus, Verdinglichung oder
Entfremdung geprägt? Was sind die zentralen Argumente der Kritik der politischen
Ökonomie? Inwieweit sind Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität marxsche Kategorien?
Welches Wahrheits-, Wissenschafts- und Theorieverständnis legte Marx zugrunde und in
welcher Weise kann adäquat daran angeschlossen werden?
Zugriffe, Kritik und Weiterentwicklung der marxschen Kritik:
Was ist Kritik? Haben sich Ansätze und Disziplinen wie Psychoanalyse oder Linguistik als
fruchtbar für die kritische Theorie der Gesellschaft erwiesen? In welchem Verhältnis stehen
die Analyse von Antisemitismus und Rassismus zur marxschen Theorie? Wie schließen soziale
Kämpfe wie die des Feminismus oder des Postkolonialismus an Marx an? Welcher Begriff von
Ideologie ist dem Bestehenden angemessen und worauf muss die Kritik dieser Ideologie
fußen? Kann man (noch) von einer gesellschaftlichen Totalität sprechen? Wie stehen an Marx
anschließende Theorie und Philosophie zueinander? Haben wir es mit einer einschneidenden
Transformation des Kapital-Verhältnisses zu tun? Und wie verhält sich die marxsche Kritik zu
moderner ökonomischer Theorie?
Die Kritik der Utopie und die Utopie der Kritik:
Welche utopische Kraft kann der Marxismus in den gesellschaftlichen Strukturen unserer
Gegenwart entwickeln? Waren immanente Probleme der Theorie verantwortlich für das
Scheitern marxistischer Projekte im 20. Jahrhundert? Wie muss das Verhältnis von Theorie
und Praxis aussehen? Was ist von Klassentheorie zu halten, was von der Revolution? Wie
könnte die Organisation emanzipatorischer Praxis konkret aussehen? Lassen sich Menschen
heute noch für sozialistische oder kommunistische Ideen mobilisieren? Und wie hat man
umzugehen mit Linkspopulismus und der Frage des Politischen?
Fristen und Ablauf:
Willkommen sind Beiträge aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und fachlichen
Disziplinen. Es können Vorschläge für Panels oder einzelne Beiträge eingereicht werden.
Zudem ist es möglich, mediengestützte Beiträge zu zeigen oder künstlerische Ausarbeitungen
zu diesem Thema auszustellen.
Bitte sendet uns eure Abstracts von nicht mehr als 300 Wörtern mit einer kurzen
Selbstbeschreibung eurer Person auf Deutsch oder Englisch per E-Mail zu. Die allgemeine
Konferenzsprache ist Deutsch, Vorträge können jedoch auch auf Englisch gehalten werden.
Wir bitten um eine Einsendung der Beiträge bis zum 30. April 2017 (E-Mail:
info@rosasalon.org).
Veranstaltet wird der Kongress vom Rosa Salon Trier sowie der SJ – Die Falken Trier, geförder
wird er von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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Termin: 3o April

++Call for Paper++
Philosophie und politische Praxis in der Antike
GANPH-Symposium im Rahmen der Werner-Jaeger-Preisverleihung


Nettetal, 6.–7. Oktober 2017
Thema
Philosophie und politische Praxis stehen in der Antike in einem Spannungsverhältnis
zueinander. Einerseits ist der Philosoph für den Erhalt seines Lebens wie auch für die zur
Kontemplation notwendige Muße (scholê) auf die materiellen Leistungen des politischen
Verbandes und das politische Tätigsein seiner Mitbürger angewiesen. Andererseits verweigert
der Philosoph, indem er sich von den staatsmännischen Pflichten und Ämtern ausnimmt und
sich stattdessen der Kontemplation widmet, der Polis scheinbar seinen Dienst. Die Spannung
zwischen philosophischer Reflexion und politischer Praxis wird besonders im Werk von
Aristoteles durch die Gegenüberstellung zweier Lebensformen thematisiert: Auf der einen
Seite findet sich das Leben der Kontemplation, auf der anderen der bios praktikos, das Leben
der Politik (NE X.7–9). Doch auch bei den anderen antiken Philosophenschulen wird die
Spannung zwischen kontemplativen und praktischen Leben immer wieder diskutiert.
Unsere Konferenz soll verschiedene antike Positionen dazu beleuchten und miteinander
vergleichen. Zu den eingeladenen Referentinnen und Referenten gehören Cinzia Arruzza
(New York; zu Platon), Gretchen Reydams-Schils (Notre Dame; zur Stoa) und Andrés Rosler
(Buenos Aires; zu Aristoteles).
Zwei Vorträge der Tagung werden über diesen Call for Paper vergeben. Vorschläge für
Vorträge zu folgenden Themenbereichen sind besonders willkommen:
Politische Praxis und Philosophie im 6. und 5. Jahrhundert
Politische Praxis und Philosophie bei Sokrates
Politische Praxis und Philosophie in Platons Spätwerk
Politische Praxis und Philosophie in der Römischen Stoa
Politische Praxis und Philosophie in der Skepsis
Wir bitten um die Einsendung eines Abstracts von etwa 1000 Wörtern bis zum 30. April 2017
an Simon Weber und Anna Schriefl:
simon.weber@uni-bonn.de
schriefl@uni-bonn.de

 

Deadline: 2. Mai

Welche Rolle spielt Öffentlichkeit
für Vernunft?
Workshop des Graduiertenkollegs des ZGW
Mittwoch, 14. Juni 2017, 9.45 – 18.30 Uhr
Ort: ETH Zürich, RZ F 21, Clausiusstrasse 59


Keynote Speaker
Prof. Dr. Stefan Gosepath (Freie Universität Berlin):
„Die soziale Natur der Normativität“
Der Workshop richtet sich primär an Doktorierende und
ist mit einem Call for Abstracts verbunden. Auch nichtvortragende
Doktorierende, sowie fortgeschrittene Master-
Studierende und Postdocs sind ausdrücklich zur Teilnahme
eingeladen. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Inhalt und Ziel des Workshops
Vernunft als Fähigkeit von Personen, sich selbst und ihre
Handlungen und Überzeugungen zu begründen, erschöpft
sich nicht in privaten Überlegungen. Gerade auch in der
öffentlichen Argumentation, verstanden als Austausch von
Gründen zwischen Personen, wenden wir unsere Fähigkeit
zur Vernunft an. Öffentliche Räume, in denen dieser Austausch
stattfinden kann, scheinen demnach eine wesentliche
Rolle für Begründungen oder Rechtfertigungen zu spielen.
In dem Workshop wollen wir uns diesem Verhältnis von
Öffentlichkeit und Vernunft widmen: Inwiefern muss Vernunft
in den jeweiligen Problembereichen, derer sie sich
annimmt, öffentlich sein? Sind beispielsweise moralische
Diskussionen, logische Schlussfolgerungen, politische Entscheidungen,
wissenschaftliche Diskurse, gesellschaftliche
Beschlüsse oder persönliche Vorhaben allesamt in gleicher
Weise auf Öffentlichkeit angewiesen? Welche Anforderungen
ergeben sich daraus für die Ausgestaltung des öffentlichen
Raumes? Ist Öffentlichkeit möglicherweise eine notwendige
Bedingung für Vernunft?
Prof. Dr. Stefan Gosepath (Freie Universität Berlin) wird
den Hauptvortrag halten. Sein Werk umfasst grundlegende
Arbeiten zur Struktur der Rationalität (Aufgeklärtes
Eigeninteresse, 1992), sowie spezifischere Theorien zur
moralisch-politischen Konzeption von Gleichheit und
Gerechtigkeit (Gleiche Gerechtigkeit, 2004). Der Frage nach
dem Verhältnis von Öffentlichkeit und Vernunft widmet
er sich ausdrücklich in den Aufsätzen „The Publicity of
Reason(ing)“ (2016) sowie „Öffentliche Gründe“ (2012).
Der Workshop wird durch das Graduiertenkolleg des ZGW und
die Professur für Philosophie mit besonderer Berücksichtigung
der praktischen Philosophie der ETH Zürich unterstützt.
Organisation und Kontakt:
Professur für Philosophie II
Romila Storjohann, Silvan Moser
romila.storjohann@gess.ethz.ch
D GESS
Call for Abstracts
Aus den Einsendungen zum Call for Abstracts wählen
wir bis zu vier Vorträge von Doktorierenden zur Frage
des Workshops „Welche Rolle spielt Öffentlichkeit für
Vernunft“. Pro Beitrag sind insgesamt 60 Minuten vorgesehen,
wobei Vortrag und Diskussion jeweils etwa 30
Minuten dauern sollten.
Zur Bewerbung senden Sie bitte bis zum 2. Mai 2017
einen Abstract von maximal 350 Wörtern als pdf an
romila.storjohann@gess.ethz.ch.
Ihre pdf-Einreichung sollte zur anonymen Begutachtung
vorbereitet sein, das heisst keine persönlichen Informationen
enthalten. Ihr Name sowie Ihre Universität sollten
aus der E-Mail hervorgehen.
Zusagen bzw. Absagen werden spätestens am 8. Mai 2016
versandt. Ein Zuschuss zu den Reisekosten ist möglich.







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