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Dante

 

Ein neues Dante-Bild

 

Mit der Publikation von Dantes "Philosophi­schen Werke" müssen wir unser Bild von des italienischen Dichters ändern. Zu dieser Feststel­lung kommt Kurt Flasch in einem Beitrag

Flasch, Kurt: Dante - ein Philosoph wird entdeckt. Anmerkungen zur Freiburger Edition, in Neue Zürcher Zeitung, Ausgabe vom 1. März 1997

Nicht durch "Überredung", sondern durch "harte Kleinarbeit" werde hier deutlich, was Eingeweihte schon längst gewußt haben: daß Dante ein Philosoph war. Den "For-schungs­ertrag" der Fribourger Edition sieht Flasch in drei Punkten:

n Dante ist ein selbständiger Philosoph. Er vermittelt zwischen den Höfen und den Uni­versitäten und entwickelt dabei eine eigene Variante der aristotelischen Philosophie, die weder auf Thomas von Aquin noch auf die radikalen Aristoteliker zurückzuführen ist.

n Dante verlagert den Schwerpunkt auf die praktische Philosophie. Dantes Glückselig­keitslehre weicht von derjenigen des Thomas darin ab, daß sie kein natürliches Verlangen nach der Erkenntnis Gottes kennt. Damit verschiebt Dante das Interesse von der Meta­physik auf die Ethik als die neue Erste Philosophie.

n Dantes Lob der Philosophie muß auf dem Hintergrund einer umfangreichen, aber wenig erforschten mittelalterlichen Ein­führungsliteratur in die Philosophie gelesen wer­den.

Nicht zuletzt ändert sich auch das Bild der Commedia selbst: sie wird zu einem phi­loso­phischen Buch.

 

 







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