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Jahrgang 2015 - Heft 3 / 2015

Jahrgang 2015 – Heft 3 / 2015

EDITORIAL

Liebe Leserin, liebe Leser,

in den letzten „Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Philosophie e. V.“ hat sich der Freiburger Philosoph Hans-Helmut Gander bitter darüber beklagt, dass die Medien bei ihrer Berichterstattung über die Neubesetzung des Heidegger-Lehrstuhls ihre Leserinnen und Le-ser falsch informiert hätten. Das, „was sonst seriöse Journalisten und seriöse Philosophen ei-gentlich gemeinsam haben: sorgfältige Recherche und seriöse Urteilsbildung“, sei hier selbst bei „ansonsten seriösen Medien“ zu vermissen.
Die Wirklichkeit sieht jedoch etwas anders aus: Über die Besetzung von Lehrstühlen lässt sich kaum seriös recherchieren. Von den Instituten und Seminaren werden solche Anfragen in der Regel abgewimmelt, nichtssagend oder erst gar nicht beantwortet. Verwiesen wird dabei auf gesetzliche Vorgaben, die die Weitergabe entsprechender Informationen aus-schlössen. Dass diese Vorgaben so eng nicht sein können, zeigt die Presseerklärung der Uni-versität Freiburg, in der ausführlich über die Umwandlung der Professur berichtet wird. An Informationen kommt man allerdings leicht: man muss nur jemanden vom Institut persönlich fragen. Diese Informationen sind aber nicht immer korrekt und wohl auch nicht das, was Gander unter „se¬riöser Recherche“ versteht.

Philosophische Papers werden zunehmend in englischer Sprache verfasst und veröffentlicht, im Bereich der Wissenschaftsphilosophie ist dies bereits der Regelfall. Ein Opfer davon ist die altbekannte deutschsprachige Zeitschrift Philosophia naturalis, die nun ihr Erscheinen einstellt (siehe Seite 124). Es würden einfach zu wenige Beiträge in deutscher Sprache ein-gereicht, die die Qualitätskriterien einer wissenschaftlichen Zeitschrift erreichten, schreiben die Herausgeber in ihrer Begründung.
Mit freundlichen Grüssen,

Der Herausgeber: Peter Moser


INHALT

ESSAY
Thomas Fuchs: Die gegenwärtige Bedeutung der Phänomenologie; S. 8

BERICHT
Werte als Gegenstand wissenschaftlicher Erkenntnis. Ein Bericht von Alexander
Christian und Gerhard Schurz; S. 20

BIOGRAPHIE
Joachim Ritter als zeitdiagnostischer Philosoph; S. 36

STELLUNGNAHMEN
Der Begriff „Begriff“. Stellungnahmen von Christian Barth, Christoph Demmerling, Wolfgang Neuser und Markus Wild; S. 42

STUDIUM
Philosophie studieren in Schleswig-Holstein: Flensburg; S. 54
Neue Studiengänge; S. 54
Weiterbildung; S. 56
Einführungen; S. 59
Handbücher, Kommentare; S. 60
Reader; S. 61

UNTERRICHT
Helge Schalk: Neu sehen. Bilder in der Philosophiedidaktik; S. 62
Bundesländer; S. 65
Tagungen; S. 65
Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik; S. 66

PHILOSOPHISCHE PRAXIS
Eine Lebensphilosophie des Gefühls. Heidemarie Bennent-Vahles „Mit
Gefühl denken“; S. 70
Zehn Jahre „Institut für Praxis der Praxis“; S. 74
Philosophie am Pass; S. 74
Philogreissler; S. 75
Infinitum mobile; S. 75
Philosophy meets HipHop; S. 75
Abschluss des Funkkollegs „Philosophie“; S. 76
„School of Live als Franchising-Unternehmen; S. 76
Sofies Welt kostenlos verteilt; S. 77
Literatur zur Philosophischen Praxis; S. 77

FORSCHUNG – TRENDS – KONTROVERSEN
Die Kontroverse zwischen Badiou und Finkielkraut; S. 79
Rainer Marten macht Heidegger an seiner Radikalität fest; S. 82
Odo Marquards Vorlesungen zur Existenzphilosophie; S. 86
Menschen nehmen Gefühle anderer per Mustererkennung wahr; S. 90
David Hommen verteidigt den Epiphänomenalismus; S. 91
Angewandte Ethik: Nikolaus Knoepfflers wertorientierter Zugang; S. 96
Fragen an Nikolaus Knoepffler; S. 99
Oliver Marcharts postfundamentalistische Gesellschaftstheorie; S. 100
Tagungskalender; S. 104
Philosophie in Zürich: Francis Cheneval; S. 109
Philosophie in Osnabrück: Nikola Kompa; S. 110
Philosophie in Graz: Udo Thiel; S. 112

AUSGABEN; S.113

POSITIONEN
Peter Singers Gedanke. Eine Notiz von Anton Leist; S. 115

NACHRICHTEN
Deutschland; S. 118
Universitäten; S. 120
Preise; S. 122
Gestorben; S. 123
Personen; S. 123

LESERBRIEFE; S. 128

TAGUNGEN; S. 130

ZEITSCHRIFTENSCHAU; S. 134

NEUERSCHEINUNGEN; S. 145

IMPRESSUM; S. 163




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