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Kongresse

19.01.2017 Druckversion  |  Schrift: vergrößern verkleinern 

GAP 10 17.-20. September 2018

GAP 10 - Plurality in Philosophy and Beyond

Der zehnte Kongress der Gesellschaft für Analytische Philosophie (GAP) mit dem Titel »Plurality in Philosophy and Beyond – Vielfalt in der Philosophie und darüber hinaus« wird vom 17. bis 20. September 2018 zusammen mit der Universität zu Köln unter der Leitung von Thomas Grundmann und Joachim Horvath in Köln veranstaltet. Im Anschluss daran finden vom 21. bis 22. September 2018 noch verschiedene Satellitenworkshops an der Universität zu Köln statt. Alles Nähere zu GAP.10 finden Sie in Kürze unter http://gap10.de.

Beim GAP.10-Kongress, der vom 17. bis 20. September 2018 in Köln
stattfinden wird, wird an der bewährten Struktur von Hauptvorträgen,
Sektionsvorträgen und Kolloquien weitgehend festhalten, lediglich ergänzt
durch das neue Format der Buchsymposien.  

 Die Einreichungen für die Sektionen und die Postersession von GAP.10 – Plurality in Philosophy and Beyond. Vielfalt in der Philosophie und darüber hinaus (vom 17. bis 20. September 2018 an der Universität zu Köln) sind inzwischen geöffnet. Die GAP lädt alle Interessierten ein, Beiträge für die Sektionen von GAP.10 einzureichen (die Deadline ist der 31. Januar 2018). Den Call for Papers and Posters können Sie auf den folgenden Seiten einsehen: https://gap10.de/de/?section=callforpaper https://easychair.org/cfp/GAP10 Die Einreichungen erfolgen mit dem Online-System von EasyChair über den folgenden Link: https://easychair.org/conferences/?conf=gap10 Wenn Sie EasyChair bisher noch nicht benutzt haben, müssen Sie zunächst einen EasyChair-Account erstellen (einen entsprechenden Hinweis finden Sie auch auf der Login-Seite von EasyChair). Die GAP und das Organisationsteam von GAP.10 freuen sich auf Ihren Besuch in Köln!

 

Erläuterung des Rahmenthemas


Das Rahmenthema Plurality – Vielfalt ist eigentlich ein uraltes Thema der Philosophie, das bereits in der Antike im Spannungsfeld mit Einheitsüberlegungen prominent diskutiert wurde. Gleichzeitig ist es aber auch ein Thema von hoher Aktualität, das gegenwärtig zunehmend an Brisanz gewinnt. Die Philosophie muss einerseits Antworten auf drängende Probleme einer Welt geben, die durch eine sehr weitreichende Pluralität gekennzeichnet ist. Es ist eine Welt, in der Kulturen, Religionen, Moralvorstellungen, Lebensformen, sexuelle Orientierungen, Ethnien, Staaten aber auch Interessen, Meinungen und Theorien zumeist nur im Plural vorkommen. Auch wenn diese Vielfalt oft wertvoll und bereichernd sein kann, ist sie aber im Zuge zunehmender Polarisierung, Abgrenzung und Ungleichheit auch zu einer Quelle von Spannungen, Konflikten und nachhaltigen politischen Herausforderungen geworden. Eine verantwortungsvolle Philosophie sollte sich diesen Herausforderungen daher sowohl intellektuell als auch institutionell öffnen. Zudem erweist sich das Bild einer Philosophie, die sich mit einer einzigen Methode vollkommen homogenen Gegenständen zuwendet, zunehmend als überholt. Auch innerhalb der Analytischen Philosophie gibt es eine unbestreitbare Vielfalt von Methoden (von der Begriffsanalyse über formale Methoden und die wissenschaftsnahe Theoriebildung bis hin zur Experimentellen Philosophie), innerhalb vieler Disziplinen der Philosophie (wie etwa in der Logik) gibt es alternative Theorieansätze, die anscheinend gleich gut zur Modellierung geeignet sind, und die klassischen Gegenstände der Philosophie zerfallen unter dem scharfen Blick der Analyse häufig in heterogene Vielheiten. So schlägt beispielsweise der Wahrheitspluralist vor, dass Wahrheit von Aussagen über die physikalische Welt Korrespondenz erfordern kann, während die Wahrheit mathematischer Aussagen „nur“ Beweisbarkeit verlangt. Die Philosophie sieht sich also mit einer doppelten Pluralität konfrontiert: mit der Pluralität einer komplexen Wirklichkeit und mit ihrer eigenen, internen Pluralität. Die GAP.10 möchte die Chancen und Herausforderungen dieser doppelten Pluralität auf vielfältige Weise aufgreifen und diskutieren. Die Kölner Philosophie ist für eine Tagung mit dieser Ausrichtung ein besonders geeigneter Standort, weil sie zugleich die Vielfalt philosophischer Methoden und Zugänge, aber auch die Offenheit gegenüber der Vielfalt der Wirklichkeit seit langem institutionell verkörpert.'

Hauptvorträge

 Eröffnungsvortrag: Louise Antony „The Nature of Gender“ (University of Massachusetts, Amherst, USA)
 Erkenntnis Lecture: Benjamin Schnieder „On the Plurality of Grounds“ (Universität Hamburg)
 Abschlussvortrag: Thomas Hurka „The Intrinsic Value of Knowledge and Achievement“ (University of Toronto, Kanada)
 Frege-Preis-Vortrag: Dieter Birnbacher „Action by Commission vs. Action by Omission – where’s the Difference?“(Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Kolloquien

Kolloquien

 Frege-Preis-Kolloquium: Action by commission vs. action by omission – where's the difference?
Organisation: Thomas Grundmann
Laudatio und Moderation: Rainer Hegselmann (Frankfurt)
Sprecher_innen: Dieter Birnbacher (Düsseldorf), Carl-Friedrich Gethmann (Siegen), Eric Hilgendorf (Würzburg), Reinhard Merkel (Hamburg)

 Kolloquium 1: Theoretical Topics in Analytic Feminism
Organisation und Moderation: Mari Mikkola (Oxford, UK), Deborah Mühlebach (Basel, CH)
Sprecher_innen: Sally Haslanger (MIT, USA), Jennifer Saul (Sheffield, UK), Alessandra Tanesini (Cardiff, UK)

 Kolloquium 2: GAP-GWP: Belief Aggregation and Epistemic Diversity in Science
Organisation und Moderation: Christian Feldbacher-Escamilla, Gerhard Schurz (beide Düsseldorf)
Sprecher_innen: Stephan Hartmann (München), Christian List (London, UK), Jan-Willem Romeijn (Groningen, NL)

 Kolloquium 3: Epistemic Authority
Organisation und Moderation: Elke Brendel (Bonn), Christoph Jäger (Innsbruck, AUT)
Sprecher_innen: Katherine Dormandy (Innsbruck, AUT), Arnon Keren (Haifa, ISR), Sarah Wright (Georgia, USA)

 Kolloquium 4: Logics, Norms, and Reasoning
Organisation und Moderation: Filippo Ferrari, Erik Stei (beide Bonn)
Sprecher_innen: Corine Besson (Sussex, UK), Kathrin Glüer-Pagin (Stockholm, SWE), Florian Steinberger (London, UK)

 Kolloquium 5: Moral Philosophy and the Sciences
Organisation und Moderation: Stefan Fischer, Jacob Rosenthal (beide Konstanz)
Sprecher_innen: Guy Kahane (Oxford, UK), Neil Roughley (Duisburg-Essen), Valerie Tiberius (Minnesota, USA)

 Kolloquium 6: GAP-ALFAn: Philosophy of Metacognition and Emotions
Organisation und Moderation: Max Freund (San José, Costa Rica)
Sprecher_innen: Mauricio Molina (San José, Costa Rica), Diana Pérez (Buenos Aires, Argentinien), Glenda Satne (Alberto Hurtado University, Chile)

 Kolloquium 7: Social Philosophy of Language
Organisation und Moderation: Dirk Kindermann (Graz, AUT)
Sprecher_innen: Luvell Anderson (Memphis, USA), Esa Diaz-Leon (Barcelona, ESP), Mari Mikkola (Oxford, UK)

Buchsymposien

 Symposium 1: Achim Lohmar, Falsches moralisches Bewusstsein. Eine Kritik der Idee der Menschenwürde, Meiner 2017.
Organisation und Moderation: Frank Dietrich (Düsseldorf)
Kommentator_innen: Sabine Döring (Tübingen), Ralf Stoecker (Bielefeld)

 Symposium 2: Sven Walter, Illusion freier Wille. Grenzen einer empirischen Annäherung an ein philosophisches Problem, Metzler 2016
Organisation und Moderation: Achim Stephan (Osnabrück)
Kommentator_innen: Ansgar Beckermann (Bielefeld), John-Dylan Haynes (Berlin)

Podiumsdiskussionen

 Podiumsdiskussion 1: Wissenschaftlicher Nachwuchs in der Philosophie
Organisation und Moderation: Tobias Rosefeldt (Berlin)
Teilnehmer_innen: NN

 Podiumsdiskussion 2: Die akademische Philosophie und ihre öffentliche Wahrnehmung
Organisation und Moderation: Thomas Grundmann (Köln)
Teilnehmer_innen: Lars Weisbrod (ZEIT, Hamburg), Jürgen Kaube (FAZ, Frankfurt), Gert Scobel (3 SAT, Mainz), Geert Keil (Berlin)

Sektionsvorträge (Sektionsleitung)

 Sektion 1: Sprachphilosophie (Moritz Schulz, Hamburg)
 Sektion 2: Metaphysik und Ontologie (Barbara Vetter, FU Berlin)
 Sektion 3: Logik (Hannes Leitgeb, LMU München)
 Sektion 4: Wissenschaftsphilosophie (Torsten Wilholt, Hannover)
 Sektion 5: Philosophie des Geistes (Kristina Musholt, Leipzig)
 Sektion 6: Philosophie der Kognition (Sven Walter, Osnabrück)
 Sektion 7: Erkenntnistheorie (Wolfgang Freitag, Freiburg/Brsg.)
 Sektion 8: Metaphilosophie (Cristian Nimtz, Bielefeld)
 Sektion 9: Religionsphilosophie (Godehard Brüntup, München)
 Sektion 10: Ästhetik (Catrin Misselhorn, Stuttgart)
 Sektion 11: Angewandte Ethik (Susanne Boshammer, Osnabrück)
 Sektion 12: Normative Ethik (Christine Tiefensee, Frankfurt School of Finance)
 Sektion 13: Metaethik (Erasmus Mayr, Erlangen/Nürnberg)
 Sektion 14: Politische und Rechtsphilosophie (Michael Schefzyk, Karlsruhe)
 Sektion 15: Sozialphilosophie (Mari Mikkola, Oxford)
 Sektion 16: Geschichte der Philosophie (Tobias Rosefeldt, HU Berlin)
 Sektion 17: Fachdidaktik der Philosophie (Anne Burkard, Köln)
 Sektion 18: Studierendenkongress (Tobias Schlicht, Bochum

 

 







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