Die politische Philosophie ist ein philosophisches Fachgebiet, das sich mit Fragen rund um Politik und Gesellschaft befasst. Als solches steht es in Zusammenhang mit der Politikwissenschaft und der Soziologie. Konkret geht es um Fragen rund um Autorität, Eigentum, Macht, Politik, Gerechtigkeit und Freiheit. Zu den Themen, mit denen sich politische Philosophen beschäftigen, gehören unter anderem:
- Die Art und Weise, wie eine gerechte Gesellschaft beispielsweise durch Gesetzgebung gestaltet werden kann.
- Die Konstrukte von Macht, Führung und Demokratie in einer Gesellschaft. Die Unterscheidung zwischen den verschiedenen politischen Gewalten (Trias Politica).
- Das Verhältnis zwischen Individuum und Kollektiv, Freiheit und Unfreiheit.
- Die Analyse und Hintergründe großer politischer Systeme wie Demokratie, Kommunismus und Kapitalismus.
Der Begriff „politische Philosophie” kann sich auch auf eine bestimmte philosophische Auffassung über das Wesen oder den Zweck der Gesellschaft oder des Staates beziehen. Manchmal wird er in einem engeren Sinne als Synonym für „politische Weltanschauung” verwendet. Die Unterscheidung, die manchmal zwischen Sozialphilosophie und politischer Philosophie getroffen wird, ist eher eine Frage der zufälligen Studienrichtungen an Universitäten als eine Frage inhaltlicher Unterschiede; die Grenze zwischen beiden ist verschwommen. An vielen Universitäten und für viele Philosophen gibt es diese Unterscheidung daher nicht. In bestimmten Punkten überschneidet sie sich auch mit der Rechtsphilosophie, wobei sich die Rechtsphilosophie auf Gesetze als solche konzentriert (z. B. was Gesetze gerecht macht), während die politische Philosophie eher die Rolle des Rechts im weiteren politischen Kontext betrachtet. Darüber hinaus hängt die politische Philosophie eines Philosophen oft auch mit seinen Ansichten über Ethik und philosophische Anthropologie zusammen.
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